IOReport liefert je Kern die Verweilzeit in jeder Leistungsstufe, genau wie gebraucht: MCPU00 bis MCPU14, 17 Zustände, saubere Deltas zwischen zwei Messungen. Die Frequenz zu einer Stufe steht dort aber nicht. Sie muss aus den voltage-states-Tabellen im IODeviceTree kommen, und die passen nicht: der Kanal hat 16 Leistungsstufen, keine Tabelle hat 16 Einträge. Dazu sind die Einheiten uneinheitlich — voltage-states8 enthält echte Hertz (732–2472 MHz), voltage-states5 dagegen Paare wie (50103, 635), die in keiner Einheit sinnvolle Taktraten ergeben. Ab hier wäre es Reverse Engineering undokumentierter Firmware-Tabellen, deren Format sich zwischen Chip-Generationen ändert — genau die Sorte Code, die beim nächsten Mac still falsche Zahlen anzeigt statt zu scheitern. Dafür ist eine Zusatzangabe im Popover zu wenig, solange Phase 6 bis 9 offen sind. Die halbfertige Implementierung ist entfernt statt auskommentiert: nicht verdrahteter Code, der nil liefert, verrottet und täuscht später Vollständigkeit vor. Der Stand samt Fortsetzungsweg steht in docs/spikes/F-frequenz.md.
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# Spike F — Taktfrequenzen über IOReport
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Untersucht am 10.08.2026 auf Mac17,9 (M5 Pro). **Ergebnis: teilweise gelöst,
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bewusst abgebrochen.** Der Datenzugang steht, die Umrechnung fehlt.
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## Was funktioniert
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`libIOReport` ist ohne Entitlement nutzbar; alle benötigten Symbole sind
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vorhanden und über `dlsym` auflösbar:
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IOReportCopyChannelsInGroup IOReportCreateSubscription
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IOReportCreateSamples IOReportCreateSamplesDelta
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IOReportStateGetCount IOReportStateGetResidency
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IOReportStateGetNameForIndex
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Der Ablauf liefert verwertbare Daten:
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Kanäle geholt: 127 (Gruppe "CPU Stats")
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Delta-Kanäle: 127
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CPU Core Performance States/MCPU00 Zustände=17
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IDLE:17345943 V0P14:3559973 V1P13:361673 V2P12:561938 V3P11:322658 …
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Also je Kern (MCPU00 … MCPU14) die Verweilzeit in jeder Leistungsstufe seit der
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letzten Messung. Genau das, was man für einen gewichteten Mittelwert braucht.
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## Woran es scheitert
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Die Frequenz zu einer Stufe steht nicht im Kanal. Sie muss aus den
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`voltage-states`-Tabellen im IODeviceTree kommen — und die Zuordnung geht nicht
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auf:
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| Tabelle | Einträge | Als Hz gelesen |
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|---|---|---|
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| `voltage-states8` | 26 | 732–2472 MHz — plausibel |
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| `voltage-states9`, `14`, `31` | 13 | 338–1620 MHz — plausibel, passt zur GPU |
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| `voltage-states5` | 20 | 0 MHz — Paare wie (50103, 635) |
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| `voltage-states22`, `23` | 15 | 0 MHz |
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Zwei Probleme übereinander:
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1. **Die Stufenzahl passt nicht.** Der Kanal hat 17 Zustände, davon einer
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Leerlauf, also 16 Leistungsstufen. Keine Tabelle hat 16 Einträge.
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2. **Die Einheiten sind uneinheitlich.** `voltage-states8` enthält echte Hertz.
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`voltage-states5` enthält Paare, deren erster Wert von 50103 abwärts läuft,
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während der zweite (635, 685, 710 …) nach Millivolt aussieht. Weder Hertz
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noch Kilohertz noch Megahertz ergeben daraus sinnvolle Taktraten.
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Die Zustandsnamen (`V0P14`, `V1P13`, `V2P12` …) kodieren offenbar Spannungs-
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und P-Zustands-Index getrennt. Ein sauberer Weg führte vermutlich über diese
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Namen statt über die Position im Kanal.
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## Warum hier abgebrochen wurde
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Ab diesem Punkt ist es Reverse Engineering undokumentierter Firmware-Tabellen,
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deren Format sich zwischen Chip-Generationen ändert — genau die Sorte Code, die
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beim nächsten Mac still falsche Zahlen anzeigt statt zu scheitern. Der Aufwand
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steht nicht im Verhältnis zu einer Zusatzangabe im Popover, solange Phase 6 bis
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9 noch offen sind.
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Die halbfertige Implementierung wurde entfernt statt auskommentiert: nicht
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verdrahteter Code, der `nil` zurückgibt, verrottet und täuscht später
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Vollständigkeit vor. Alles Nötige steht hier.
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## Wenn es doch gebaut wird
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1. Zustandsnamen zerlegen (`V<spannung>P<stufe>`) statt die Position zu benutzen.
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2. Die Tabelle über den P-Index adressieren, nicht über die Einträgezahl.
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3. Gegen `powermetrics --samplers cpu_power` gegenprüfen — das ist die einzige
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verlässliche Referenz.
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4. Bei fehlender Zuordnung **nichts** anzeigen. Eine falsche Frequenz ist
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schlechter als keine.
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