Das Sicherheitsnetz kommt zuerst und liegt als reine Funktion vor — 17 Tests, kein Hardwarezugriff nötig. Es sitzt im Helfer, nicht in der Oberfläche: die kann abstürzen, hängen oder beendet sein, während die Lüfter auf einem festen Wert stehen. Genau dafür ist es da. Vier Regeln, nicht abschaltbar: nie unter das Firmware-Minimum, Rückfall auf Automatik ab 95 °C, Rückfall wenn der Herzschlag fünf Sekunden ausbleibt, Rückfall beim Beenden. Ohne lesbare Temperatur wird gar nicht gesteuert — blind eine feste Drehzahl zu halten wäre die falsche Antwort auf fehlende Information. Die App sagt dem Helfer NICHT, wie warm es ist. Er misst selbst. Sonst hinge das Netz an der Ehrlichkeit eines Prozesses, der abstürzen, hängen oder — bei einer manipulierten Kopie — schlicht lügen kann. Der Herzschlag sagt nur "ich lebe noch". Der Helfer entscheidet jede Sekunde neu, nicht nur beim Setzen: nur so greifen Wachhund und Temperaturwächter auch dann, wenn von der App nie wieder etwas kommt. Geschrieben wird nur bei Änderung — jeder SMC-Schreibvorgang ist ein Eingriff. Der Schreibpfad existiert ausschließlich im Helfer, als eigene Kopie statt geteilter Bibliothek. Was im App-Prozess nicht vorhanden ist, kann dort auch nicht versehentlich aufgerufen werden. XPC prüft die Signatur in BEIDE Richtungen. Ohne das könnte jedes Programm auf dem Rechner die Lüfter eines root-Dienstes steuern — der Mach-Dienst ist systemweit sichtbar. Drei Fallstricke beim Einbetten, alle nachgemessen: Xcode signiert Kommandozeilenprogramme unter dem Dateinamen. Der Helfer hieß damit "OnyxHelper" statt com.scarriffleservices.onyx.helper, und die App hätte ihren eigenen Helfer abgelehnt. Behoben über eine in die Binary eingebettete Info.plist (CREATE_INFOPLIST_SECTION_IN_BINARY). Der Build-Schritt läuft nach Xcodes Signatur; das Kopieren bricht das Siegel des App-Bundles. Also wird zum Schluss neu signiert — mit denselben Entitlements, sonst gingen App-Group, WeatherKit und die TCC-Berechtigungen verloren. Mit deklarierten outputFiles übersprang Xcode den Schritt, obwohl sich das Programm geändert hatte. Geprüft: App-Siegel gültig (deep), beide Signaturanforderungen erfüllt, alle sieben Entitlements erhalten. 162 Tests grün.
Onyx
Notch-Erweiterung für macOS. Beim Überfahren der Notch fährt ein Panel mit eigenen Widgets aus — Kalender, Wetter, Medien, Hardware, Netzwerk, Audio-Mixer, Ablage und AirDrop.
Zielgerät: MacBook Pro mit Apple Silicon, macOS 26+.
Bauen
xcodegen generate # erzeugt Onyx.xcodeproj aus project.yml
open Onyx.xcodeproj # dann ⌘R
Voraussetzungen: Xcode 26, XcodeGen,
Signierung mit Team PP34X97WS3.
Tests laufen ohne Xcode:
cd Packages/OnyxKit && swift test
Aufbau
Die Projektdefinition liegt als project.yml vor, nicht als handgepflegte
.xcodeproj — so ist im Diff lesbar, was sich an den Build-Einstellungen ändert.
Onyx/ App-Target (nicht sandboxed, Hardened Runtime)
Packages/OnyxKit/ Alle Module als lokales Swift-Package
OnyxCore Einzelinstanz-Sicherung
OnyxDesign Farben, Maße, Bewegung — einzige Quelle
OnyxNotch Panel-Fenster, Geometrie, Zustandsmaschine
OnyxWidgetKit Widget-Protokoll, Layout-Engine, Persistenz
OnyxMenuBar Modul-Protokoll für Menüleisten-Elemente
CalendarProvider EventKit (und später Calendarr)
WeatherProvider WeatherKit + CoreLocation
MediaProvider MediaRemote-Adapter, AppleScript, Medientasten
Vendor/ Fremdcode im Quellzustand (siehe unten)
Spikes/ Wegwerf-Werkzeuge zur API-Verifikation
docs/spikes/ Was dabei herauskam — auch die Sackgassen
Entscheidungen, die man sonst für Fehler hält
Keine App-Sandbox. Sie ist mit dem privilegierten Helper, mit IOKit und mit dem MediaRemote-Adapter unvereinbar. Der App-Group-Container für Calendarr bleibt trotzdem erreichbar — auf macOS ist er von der Sandbox unabhängig. Nachgemessen in docs/spikes/D-appgroup.md.
TCC-Entitlements trotz fehlender Sandbox. Bei aktivierter Hardened Runtime
verlangt macOS com.apple.security.personal-information.* auch ohne Sandbox.
Fehlt eine davon, erscheint der Berechtigungsdialog gar nicht erst — ohne
Fehlermeldung. Das hat einen halben Abend gekostet:
docs/spikes/E-tcc-hardened-runtime.md.
ENABLE_DEBUG_DYLIB = NO. Xcode lagert im Debug-Build den Programmcode in
eine eigene dylib aus. TCC ordnet Berechtigungsanfragen dann dem verbleibenden
Rumpf zu, der weder Info.plist noch Entitlements trägt.
Eigenes Einstellungsfenster. SwiftUIs Settings-Szene öffnet über einen
privaten Selektor, der bei Apps ohne Menüleiste unzuverlässig ankommt.
Der MediaRemote-Adapter wird nicht gelinkt. Er wird von /usr/bin/perl
geladen, einem berechtigten Systemprogramm — im eigenen Prozess greift Apples
Entitlement-Prüfung und es käme nichts an.
Fremdcode
Vendor/mediaremote-adapter — ungive/mediaremote-adapter,
BSD-3-Clause. Als Quellcode eingebettet und beim Bauen kompiliert, nicht als
fertige Binary: so ist nachvollziehbar, was läuft. Stand siehe
ONYX-VERSION.txt.
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