Commit Graph

6 Commits

Author SHA1 Message Date
Guido Schmit
c0eb44b0b0 Einzelinstanz erzwingen: die zuletzt gestartete gewinnt
Zwei Onyx-Instanzen sind kein Schönheitsfehler. Jede bringt eine eigene
Zustandsmaschine, eigene Timer und eine eigene Animation auf dieselbe Notch —
das Ergebnis sieht aus wie ein Ruckler und ist keiner. Genau das ist beim
Testen passiert, mit zwei Builds aus verschiedenen Ordnern.

Die zuletzt gestartete Instanz gewinnt, nicht die erste. Beim Entwickeln ist
das die frisch gebaute; die andere Reihenfolge hieße, nach jedem Build weiter
die alte Fassung zu testen, ohne es zu merken. Im normalen Gebrauch ist der
Unterschied unsichtbar, weil Onyx kein Fenster hat, das man stattdessen in den
Vordergrund holen könnte.

Erkannt wird über die Bundle-Kennung, nicht über den Pfad: die Instanzen, die
sich real in die Quere kommen, stammen aus verschiedenen Build-Ordnern und
teilen sich nur die Kennung.

Erst terminate(), nach 1,5 s forceTerminate(). Überlebt eine trotzdem — der
reale Fall ist eine aus Xcode gestartete Instanz, die im Debugger hängt und
selbst SIGKILL übersteht — tritt die neue Instanz zurück und sagt per Dialog,
warum und was zu tun ist. Ein stiller Rücktritt sähe aus wie ein Startfehler.

Die Entscheidungsregel liegt als reine Funktion in OnyxCore und ist getestet,
inklusive des Falls, dass die eigene PID mehrfach in der Liste steht —
sich selbst zu beenden wäre der denkbar schlechteste Ausgang.

In der Praxis geprüft: `open -n` erzwingt einen Zweitstart, danach läuft genau
eine Instanz. 80 Tests grün.
2026-08-10 17:57:13 +02:00
Guido Schmit
0297b3ad0d Schließen entruckeln: Material fest, Maske animiert, Zeiger abgefragt
Drei Ursachen, davon zwei echte Fehler.

Die NSVisualEffectView steckte in einem Rahmen, dessen Größe animiert wurde.
Ein Weichzeichner muss dann in jedem Einzelbild neu in anderer Größe gerechnet
werden — am teuersten genau beim Schließen, wo die Fläche am schnellsten
schrumpft. Das Material behält jetzt feste Größe, animiert wird nur die Maske
davor. Tint, Bänderung und Kante sind reine SwiftUI-Formen und dürfen weiter in
der Größe animieren. Auch die Schattendeckkraft ist jetzt konstant statt
animiert; sie aufzublenden kostete pro Bild eine neue Weichzeichnung.

Onyx bekam Mausbewegungen über dem eigenen Panel praktisch nicht mit. Der
globale Monitor feuert nur für Ereignisse an fremde Programme, der lokale nur
wenn Onyx aktiv ist — was es als .accessory-App nie ist. Ausgerechnet beim
Verlassen des Panels kam das Ereignis also verspätet oder gar nicht. Solange
ein Panel offen ist, wird die Zeigerposition jetzt mit 60 Hz abgefragt; der
Timer läuft ausschließlich in dieser Zeit.

Öffnen und Schließen benutzten dieselbe Kurve. Schließen ist jetzt kürzer und
ohne Nachschwingen: beim Öffnen sieht man zu, beim Schließen ist man schon
woanders.

Nebenbefund beim Prüfen: es liefen zwei Onyx-Instanzen aus verschiedenen Builds
gleichzeitig, jede mit eigener Zustandsmaschine auf derselben Notch. Das dürfte
einen guten Teil der Hakeligkeit erklärt haben.
2026-08-10 17:52:42 +02:00
Guido Schmit
65f9fbfa4e Inhalt beginnt unterhalb der Notch statt dahinter
Das Panel reichte oben bündig an die Bildschirmkante, damit seine Fläche mit
der schwarzen Notch-Hardware zu einem Körper verschmilzt. Die Notch ist aber
undurchsichtig — die obersten 38 pt Inhalt waren schlicht nicht zu sehen. Links
und rechts daneben liegt in diesem Streifen zusätzlich die Menüleiste, der ganze
Streifen ist also unbrauchbar.

Die Fläche bleibt deshalb, wo sie war; nur der Inhalt rückt nach unten. Das
Fenster wächst entsprechend mit (446x340 → 446x378), damit unten nichts
abgeschnitten wird.

Der Controller nimmt jetzt die Inhaltsgröße entgegen und schlägt den Freiraum
selbst auf. Keine Aufrufstelle muss daran denken, und beim Wechsel zwischen
eingebautem Display (38 pt) und externem (virtueller Balken) wandert der
Freiraum automatisch mit.

Gegengemessen statt geschätzt: die Zentrierung war korrekt (Panel-midX 900 =
Notch-midX 900), der Fehler lag allein in der Höhe. Vier Tests halten den
Inhaltsbereich jetzt außerhalb der Notch fest, auch für den virtuellen Balken.

