Was neu drinsteht, damit der naechste Agent es nicht selbst herausfinden muss: die drei Entwurfsentscheidungen der Stufe 2 (Dashboard in einem Abruf, Nachschlagewerk im AppZustand, Suche erst beim Absenden), die zwei Fallen der Uebertrags-Paarung, und dass die Modellpruefung jetzt ein Test ist statt Handarbeit - samt dem Befehl, die Pruefdatei neu zu erzeugen. Naechster Schritt steht oben: Stufe 3, davor nur noch Backend-Ergaenzung D. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
21 KiB
Übergabe: iOS-App für Certain
Für den nächsten Agenten. Diese Datei ersetzt die Unterhaltung, in der die App geplant wurde. Sie enthält alles, was du brauchst, ohne sie gelesen zu haben: was entschieden ist, was fertig ist, was als Nächstes dran ist, und was ich über das Backend herausgefunden habe. Lies sie ganz, bevor du anfängst — die Abschnitte „Was das Backend vorgibt" und „Fallen" ersparen dir Tage.
Stand: 21.10.2026, Commit ffe1870. Alles committet und gepusht.
1. Worum es geht
Certain ist ein Haushaltsbuch: FastAPI-Backend (backend/) plus
React-Weboberfläche (web/), die das Backend mit ausliefert. Dazu kommt eine
native iOS-App in ios/, die sich über eine eingegebene Server-Adresse (wie
budget.scarriffle.com) an dasselbe Backend hängt.
Ziel: alles, was die Weboberfläche kann. Budget, Buchungen, Konten, Abos, Dashboard, Arbeitsliste, Kategorien, Tags, Einstellungen, Bankabruf und der volle CSV-Import.
Die Rahmenbedingung, die es nicht mehr gibt
Bis zum 21.10.2026 stand hier: es gibt kein Xcode, der Swift-Code wird blind
geschrieben und nie übersetzt. Das gilt nicht mehr. Auf dieser Maschine
liegt Xcode 27 mit Simulatoren für iOS 26.5 und 27, und ios/project.yml
erzeugt das Projekt. Übersetzen, Tests und Starten im Simulator gehen hier
direkt:
cd ios && xcodegen generate # nach jeder neuen Datei
xcodebuild -project Certain.xcodeproj -scheme Certain \
-destination 'platform=iOS Simulator,name=iPhone 17 Pro' build # oder test
Übersetze nach jeder Stufe selbst, statt dem Nutzer Fehler zu hinterlassen. Die kleinen Stufen bleiben trotzdem richtig — nicht wegen der Fehlersuche, sondern damit jede Stufe für sich benutzbar ist.
2. Entscheidungen des Nutzers
Alle schon gefallen. Nicht erneut fragen.
| Frage | Festgelegt |
|---|---|
| Backend erweitern | Ja, kleine Ergänzungen — jede einzeln vorlegen, bevor du sie schreibst |
| CSV-Import | Voll, wie im Web (trotz Abraten; steht deshalb als letzte Stufe) |
| Zusätzlicher Umfang | Arbeitsliste/Eingang, Kategorien und Tags, Einstellungen, Bankabruf anstossen |
| Dashboard | Feste iOS-Ansicht, kein Raster |
| iOS-Mindestversion | iOS 26 |
| Ablieferung | Flache Ordner unter ios/; das Projekt entsteht seit dem 21.10. aus project.yml |
| Anmeldung | App-Token (im Backend ergänzt, siehe unten) |
| Erweiterungen | Teilen-Menü für Dateien, Kurzbefehle/Siri |
| Sprachen | Deutsch und Englisch |
| iPad | Richtig mitgedacht, zweispaltig |
| Offline | Zuletzt Geladenes mit „Stand von …" |
Der Nutzer will jede Entscheidung selbst treffen. Wenn eine Frage auftaucht, die den Zuschnitt ändert: fragen, nicht annehmen.
3. Was das Backend vorgibt
Die Befunde aus einer gründlichen Durchsicht. Sie bestimmen den ganzen Entwurf.
Anmeldung
Die Web-API kennt ausschliesslich ein Sitzungs-Cookie (get_current_user
in backend/app/deps.py). Kein Bearer, kein Token im Body. Die Sitzung liegt
serverseitig in der Tabelle sessions (kein JWT), hält 30 Tage und
verlängert sich nicht.
