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certain/ios/UEBERGABE.md
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GuidoandClaude Opus 5 37b29934ef docs: Uebergabe, README und Fahrplan halten Stufe 2 fest
Was neu drinsteht, damit der naechste Agent es nicht selbst herausfinden muss:
die drei Entwurfsentscheidungen der Stufe 2 (Dashboard in einem Abruf,
Nachschlagewerk im AppZustand, Suche erst beim Absenden), die zwei Fallen der
Uebertrags-Paarung, und dass die Modellpruefung jetzt ein Test ist statt
Handarbeit - samt dem Befehl, die Pruefdatei neu zu erzeugen.

Naechster Schritt steht oben: Stufe 3, davor nur noch Backend-Ergaenzung D.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-21 20:25:11 +02:00

453 lines
21 KiB
Markdown

# Übergabe: iOS-App für Certain
**Für den nächsten Agenten.** Diese Datei ersetzt die Unterhaltung, in der die
App geplant wurde. Sie enthält alles, was du brauchst, ohne sie gelesen zu
haben: was entschieden ist, was fertig ist, was als Nächstes dran ist, und was
ich über das Backend herausgefunden habe. Lies sie ganz, bevor du anfängst —
die Abschnitte „Was das Backend vorgibt" und „Fallen" ersparen dir Tage.
Stand: 21.10.2026, Commit `ffe1870`. Alles committet und gepusht.
---
## 1. Worum es geht
Certain ist ein Haushaltsbuch: FastAPI-Backend (`backend/`) plus
React-Weboberfläche (`web/`), die das Backend mit ausliefert. Dazu kommt eine
native iOS-App in `ios/`, die sich über eine eingegebene Server-Adresse (wie
`budget.scarriffle.com`) an dasselbe Backend hängt.
**Ziel: alles, was die Weboberfläche kann.** Budget, Buchungen, Konten, Abos,
Dashboard, Arbeitsliste, Kategorien, Tags, Einstellungen, Bankabruf und der
volle CSV-Import.
### Die Rahmenbedingung, die es nicht mehr gibt
Bis zum 21.10.2026 stand hier: es gibt kein Xcode, der Swift-Code wird blind
geschrieben und nie übersetzt. **Das gilt nicht mehr.** Auf dieser Maschine
liegt Xcode 27 mit Simulatoren für iOS 26.5 und 27, und `ios/project.yml`
erzeugt das Projekt. Übersetzen, Tests und Starten im Simulator gehen hier
direkt:
```
cd ios && xcodegen generate # nach jeder neuen Datei
xcodebuild -project Certain.xcodeproj -scheme Certain \
-destination 'platform=iOS Simulator,name=iPhone 17 Pro' build # oder test
```
**Übersetze nach jeder Stufe selbst, statt dem Nutzer Fehler zu hinterlassen.**
Die kleinen Stufen bleiben trotzdem richtig — nicht wegen der Fehlersuche,
sondern damit jede Stufe für sich benutzbar ist.
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## 2. Entscheidungen des Nutzers
Alle schon gefallen. **Nicht erneut fragen.**
| Frage | Festgelegt |
|---|---|
| Backend erweitern | Ja, kleine Ergänzungen — jede einzeln vorlegen, bevor du sie schreibst |
| CSV-Import | **Voll, wie im Web** (trotz Abraten; steht deshalb als letzte Stufe) |
| Zusätzlicher Umfang | Arbeitsliste/Eingang, Kategorien und Tags, Einstellungen, Bankabruf anstossen |
| Dashboard | Feste iOS-Ansicht, kein Raster |
| iOS-Mindestversion | **iOS 26** |
| Ablieferung | Flache Ordner unter `ios/`; das Projekt entsteht seit dem 21.10. aus `project.yml` |
| Anmeldung | App-Token (im Backend ergänzt, siehe unten) |
| Erweiterungen | Teilen-Menü für Dateien, Kurzbefehle/Siri |
| Sprachen | Deutsch **und** Englisch |
| iPad | Richtig mitgedacht, zweispaltig |
| Offline | Zuletzt Geladenes mit „Stand von …" |
**Der Nutzer will jede Entscheidung selbst treffen.** Wenn eine Frage auftaucht,
die den Zuschnitt ändert: fragen, nicht annehmen.