70 Tests grün.
2026-08-10 17:43:30 +02:00
Guido Schmit
8e0629d3a5 Phase 2 (Teil 1): Widget-Raster, Layout-Engine, Persistenz
Layout-Engine mit vier Spalten, testgetrieben. Widgets werden nicht stur
hintereinander gesetzt, sondern jeweils an die erste Stelle, an die sie passen.
Der Unterschied zeigt sich neben einem 2x2-Widget: dort bleiben rechts zwei
1x1-Plätze frei, die ein reines Anhängen dauerhaft leer ließe.

Persistenz unterscheidet zwei Fälle, die gleich aussehen und es nicht sind. Eine
leere Layout-Datei ist eine Aussage — der Nutzer hat alle Widgets entfernt. Eine
Datei, aus der nach dem Filtern unbekannter Kennungen nichts übrig bleibt, ist
dagegen ein Zeichen, dass sich die Kennungen geändert haben; dort wäre ein leeres
Panel eine stille Fehlfunktion, also greift das Standardlayout.

Beschädigte und fehlende Dateien führen beide zum Standardlayout statt zu einem
Absturz oder einem leeren Panel.

Die Panelgröße folgt dem Layout statt umgekehrt. Positioniert wird über
LayoutEngine.frame, nicht über LazyVGrid — das kann keine Kacheln über zwei
Zeilen führen, und genau das braucht der Mini-Monat.

Platzhalter-Widgets für alle 13 geplanten Karten. Sie tragen die endgültigen
Kennungen, damit gespeicherte Layouts weitergelten, wenn die echten Widgets sie
Phase für Phase ersetzen.

66 Tests grün.
2026-08-10 17:32:48 +02:00
Guido Schmit
715031f153 Panel wächst aus der Notch, statt einzublenden
Die Fläche wird nicht eingeblendet — sie beginnt exakt in der Notch-Silhouette
und wächst von dort nach unten und zur Seite, deckungsgleich mit der schwarzen
Hardware darüber. Eingeblendetes Panel wirkt wie Glas; Onyx soll sich wie ein
fester Körper anfühlen, der herausfährt.

Der Inhalt hat eine eigene Kurve: beim Öffnen um 90 ms verzögert, damit die
Fläche vorweg läuft und kein Text sich mitdehnt; beim Schließen sofort weg,
damit beim Einfahren nichts gestaucht wird. Die Eckenrundung wandert mit
(10 → 26), sonst sieht die kleine Form aufgeblasen aus.

Drei Fallstricke, die im Code stehen:

Der Fensterschatten folgt dem Fensterrahmen, nicht der gezeichneten Form. Das
Fenster hat immer volle Panelgröße, damit die Animation Platz hat — der
Systemschatten läge also die ganze Zeit um eine unsichtbare Fläche. Deshalb
hasShadow = false und Schatten aus SwiftUI.

Ausgefahren wird erst im nächsten Runloop-Durchlauf. Im selben Durchlauf wie
orderFrontRegardless sieht SwiftUI keinen Zustandswechsel, sondern nur den
Endzustand, und das Panel wäre schlagartig da.

NotchHostingView nimmt Klicks nur dort an, wo etwas zu sehen ist. Sonst
verschluckt das volle Fenster während des Aus- und Einfahrens Klicks in seiner
leeren Fläche.
2026-08-10 17:25:27 +02:00
Guido Schmit
fbe13fd1cb Phase 1: Notch-Shell, Design-System, Menüleisten-Infrastruktur
Zustandsmaschine und Geometrie sind testgetrieben entstanden und tragen 40
Tests — sie sind frei von AppKit, damit jeder Übergang ohne Fenster und ohne
Warten prüfbar ist. Zeit kommt nur als Ereignis herein.

Zwei Entscheidungen, die im Code begründet sind:

Der Zeiger wird über einen globalen Ereignismonitor verfolgt, nicht über ein
unsichtbares Fenster auf der Notch. Ein solches Fenster müsste Mausereignisse
annehmen, um sie zu bemerken, und würde damit Menüleiste und Fensterknöpfe
darunter unbenutzbar machen.

"Nur internes Display" fällt auf ein externes zurück, wenn kein eingebautes da
ist. Am Dock mit geschlossenem Deckel hieße die Einstellung wörtlich genommen,
dass Onyx unerreichbar wird.

Design: NSVisualEffectView mit eigenem Tint statt Liquid Glass — Onyx ist Stein,
kein Glas. Alle Farben und Maße liegen als Tokens in OnyxDesign.

Menüleiste: jedes Modul bekommt ein eigenes NSStatusItem. Elemente, denen macOS
mangels Platz keine Breite gibt, werden erkannt und gemeldet, statt still zu
verschwinden.

App-Target über XcodeGen, damit die Projektdefinition im Diff lesbar bleibt.
Nicht sandboxed, mit App-Group-Entitlement — baut, startet, signiert mit
PP34X97WS3.
2026-08-10 17:17:16 +02:00