Anmeldung ist ein Formular, kein JSON: POST /api/auth/login mit
application/x-www-form-urlencoded, Feldern username und password
(OAuth2PasswordRequestForm). JSON gibt 422.
Zwei-Faktor: Login antwortet {"status": "2fa_required"} und setzt ein
Pending-Cookie mit 10 Minuten Laufzeit. Dann
POST /api/auth/2fa/verify mit {"code": "...", "recovery": false}. Nach
fünf Fehlversuchen ist die Zwischensitzung verbraucht.
Offene Pflichten sperren jeden Endpunkt mit 403 und einem
maschinenlesbaren detail: password_change_required oder
mfa_setup_required. Erreichbar bleiben nur /health, /version,
/auth/me, /auth/logout, /auth/login, /auth/change-password, /auth/2fa.
Alles hängt unter /api
GET /api/version → {"name": "Certain Finance", ...}. Das ist die
Serverprüfung. Wichtig: Jeder unbekannte Pfad ausserhalb /api liefert mit
Status 200 die Weboberfläche aus — nur /api/version kann einen fremden Server
sicher ausschliessen.
Fehlerformat
{"detail": "..."} — aber bei 422 ist detail eine Liste von
Pydantic-Meldungen statt einer Zeichenkette. Netzwerk/APIFehler.swift fängt
beides ab; wer das übersieht, verliert bei jedem Eingabefehler die Meldung.
Statuscodes: 401 nicht angemeldet, 403 verboten oder Pflicht offen, 404 auch
für fremde IDs (bewusst, Mandanten-Isolation), 409 heisst „nachfragen" und
lässt sich oft mit trotzdem=true wiederholen, 400/422 ungültig.
Beträge
Alles sind Cent-Ganzzahlen. Nirgends Fliesskomma (einzige Ausnahme:
QuickBookingIn.amount). Drei Felder an einer Buchung:
amount_cents— in der Kontowährungamount_eur_cents— beim Speichern eingefrorener EUR-Wertamount_base_cents— bei jedem Lesen in die Hauptwährung umgerechnet
Der Client rechnet nichts davon selbst. Kontosalden, Budget-Soll/Ist, Vertrags-Monatswerte, Dashboard-Zahlen kommen alle fertig. Der Client formatiert nur — und rechnet Prozente und „Rest", die es in der API nicht gibt.
Achtung: *_base_cents kann still auf den nativen Wert zurückfallen, wenn kein
Wechselkurs vorliegt. Die ohne_kurs-Listen in den Antworten sagen, wann das
passiert. Wer sie nicht anzeigt, zeigt stillschweigend falsche Summen.
Zeitstempel — die Falle, die mich Zeit gekostet hat
created_at und Konsorten kommen als 2026-10-20T14:18:15.780705 — ohne
Zeitzone, mit sechs Stellen Mikrosekunden. Beide Standard-ISO8601-Leser von
Foundation scheitern daran, weil sie eine Zone verlangen. Modelle/Zeitangaben.swift
hat deshalb einen dritten Leser. Tagesdaten (date, opening_date) sind
dagegen reine "2026-07-14". Zwei getrennte Typen statt einer
Decoder-Strategie — das ist Absicht, siehe Kommentar dort.
Zwei Dinge, die fachlich im Frontend sitzen
Die App muss sie nachbauen, das Backend hilft nicht:
- Was ein Übertrag ist. Entweder
type == "transfer"oder die Buchung steht inGET /api/transactions/links. Es gibt zwei Mechanismen nebeneinander: ein Übertrag am Stück (eine Buchung mitto_account_id) und die Verknüpfungs-SchichtTransferLink(zwei getrennte Buchungen, wie die Bank sie liefert; keine davon wird verändert). Das Zusammenfassen beider Beine zu einer Anzeigezeile macht heute nur der Browser (web/src/pages/Transactions.jsx, Suche nachpaarZu). - Welche Verträge in
aus_vertraegen_centsstecken. Das Backend liefert nur die Summe; welche Abos dahinterstehen, ermittelt das Frontend selbst aus/subscriptionsnachcategory_id.
Buchungsliste
GET /api/transactions kennt account_id, category_id, uncategorized,
type, date_from, date_to, limit (Standard 5000), offset und seit
Ergänzung B auch q, tag_id, subscription_id. Keine wählbare
Sortierung — immer Datum absteigend, dann ID absteigend.