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## 3. Was das Backend vorgibt
Die Befunde aus einer gründlichen Durchsicht. Sie bestimmen den ganzen Entwurf.
### Anmeldung
Die Web-API kennt **ausschliesslich ein Sitzungs-Cookie** (`get_current_user`
in `backend/app/deps.py`). Kein Bearer, kein Token im Body. Die Sitzung liegt
serverseitig in der Tabelle `sessions` (kein JWT), hält 30 Tage und
**verlängert sich nicht**.
Anmeldung ist ein **Formular**, kein JSON: `POST /api/auth/login` mit
`application/x-www-form-urlencoded`, Feldern `username` und `password`
(`OAuth2PasswordRequestForm`). JSON gibt 422.
Zwei-Faktor: Login antwortet `{"status": "2fa_required"}` und setzt ein
Pending-Cookie mit **10 Minuten** Laufzeit. Dann
`POST /api/auth/2fa/verify` mit `{"code": "...", "recovery": false}`. Nach
**fünf** Fehlversuchen ist die Zwischensitzung verbraucht.
Offene Pflichten sperren **jeden** Endpunkt mit `403` und einem
maschinenlesbaren `detail`: `password_change_required` oder
`mfa_setup_required`. Erreichbar bleiben nur `/health`, `/version`,
`/auth/me`, `/auth/logout`, `/auth/login`, `/auth/change-password`, `/auth/2fa`.
### Alles hängt unter `/api`
`GET /api/version` → `{"name": "Certain Finance", ...}`. Das ist die
Serverprüfung. **Wichtig:** Jeder unbekannte Pfad ausserhalb `/api` liefert mit
Status 200 die Weboberfläche aus — nur `/api/version` kann einen fremden Server
sicher ausschliessen.
### Fehlerformat
`{"detail": "..."}` — aber bei 422 ist `detail` eine **Liste** von
Pydantic-Meldungen statt einer Zeichenkette. `Netzwerk/APIFehler.swift` fängt
beides ab; wer das übersieht, verliert bei jedem Eingabefehler die Meldung.
Statuscodes: 401 nicht angemeldet, 403 verboten oder Pflicht offen, 404 auch
für fremde IDs (bewusst, Mandanten-Isolation), **409 heisst „nachfragen"** und
lässt sich oft mit `trotzdem=true` wiederholen, 400/422 ungültig.
### Beträge
**Alles sind Cent-Ganzzahlen.** Nirgends Fliesskomma (einzige Ausnahme:
`QuickBookingIn.amount`). Drei Felder an einer Buchung:
- `amount_cents` — in der **Kontowährung**
- `amount_eur_cents` — beim Speichern **eingefrorener** EUR-Wert
- `amount_base_cents` — bei jedem Lesen in die Hauptwährung umgerechnet
Der Client rechnet **nichts** davon selbst. Kontosalden, Budget-Soll/Ist,
Vertrags-Monatswerte, Dashboard-Zahlen kommen alle fertig. Der Client
formatiert nur — und rechnet Prozente und „Rest", die es in der API nicht gibt.
Achtung: `*_base_cents` kann still auf den nativen Wert zurückfallen, wenn kein
Wechselkurs vorliegt. Die `ohne_kurs`-Listen in den Antworten sagen, wann das
passiert. Wer sie nicht anzeigt, zeigt stillschweigend falsche Summen.
### Zeitstempel — die Falle, die mich Zeit gekostet hat
`created_at` und Konsorten kommen als `2026-10-20T14:18:15.780705` — **ohne
Zeitzone, mit sechs Stellen Mikrosekunden**. Beide Standard-ISO8601-Leser von
Foundation scheitern daran, weil sie eine Zone verlangen. `Modelle/Zeitangaben.swift`
hat deshalb einen dritten Leser. Tagesdaten (`date`, `opening_date`) sind
dagegen reine `"2026-07-14"`. Zwei getrennte Typen statt einer
Decoder-Strategie — das ist Absicht, siehe Kommentar dort.
