Sechs neue Widgets (CPU, GPU, Speicher, Akku, Sensoren, Netzwerk) und dieselben sechs als einzeln aktivierbare Menüleisten-Module mit fünf Darstellungsarten. Panel-Widget und Menüleisten-Modul derselben Größe teilen sich die Messschleife über Referenzzählung. Ohne das liefe für jede Anzeige ein eigener Timer mit denselben IOKit- und SMC-Abfragen — bei sechs Modulen und ebenso vielen Widgets ein Vielfaches der nötigen Arbeit. Meldet sich der letzte Konsument ab, hört die Schleife auf; im Ruhezustand misst Onyx nichts. Die Differenzrechnung ist testgetrieben, und die Tests haben zwei echte Fehler gefunden. Erstens: mein Überlaufschutz beim Durchsatz hielt einen zurückgesetzten Zähler (Interface-Wechsel) für einen Überlauf und zeigte 4,3 GB/s. Da if_data64 64-Bit-Zähler liefert, die bei 10 Gbit/s erst nach 470 Jahren umlaufen, ist ein kleinerer Wert immer ein Zurücksetzen — die Unterscheidung produzierte nur den Ausreißer, den sie verhindern sollte. Zweitens: ByteCountFormatter schrieb bei null „Zero KB/s" statt „0 KB/s". Bei den CPU-Zählern bleibt der Überlaufschutz nötig: die sind 32 Bit breit und laufen nach gut 400 Tagen wirklich um, deshalb `&-` statt `-`. Sensoren kommen über den SMC-Leser aus Spike A statt über die private IOHID-Schnittstelle — auf dieser Maschine nachweislich verifiziert, und die dort gefundene Little-Endian-Eigenheit ist berücksichtigt. Nur eine kurze Liste benannter Fühler statt aller 3486 Keys: eine Wand aus Kürzeln ist keine Information. Gegengemessen statt vermutet: 15 Kerne, 39,8 W, GPU 50 %, 16,6/24 GB mit kritischem Druck, Akku 68 Zyklen bei 100 % Gesundheit, fünf Sensoren, zwei Lüfter, en0 mit 661 KB/s. Menüleisten-Module zeichnen in labelColor statt in den Onyx-Farben — nur die Systemfarbe passt sich heller wie dunkler Leiste an. Feste Breite je Darstellungsart, sonst schiebt jeder Messwert die halbe Leiste hin und her. Standardmäßig ist kein Modul aktiv: sechs neue Symbole beim ersten Start wären eine Zumutung. 145 Tests grün.
Onyx
Notch-Erweiterung für macOS. Beim Überfahren der Notch fährt ein Panel mit eigenen Widgets aus — Kalender, Wetter, Medien, Hardware, Netzwerk, Audio-Mixer, Ablage und AirDrop.
Zielgerät: MacBook Pro mit Apple Silicon, macOS 26+.
Bauen
xcodegen generate # erzeugt Onyx.xcodeproj aus project.yml
open Onyx.xcodeproj # dann ⌘R
Voraussetzungen: Xcode 26, XcodeGen,
Signierung mit Team PP34X97WS3.
Tests laufen ohne Xcode:
cd Packages/OnyxKit && swift test
Aufbau
Die Projektdefinition liegt als project.yml vor, nicht als handgepflegte
.xcodeproj — so ist im Diff lesbar, was sich an den Build-Einstellungen ändert.
Onyx/ App-Target (nicht sandboxed, Hardened Runtime)
Packages/OnyxKit/ Alle Module als lokales Swift-Package
OnyxCore Einzelinstanz-Sicherung
OnyxDesign Farben, Maße, Bewegung — einzige Quelle
OnyxNotch Panel-Fenster, Geometrie, Zustandsmaschine
OnyxWidgetKit Widget-Protokoll, Layout-Engine, Persistenz
OnyxMenuBar Modul-Protokoll für Menüleisten-Elemente
CalendarProvider EventKit (und später Calendarr)
WeatherProvider WeatherKit + CoreLocation
MediaProvider MediaRemote-Adapter, AppleScript, Medientasten
Vendor/ Fremdcode im Quellzustand (siehe unten)
Spikes/ Wegwerf-Werkzeuge zur API-Verifikation
docs/spikes/ Was dabei herauskam — auch die Sackgassen
Entscheidungen, die man sonst für Fehler hält
Keine App-Sandbox. Sie ist mit dem privilegierten Helper, mit IOKit und mit dem MediaRemote-Adapter unvereinbar. Der App-Group-Container für Calendarr bleibt trotzdem erreichbar — auf macOS ist er von der Sandbox unabhängig. Nachgemessen in docs/spikes/D-appgroup.md.
TCC-Entitlements trotz fehlender Sandbox. Bei aktivierter Hardened Runtime
verlangt macOS com.apple.security.personal-information.* auch ohne Sandbox.
Fehlt eine davon, erscheint der Berechtigungsdialog gar nicht erst — ohne
Fehlermeldung. Das hat einen halben Abend gekostet:
docs/spikes/E-tcc-hardened-runtime.md.
ENABLE_DEBUG_DYLIB = NO. Xcode lagert im Debug-Build den Programmcode in
eine eigene dylib aus. TCC ordnet Berechtigungsanfragen dann dem verbleibenden
Rumpf zu, der weder Info.plist noch Entitlements trägt.
Eigenes Einstellungsfenster. SwiftUIs Settings-Szene öffnet über einen
privaten Selektor, der bei Apps ohne Menüleiste unzuverlässig ankommt.
Der MediaRemote-Adapter wird nicht gelinkt. Er wird von /usr/bin/perl
geladen, einem berechtigten Systemprogramm — im eigenen Prozess greift Apples
Entitlement-Prüfung und es käme nichts an.
Fremdcode
Vendor/mediaremote-adapter — ungive/mediaremote-adapter,
BSD-3-Clause. Als Quellcode eingebettet und beim Bauen kompiliert, nicht als
fertige Binary: so ist nachvollziehbar, was läuft. Stand siehe
ONYX-VERSION.txt.
© 2026 Scarriffleservices