Die Weboberfläche lädt weiter alles und filtert im Browser; sie wurde nicht umgestellt, weil sie so funktioniert. Die App soll die Filter benutzen.
Was nicht in die App kommt
- Bankkonten verbinden. Die Bank leitet fest auf
{base_url}/bank/rueckkehrzurück, registriert bei Enable Banking. Abrufen, Salden holen und Konten zuordnen läuft nativ — nur das Herstellen nicht. - Postfach einrichten (IMAP-Zugangsdaten) und Sicherung/Wiederherstellung (ersetzt die ganze Datenbank). Gehört an den Rechner.
- Benutzerverwaltung (
/users,/policy) — Administration, weggelassen, solange der Nutzer nicht widerspricht. - Belege als Anhang gibt es nicht. Im Datenmodell existiert nichts
dergleichen.
POST /api/documents/previewist eine Einbahnstrasse: Bild rein, erkannter Text und Buchungsvorschläge raus, die Datei wird nicht gespeichert.
4. Backend-Ergänzungen
Vier geplant. A, B und C sind fertig, D steht aus. Jede einzeln dem Nutzer vorlegen, bevor du sie schreibst.
A — App-Token ✅ (Commit 8a7545b)
TokenScope hat neben quick_add jetzt app. get_current_user akzeptiert
den Header X-Certain-Token, wenn die Marke diese Reichweite hat. Kein
Migrationsschritt nötig — _enum() legt Enums ohne DB-Bedingung ab.
Die Prüfung sitzt in _session_user (backend/app/deps.py), nicht in
get_current_user — damit auch enforce_account_state die Marke sieht und
eine App nicht an der Passwortwechsel-Pflicht vorbeikommt.
Zwei Dinge, die die Tests festhalten (backend/tests/test_app_marke.py,
7 Stück):
- Eine
quick_add-Marke ist nicht still zum Vollzugang geworden. Sie gilt weiter nur an den drei/quick-Endpunkten. - Eine App-Marke darf keine weitere ausstellen (
require_cookie_sessionanPOST /api/inbox/tokens). Sonst stellte ein Dieb sich Ersatzschlüssel aus und das Widerrufen liefe ins Leere.
B — Suche und Tag-Filter auf /transactions ✅
Drei Query-Parameter: q (Volltext über payee, description, notes),
tag_id, subscription_id. Der Tag-Filter arbeitet mit einer Unterabfrage
wie der uncategorized-Zweig daneben, nicht mit einem Join — sonst käme eine
Buchung so oft zurück, wie sie Tags trägt.
Zwei Dinge, die die Tests festhalten (backend/tests/test_buchungssuche.py,
7 Stück):
%und_im Suchtext sind Zeichen, keine Platzhalter. Sonst fände die Eingabe „50%" alles.- Ein fremder
tag_idliefert nichts, nicht etwa alles. Der Filter schlägt aufTransactionTag.owner_idan.
Grenze: SQLite vergleicht bei LIKE nur ASCII ohne Rücksicht auf Gross- und Kleinschreibung. „Müller" findet „müller" nicht. Reicht, bis jemand es meldet.
Der lokale Name q im Router hiess vorher die Abfrage selbst; die heisst
jetzt abfrage, damit der Query-Parameter q heissen kann.
C — GET /budget/template liefert modus und zuschlag_cents ✅
Beide fehlten in der Antwort (backend/app/routers/budgets.py), obwohl das
Modell sie führt und PUT sie zurückgibt. Jetzt stehen sie in jeder Zeile.
Test: test_vorlage_nennt_betriebsart_und_zuschlag in test_budget.py.
Das war der stillere der beiden Fehler: Ein Client, der die Vorlage so liest, zeigt eine berechnete Zeile als feste und schreibt sie beim nächsten Speichern auch als feste zurück. Die Weboberfläche traf es nicht, weil sie die Betriebsart aus der Monatsansicht nimmt.
D — Zwei Kopier-Lücken im Budget (offen)
copy_template_to_month und template_from_month in
backend/app/services/budget.py übernehmen nur planned_cents. Ein
„berechneter" Eintrag fällt beim Kopieren still auf „fest" zurück. Das ist ein
bestehender Fehler, kein App-Thema — aber die App macht ihn sichtbar, weil
sie beide Richtungen anbietet. Nötig für Stufe 3.