### Zwei Dinge, die fachlich im Frontend sitzen
Die App muss sie nachbauen, das Backend hilft nicht:
1. **Was ein Übertrag ist.** Entweder `type == "transfer"` **oder** die Buchung
steht in `GET /api/transactions/links`. Es gibt zwei Mechanismen
nebeneinander: ein Übertrag am Stück (eine Buchung mit `to_account_id`) und
die Verknüpfungs-Schicht `TransferLink` (zwei getrennte Buchungen, wie die
Bank sie liefert; keine davon wird verändert). Das Zusammenfassen beider
Beine zu **einer** Anzeigezeile macht heute nur der Browser
(`web/src/pages/Transactions.jsx`, Suche nach `paarZu`).
2. **Welche Verträge in `aus_vertraegen_cents` stecken.** Das Backend liefert
nur die Summe; welche Abos dahinterstehen, ermittelt das Frontend selbst aus
`/subscriptions` nach `category_id`.
### Buchungsliste
`GET /api/transactions` kennt `account_id`, `category_id`, `uncategorized`,
`type`, `date_from`, `date_to`, `limit` (Standard **5000**), `offset` und seit
Ergänzung B auch `q`, `tag_id`, `subscription_id`. **Keine** wählbare
Sortierung — immer Datum absteigend, dann ID absteigend.
Die Weboberfläche lädt weiter alles und filtert im Browser; sie wurde nicht
umgestellt, weil sie so funktioniert. Die App soll die Filter benutzen.
### Was nicht in die App kommt
- **Bankkonten verbinden.** Die Bank leitet fest auf
`{base_url}/bank/rueckkehr` zurück, registriert bei Enable Banking. Abrufen,
Salden holen und Konten zuordnen läuft nativ — nur das Herstellen nicht.
- **Postfach einrichten** (IMAP-Zugangsdaten) und **Sicherung/Wiederherstellung**
(ersetzt die ganze Datenbank). Gehört an den Rechner.
- **Benutzerverwaltung** (`/users`, `/policy`) — Administration, weggelassen,
solange der Nutzer nicht widerspricht.
- **Belege als Anhang gibt es nicht.** Im Datenmodell existiert nichts
dergleichen. `POST /api/documents/preview` ist eine Einbahnstrasse: Bild rein,
erkannter Text und Buchungsvorschläge raus, die Datei wird nicht gespeichert.
---
## 4. Backend-Ergänzungen
Vier geplant. **A, B und C sind fertig**, D steht aus. Jede einzeln dem Nutzer
vorlegen, bevor du sie schreibst.
### A — App-Token ✅ (Commit `8a7545b`)
`TokenScope` hat neben `quick_add` jetzt `app`. `get_current_user` akzeptiert
den Header `X-Certain-Token`, wenn die Marke diese Reichweite hat. Kein
Migrationsschritt nötig — `_enum()` legt Enums ohne DB-Bedingung ab.
Die Prüfung sitzt in `_session_user` (`backend/app/deps.py`), **nicht** in
`get_current_user` — damit auch `enforce_account_state` die Marke sieht und
eine App nicht an der Passwortwechsel-Pflicht vorbeikommt.
Zwei Dinge, die die Tests festhalten (`backend/tests/test_app_marke.py`,
7 Stück):
- Eine `quick_add`-Marke ist **nicht** still zum Vollzugang geworden. Sie gilt
weiter nur an den drei `/quick`-Endpunkten.
- Eine App-Marke darf **keine weitere ausstellen** (`require_cookie_session` an
`POST /api/inbox/tokens`). Sonst stellte ein Dieb sich Ersatzschlüssel aus
und das Widerrufen liefe ins Leere.
