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Scarriffle
ed8b095377 Overdrive je Programm: bis 400 %, aber nur auf Ansage
Der Regler ging bisher immer bis 200 %, ohne dass man das wollen musste. Jetzt
endet er bei 100 % — der Stellung, in der ein Programm klingt, wie es gemeint
war —, und ein Blitz in der Zeile gibt den Bereich darüber frei. Je Programm:
ein Browser braucht ihn für eine leise Konferenz, die Musik daneben nicht.

Oberhalb von 100 % gilt die Kennlinie nicht mehr. Dort steht die Zahl für den
Faktor selbst: 400 % sind das Vierfache der Amplitude. Mit der Kennlinie wären
daraus 4^1,66 ≈ 10,4 geworden — eine Beschriftung, die etwas anderes verspricht,
als der Regler tut. Bei genau 100 % stimmen beide Hälften überein, die Kurve hat
also keinen Sprung, nur einen Knick. Unterhalb bleibt alles wie es war.

Beim Abschalten wird die Lautstärke zurückgeholt. Sonst bliebe ein Programm
dreifach verstärkt, während sein Regler am rechten Anschlag steht und 100 %
anzeigt. Dasselbe beim Laden alter Einstellungen: ein gespeichertes 180 % aus
der Zeit ohne Freigabe fällt auf 100 %.

Die 100 %-Markierung im Regler erscheint nur noch mit Overdrive — ohne ihn läge
sie am rechten Anschlag und sagte dort nichts mehr.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-08-13 18:02:43 +02:00
Guido Schmit
bfa8c9dab1 Phase 7: Per-Programm-Audiomixer über Core-Audio-Taps
Ein Tap mit mutedWhenTapped schaltet die ursprüngliche Ausgabe eines Programms
stumm und liefert das Signal stattdessen bei Onyx ab; ein privates
Aggregate-Device aus Tap und echtem Ausgabegerät gibt es nach der Verstärkung
wieder aus. Das ist der einzige Weg, den macOS ohne eigenen Treiber anbietet.

Die Kennlinie ist hergeleitet, nicht geraten: halbe empfundene Lautstärke sind
rund −10 dB, also Faktor 0,316. Aus 0,5^k = 0,316 folgt k ≈ 1,66. Die Skala ist
damit symmetrisch — 50 % sind −10 dB, 200 % sind +10 dB. Mein erster Ansatz mit
der vierten Potenz ergab bei halbem Regler 6 % statt 32 %; der Test hat das
gefangen, bevor es an einen Lautsprecher kam.

Über 100 % greift ein weicher Begrenzer. Ohne ihn schneidet die Hardware die
Werte hart ab, und das knackt hörbar. Er arbeitet erst ab 0,7, weil eine
Begrenzung, die schon bei Zimmerlautstärke einsetzt, matt klingt.

Der Mixer ist standardmäßig aus, und auch eingeschaltet greift er nur bei
ausdrücklich gewählten Programmen ein. Alles andere läuft unverändert vorbei.
Der Notausschalter steht sichtbar in der Ansicht, nicht in einem Menü: wenn der
Ton weg ist, ist das der Knopf, den man sucht.

Drei Fehlerfälle sind eingeplant, weil jeder von ihnen ein stummes Programm
bedeutet. Der Wachhund baut Taps neu auf, die nur noch Stille liefern — der
bekannte Fall aus Spike C. Ein Wechsel des Ausgabegeräts baut alle Taps neu
auf, weil sie am alten Gerät hängen. Und ein fehlgeschlagener Aufbau räumt sich
selbst weg, statt in einem halben Zustand zu verharren.

Beim Beenden von Onyx wird der Mixer abgebaut: sonst bleiben die abgegriffenen
Programme stumm zurück.

178 Tests grün, App-Signatur gültig.
2026-08-10 23:09:48 +02:00