5. Was fertig ist — Stufen 1 und 2 ✅
Stufe 1 (Commit 6b86a6b)
21 Swift-Dateien, rund 2600 Zeilen, in ios/:
| Ordner | Inhalt |
|---|---|
App/ |
CertainApp (Einstieg), AppZustand (zentraler Zustand), RootAnsicht (Navigation) |
Netzwerk/ |
CertainClient (Actor um URLSession), Endpunkte, APIFehler, Ablage (Voreinstellungen + Schlüsselbund), Zwischenspeicher (offline), Lader |
Modelle/ |
Grundmodelle (Benutzer, Marke, Einstellungen, Serverkennung), Konto, Zeitangaben |
Bausteine/ |
Geldbetrag, Darstellung (Farben, Symbolzuordnung, Plakette), Zustandsansichten |
Anmeldung/ |
Server-Adresse, Anmeldung, zweiter Faktor, Passwortwechsel |
Konten/ |
KontenListe — die erste Fachansicht |
Einstellungen/ |
Platzhalter: zeigt den Zugang und lässt abmelden |
Texte/ |
de.lproj und en.lproj, zeilengleich |
Tests/ |
GrundlagenTests — reine Logik, Swift Testing, 28 Stück |
project.yml |
XcodeGen-Spezifikation, erzeugt Certain.xcodeproj |
Wie die Anmeldung abläuft
- Nutzer gibt die Adresse ein →
GET /api/versionprüft, ob dort Certain läuft. - Nutzer meldet sich an → normales Cookie, inklusive 2FA und Pflicht-Passwortwechsel.
- Noch in derselben Sitzung legt die App über
POST /api/inbox/tokensmitscope: "app"eine Marke an und legt den Klartext in den Schlüsselbund. - Danach trägt nur noch der Header. Das Cookie wird weggeworfen
(
vergissCookies()).
Kein Passwort auf dem Gerät, kein Ablauf nach 30 Tagen, einzeln widerrufbar.
Was geprüft ist
Jedes Modellfeld wurde gegen echte Antworten eines laufenden Backends
verglichen (/api/version, /api/auth/me, /api/accounts, /api/settings,
/api/inbox/tokens). Alle Namen stimmen. Mach das bei jeder weiteren Stufe
genauso — das ist die einzige Prüfung, die beim blinden Schreiben wirklich
etwas fängt. Wie: Ein kleines Python-Skript mit TestClient gegen eine
Wegwerf-Datenbank, Felder flach ausgeben, mit den CodingKeys vergleichen.
(Das Passwort der Dev-Datenbank unter backend/data/app.db ist unbekannt —
nicht raten, eine frische Testdatenbank nehmen.)
Dass es übersetzt, ist inzwischen geprüft
Am 21.10.2026 gebaut, getestet und gestartet (Commit ffe1870). Genau ein
Übersetzungsfehler in 2600 blind geschriebenen Zeilen: der Vorgabewert
[String: String] = [] in CertainClient.schickeDatei musste [:] heissen.
Sonst keine Fehler, keine Warnung im eigenen Code. Die 28 Tests laufen durch,
die App startet im Simulator bei der Serverabfrage.
Noch nicht geprüft: der Weg gegen ein echtes Backend. Anmelden, zweiter Faktor, Marke anlegen, Kontenliste — das lief bisher nur gegen die Modelle, nicht gegen einen laufenden Server. Siehe „Klartext-HTTP" unten.
Stufe 2 — Lesen ✅ (Commit bf437b3)
Vier neue Reiter, dazu die Modelle und Endpunkte darunter:
| Ordner | Inhalt |
|---|---|
Dashboard/ |
DashboardAnsicht — vier feste Karten, ein Abruf |
Budget/ |
BudgetAnsicht — Soll/Ist je Gruppe, blätterbar |
Buchungen/ |
BuchungsListe — Suche und Filter im Server |
Abos/ |
AboListe — Monats- und Jahressumme, Fälligkeit |
Modelle/ |
Buchung, Budget, Abo, Kategorie, Dashboard |
Drei Entscheidungen, die man kennen sollte, bevor man daran weiterbaut:
- Das Dashboard holt alles in einem Wert (
Dashboarddaten). Vier getrennte Zwischenspeicher könnten offline aus vier verschiedenen Momenten stammen und sich widersprechen. - Das Nachschlagewerk sitzt im
AppZustand, nicht in den Ansichten.Nachschlaghält Kategorien, Schlagwörter und Konten; jede Liste braucht zu einer ID den Namen, das Symbol und die Farbe. - Die Buchungsliste sucht erst beim Absenden. Je Tastendruck zu fragen hiesse, bei „Supermarkt" zehn Abrufe zu schicken, von denen neun niemanden interessieren.
