Beides läuft nur, solange jemand hinsieht. Die Prozessliste startet je Messung einen Fremdprozess — das im Sekundentakt zu tun kostete mehr als der gesamte übrige Monitor. Sie wird deshalb an das offene Popover gekoppelt, nicht an die Messschleife. Für den Durchsatz je Programm gibt es keine Bibliotheksschnittstelle: die zugrundeliegende NetworkStatistics-API ist privat und verlangt eine Entitlement, die Apple nicht vergibt. nettop ist Apples eigenes Werkzeug dafür, liegt im System und läuft — nachgemessen — ohne root für die Prozesse des eigenen Nutzers. Die Rate entsteht wie bei den Interface-Zählern aus der Differenz zweier Messungen. Die öffentliche IP bleibt standardmäßig aus, und der Schalter dafür steht im Popover statt versteckt in den Einstellungen: wer einen Systemmonitor benutzt, rechnet nicht damit, dass der nach draußen telefoniert. Ist sie an, steht der befragte Dienst sichtbar darunter — man soll nachlesen können, wem die Adresse bekannt wird. Höchstens alle 15 Minuten, weil sie sich selten ändert. Frequenzen sind der dritte Wunsch und der aufwendigste. Der Weg ist verifiziert: IOReport ist vollständig verfügbar, die Gruppe "CPU Stats" liefert unter "CPU Core Performance States" die Kanäle MCPU00 bis MCPU14 mit den P-Zustands-Residenzen, und die Frequenztabellen stehen als voltage-states* im IODeviceTree. Das kommt als Nächstes. 145 Tests grün.
Onyx
Notch-Erweiterung für macOS. Beim Überfahren der Notch fährt ein Panel mit eigenen Widgets aus — Kalender, Wetter, Medien, Hardware, Netzwerk, Audio-Mixer, Ablage und AirDrop.
Zielgerät: MacBook Pro mit Apple Silicon, macOS 26+.
Bauen
xcodegen generate # erzeugt Onyx.xcodeproj aus project.yml
open Onyx.xcodeproj # dann ⌘R
Voraussetzungen: Xcode 26, XcodeGen,
Signierung mit Team PP34X97WS3.
Tests laufen ohne Xcode:
cd Packages/OnyxKit && swift test
Aufbau
Die Projektdefinition liegt als project.yml vor, nicht als handgepflegte
.xcodeproj — so ist im Diff lesbar, was sich an den Build-Einstellungen ändert.
Onyx/ App-Target (nicht sandboxed, Hardened Runtime)
Packages/OnyxKit/ Alle Module als lokales Swift-Package
OnyxCore Einzelinstanz-Sicherung
OnyxDesign Farben, Maße, Bewegung — einzige Quelle
OnyxNotch Panel-Fenster, Geometrie, Zustandsmaschine
OnyxWidgetKit Widget-Protokoll, Layout-Engine, Persistenz
OnyxMenuBar Modul-Protokoll für Menüleisten-Elemente
CalendarProvider EventKit (und später Calendarr)
WeatherProvider WeatherKit + CoreLocation
MediaProvider MediaRemote-Adapter, AppleScript, Medientasten
Vendor/ Fremdcode im Quellzustand (siehe unten)
Spikes/ Wegwerf-Werkzeuge zur API-Verifikation
docs/spikes/ Was dabei herauskam — auch die Sackgassen
Entscheidungen, die man sonst für Fehler hält
Keine App-Sandbox. Sie ist mit dem privilegierten Helper, mit IOKit und mit dem MediaRemote-Adapter unvereinbar. Der App-Group-Container für Calendarr bleibt trotzdem erreichbar — auf macOS ist er von der Sandbox unabhängig. Nachgemessen in docs/spikes/D-appgroup.md.
TCC-Entitlements trotz fehlender Sandbox. Bei aktivierter Hardened Runtime
verlangt macOS com.apple.security.personal-information.* auch ohne Sandbox.
Fehlt eine davon, erscheint der Berechtigungsdialog gar nicht erst — ohne
Fehlermeldung. Das hat einen halben Abend gekostet:
docs/spikes/E-tcc-hardened-runtime.md.
ENABLE_DEBUG_DYLIB = NO. Xcode lagert im Debug-Build den Programmcode in
eine eigene dylib aus. TCC ordnet Berechtigungsanfragen dann dem verbleibenden
Rumpf zu, der weder Info.plist noch Entitlements trägt.
Eigenes Einstellungsfenster. SwiftUIs Settings-Szene öffnet über einen
privaten Selektor, der bei Apps ohne Menüleiste unzuverlässig ankommt.
Der MediaRemote-Adapter wird nicht gelinkt. Er wird von /usr/bin/perl
geladen, einem berechtigten Systemprogramm — im eigenen Prozess greift Apples
Entitlement-Prüfung und es käme nichts an.
Fremdcode
Vendor/mediaremote-adapter — ungive/mediaremote-adapter,
BSD-3-Clause. Als Quellcode eingebettet und beim Bauen kompiliert, nicht als
fertige Binary: so ist nachvollziehbar, was läuft. Stand siehe
ONYX-VERSION.txt.
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