### B — Suche und Tag-Filter auf `/transactions` ✅
Drei Query-Parameter: `q` (Volltext über `payee`, `description`, `notes`),
`tag_id`, `subscription_id`. Der Tag-Filter arbeitet mit einer Unterabfrage
wie der `uncategorized`-Zweig daneben, nicht mit einem Join — sonst käme eine
Buchung so oft zurück, wie sie Tags trägt.
Zwei Dinge, die die Tests festhalten (`backend/tests/test_buchungssuche.py`,
7 Stück):
- `%` und `_` im Suchtext sind **Zeichen, keine Platzhalter**. Sonst fände
die Eingabe „50%" alles.
- Ein fremder `tag_id` liefert **nichts**, nicht etwa alles. Der Filter
schlägt auf `TransactionTag.owner_id` an.
Grenze: SQLite vergleicht bei LIKE nur ASCII ohne Rücksicht auf Gross- und
Kleinschreibung. „Müller" findet „müller" nicht. Reicht, bis jemand es meldet.
Der lokale Name `q` im Router hiess vorher die Abfrage selbst; die heisst
jetzt `abfrage`, damit der Query-Parameter `q` heissen kann.
### C — `GET /budget/template` liefert `modus` und `zuschlag_cents` ✅
Beide fehlten in der Antwort (`backend/app/routers/budgets.py`), obwohl das
Modell sie führt und `PUT` sie zurückgibt. Jetzt stehen sie in jeder Zeile.
Test: `test_vorlage_nennt_betriebsart_und_zuschlag` in `test_budget.py`.
Das war der stillere der beiden Fehler: Ein Client, der die Vorlage so liest,
zeigt eine berechnete Zeile als feste **und schreibt sie beim nächsten
Speichern auch als feste zurück**. Die Weboberfläche traf es nicht, weil sie
die Betriebsart aus der Monatsansicht nimmt.
### D — Zwei Kopier-Lücken im Budget (offen)
`copy_template_to_month` und `template_from_month` in
`backend/app/services/budget.py` übernehmen nur `planned_cents`. Ein
„berechneter" Eintrag fällt beim Kopieren still auf „fest" zurück. Das ist ein
**bestehender Fehler**, kein App-Thema — aber die App macht ihn sichtbar, weil
sie beide Richtungen anbietet. Nötig für Stufe 3.
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## 5. Was fertig ist — Stufen 1 und 2 ✅
### Stufe 1 (Commit `6b86a6b`)
21 Swift-Dateien, rund 2600 Zeilen, in `ios/`:
| Ordner | Inhalt |
|---|---|
| `App/` | `CertainApp` (Einstieg), `AppZustand` (zentraler Zustand), `RootAnsicht` (Navigation) |
| `Netzwerk/` | `CertainClient` (Actor um URLSession), `Endpunkte`, `APIFehler`, `Ablage` (Voreinstellungen + Schlüsselbund), `Zwischenspeicher` (offline), `Lader` |
| `Modelle/` | `Grundmodelle` (Benutzer, Marke, Einstellungen, Serverkennung), `Konto`, `Zeitangaben` |
| `Bausteine/` | `Geldbetrag`, `Darstellung` (Farben, Symbolzuordnung, Plakette), `Zustandsansichten` |
| `Anmeldung/` | Server-Adresse, Anmeldung, zweiter Faktor, Passwortwechsel |
| `Konten/` | `KontenListe` — die erste Fachansicht |
| `Einstellungen/` | Platzhalter: zeigt den Zugang und lässt abmelden |
| `Texte/` | `de.lproj` und `en.lproj`, zeilengleich |
| `Tests/` | `GrundlagenTests` — reine Logik, Swift Testing, 28 Stück |
| `project.yml` | XcodeGen-Spezifikation, erzeugt `Certain.xcodeproj` |
### Wie die Anmeldung abläuft
1. Nutzer gibt die Adresse ein → `GET /api/version` prüft, ob dort Certain läuft.
2. Nutzer meldet sich an → normales Cookie, inklusive 2FA und
Pflicht-Passwortwechsel.
3. **Noch in derselben Sitzung** legt die App über `POST /api/inbox/tokens` mit
`scope: "app"` eine Marke an und legt den Klartext in den **Schlüsselbund**.