Die Übertrags-Paarung steckt in Buchungszeile.zeilen (Modelle/Buchung.swift).
Zwei Dinge daran sind leicht falsch zu machen, beide durch Tests festgehalten:
- Zusammengefasst wird nur, wenn beide Beine in der Liste stehen. Sonst liesse ein Kontofilter Zeilen verschwinden, die zu diesem Konto gehören.
- Die Richtung kommt aus
richtungder Verknüpfung, nicht aus dem Vorzeichen — manche Banken liefern beide Beine positiv.
Die Modellprüfung ist jetzt ein Test
backend/scripts/erzeuge_ios_fixture.py legt eine Wegwerfdatenbank an,
befüllt sie so, dass jedes Feld einmal belegt ist, und schreibt 15 echte
Antworten nach ios/Tests/Fixtures/antworten.json. Der Swift-Test
Serverantworten entschlüsselt daraus jedes Modell.
Das ersetzt die Handarbeit, die hier früher beschrieben stand. Nach jeder Änderung an einem Schema das Skript neu laufen lassen und die Datei mit committen:
cd backend && .venv/bin/python -m scripts.erzeuge_ios_fixture
Wer ein Modell für Stufe 3 ergänzt, nimmt seinen Endpunkt in PFADE auf und
schreibt eine Zeile im Test dazu. Das ist die einzige Prüfung, die einen
vertippten Feldnamen fängt — der übersetzt anstandslos.
6. Was als Nächstes dran ist
Stufe 3 ist dran. Davor liegt nur noch Backend-Ergänzung D (unten), die zwei Kopier-Lücken im Budget.
Stufe 3 — Schreiben. Buchungen anlegen und ändern, Budget bearbeiten
(Monat und Vorlage, beide Betriebsarten fest/berechnet), Abos verwalten
samt Logo, Konten bearbeiten. Dazu Backend-Ergänzung D.
Stufe 4 — Arbeitsliste. Eingang mit Buchen, Verwerfen, Kategorie zuordnen, Übertragsvorschlägen und Dubletten. Fachlich der Teil, der am besten aufs Telefon gehört: eine Zeile, eine Entscheidung.
Stufe 5 — Nebenräume. Kategorien, Tags, Schlagwörter, Einstellungen, Bankabruf anstossen. Hier gehört auch das Einrichten des zweiten Faktors hin — bisher verweist die App dafür in den Browser.
Stufe 6 — Erweiterungen. Teilen-Menü und Kurzbefehle. Brauchen eigene Ziele
im Xcode-Projekt, eine App-Gruppe und eine geteilte
Schlüsselbund-Gruppe; Netzwerk/Ablage.swift hat dafür schon die beiden
Konstanten gruppe und schluesselbundGruppe (stehen auf nil). Für die
Kurzbefehle ist POST /api/quick/booking fertig: Header-Marke, idempotent über
external_id, fertig formulierte Antwort-Meldung.
Stufe 7 — Import, voll. Erkennen, Rohansicht, Spaltenzuordnung, Formateinstellungen, Zeilenfilter, editierbare Prüfansicht, Saldo-Abgleich, Vorlagen, Verlauf mit Rücknahme.
Zum Umfang, ehrlich
Die Weboberfläche hat rund 8900 Zeilen JSX. Nativ wird das nicht weniger. Stufe 2 hat rund 1800 Zeilen gebraucht; Stufen 3 bis 6 zusammen sind grob zwei bis drei Wochen, Stufe 7 nochmal zwei bis drei.
Stufe 3 wird die aufwendigste der verbliebenen: Schreiben heisst Formulare,
Fehlerbehandlung je Feld und der 409-Fall („nachfragen", oft mit
trotzdem=true wiederholbar). Lesen war dagegen geradeaus.
Stufe 7 steht bewusst am Ende. Alles davor ist für sich nutzbar. Der Ablauf
hat keinen Server-Zustand zwischen den Schritten: Die Datei wird bei jedem
Schritt neu hochgeladen, und beim Buchen gehen die Vorschauzeilen unverändert
zurück an den Server. Eine editierbare Prüftabelle mit 300 Zeilen und neun
Spaltenzuordnungen ist auf Telefonbreite ein Entwurfsproblem, kein
Übersetzungsproblem. Das Backend selbst sagt dazu in
backend/app/routers/quick.py: „Ein Auszug hat schnell hunderte Zeilen; die
am Telefon durchzusehen wäre keine Erleichterung." Der Nutzer kennt diesen
Einwand und will den vollen Import trotzdem.
7. Fallen und Arbeitsweise
Klartext-HTTP — der nächste Stolperstein
Das Projekt läuft mit der Voreinstellung von App Transport Security, also
nur https. Ein selbstgehosteter Server im Heimnetz unter http://… wird
abgewiesen, und http://localhost beim Entwickeln ebenso — obwohl
ServerAnsicht http ausdrücklich zulässt und ein Test das festhält
(„http bleibt http"). Wer gegen ein lokales Backend prüfen will, braucht
in project.yml eine ATS-Ausnahme. Das ist eine Sicherheitsentscheidung des
Nutzers: über Klartext geht die Gerätemarke, ein Vollzugang, mit jeder
Anfrage mit.
Was beim Übersetzen auffiel
Alles, was hier als verdächtig stand, hat gehalten: Lader als generische
@Observable-Klasse, der @MainActor/Actor-Übergang zwischen AppZustand
und CertainClient, Tab mit .tabViewStyle(.sidebarAdaptable), Swift
Testing statt XCTest. Eine Einschränkung: Das Projekt baut in Sprachfassung
Swift 5. Unter Swift 6 greift die strikte Nebenläufigkeitsprüfung, und die
Übergänge sind darauf nicht geschrieben — wer umstellen will, rechnet mit
Arbeit an genau diesen Stellen.
Schreibende Aufrufe mit Query statt Körper
Leicht zu übersehen, das Backend macht es an mehreren Stellen:
PUT /budget/template/category/{id}, PUT /budget/{label}/category/{id},
PUT /settings/{key}, POST /subscriptions/{id}/preis.
Konventionen des Projekts
- Alles auf Deutsch: Code-Kommentare, Bezeichner, Testnamen, Commit-
Meldungen, Oberflächentexte. Testnamen sind deutsche Aussagesätze,
ASCII-transliteriert (
test_app_marke_darf_lesen_und_schreiben). - Commits:
typ: Wirkung für den Nutzer, auf Deutsch, eine Wirkung je Commit. Fertige Arbeit wird committet und gepusht, ohne Rückfrage. - Kommentare erklären das Warum, nicht das Was — und zwar das, was der Code nicht zeigen kann. Das ganze Projekt ist so geschrieben; halte es durch.
- Neue Swift-Datei? Danach
cd ios && xcodegen generate. Die Ordner stehen einzeln inproject.yml; ein neuer Ordner will dort eine Zeile. - Tests:
cd backend && .venv/bin/python -m pytest tests/ -q(auf Windows./.venv/Scripts/python.exe). Python 3.12 im venv; das System-Python kann nicht bauen. Dauert hier rund 45 Sekunden. - Erwartung: alles grün, 438 Tests. Die zwei Ausfälle, die hier früher als
„vorbekannt rot" standen, waren ein Windows-Problem der alten Maschine
(
WinError 10106im Subprozess) und laufen auf diesem Rechner durch. Wer einen roten Test sieht, hat ihn verursacht. - Fehlt dem venv ein Modul (
ModuleNotFoundError), einmal.venv/bin/python -m pip install -r requirements.txt— es war hier nicht auf dem Stand vonrequirements.txt. - Heredocs in Bash scheitern an den deutschen Anführungszeichen („ ").
Für Dateien mit solchen Zeichen das Write-Werkzeug nehmen, nicht
cat <<EOF.
Offene Punkte, die der Nutzer bestimmt
- Name, Bundle-ID und Signierung — er legt das Projekt an.
- Ob die Benutzerverwaltung doch mit hinein soll.
- Ob eine neu vergebene App-Marke am Rechner bestätigt werden muss, bevor sie gilt. Sicherer, aber umständlich beim Einrichten eines neuen Geräts.