4. Danach trägt nur noch der Header. Das Cookie wird weggeworfen
(`vergissCookies()`).
Kein Passwort auf dem Gerät, kein Ablauf nach 30 Tagen, einzeln widerrufbar.
### Was geprüft ist
Jedes Modellfeld wurde gegen **echte Antworten eines laufenden Backends**
verglichen (`/api/version`, `/api/auth/me`, `/api/accounts`, `/api/settings`,
`/api/inbox/tokens`). Alle Namen stimmen. **Mach das bei jeder weiteren Stufe
genauso** — das ist die einzige Prüfung, die beim blinden Schreiben wirklich
etwas fängt. Wie: Ein kleines Python-Skript mit `TestClient` gegen eine
Wegwerf-Datenbank, Felder flach ausgeben, mit den `CodingKeys` vergleichen.
(Das Passwort der Dev-Datenbank unter `backend/data/app.db` ist unbekannt —
nicht raten, eine frische Testdatenbank nehmen.)
### Dass es übersetzt, ist inzwischen geprüft
Am 21.10.2026 gebaut, getestet und gestartet (Commit `ffe1870`). Genau **ein**
Übersetzungsfehler in 2600 blind geschriebenen Zeilen: der Vorgabewert
`[String: String] = []` in `CertainClient.schickeDatei` musste `[:]` heissen.
Sonst keine Fehler, keine Warnung im eigenen Code. Die 28 Tests laufen durch,
die App startet im Simulator bei der Serverabfrage.
**Noch nicht geprüft: der Weg gegen ein echtes Backend.** Anmelden, zweiter
Faktor, Marke anlegen, Kontenliste — das lief bisher nur gegen die Modelle,
nicht gegen einen laufenden Server. Siehe „Klartext-HTTP" unten.
### Stufe 2 — Lesen ✅ (Commit `bf437b3`)
Vier neue Reiter, dazu die Modelle und Endpunkte darunter:
| Ordner | Inhalt |
|---|---|
| `Dashboard/` | `DashboardAnsicht` — vier feste Karten, **ein** Abruf |
| `Budget/` | `BudgetAnsicht` — Soll/Ist je Gruppe, blätterbar |
| `Buchungen/` | `BuchungsListe` — Suche und Filter im Server |
| `Abos/` | `AboListe` — Monats- und Jahressumme, Fälligkeit |
| `Modelle/` | `Buchung`, `Budget`, `Abo`, `Kategorie`, `Dashboard` |
Drei Entscheidungen, die man kennen sollte, bevor man daran weiterbaut:
1. **Das Dashboard holt alles in einem Wert** (`Dashboarddaten`). Vier
getrennte Zwischenspeicher könnten offline aus vier verschiedenen
Momenten stammen und sich widersprechen.
2. **Das Nachschlagewerk sitzt im `AppZustand`**, nicht in den Ansichten.
`Nachschlag` hält Kategorien, Schlagwörter und Konten; jede Liste braucht
zu einer ID den Namen, das Symbol und die Farbe.
3. **Die Buchungsliste sucht erst beim Absenden.** Je Tastendruck zu fragen
hiesse, bei „Supermarkt" zehn Abrufe zu schicken, von denen neun niemanden
interessieren.
**Die Übertrags-Paarung steckt in `Buchungszeile.zeilen`** (`Modelle/Buchung.swift`).
Zwei Dinge daran sind leicht falsch zu machen, beide durch Tests festgehalten:
- Zusammengefasst wird **nur, wenn beide Beine in der Liste stehen**. Sonst
liesse ein Kontofilter Zeilen verschwinden, die zu diesem Konto gehören.
- Die Richtung kommt aus `richtung` der Verknüpfung, **nicht aus dem
Vorzeichen** — manche Banken liefern beide Beine positiv.
### Die Modellprüfung ist jetzt ein Test
`backend/scripts/erzeuge_ios_fixture.py` legt eine Wegwerfdatenbank an,
befüllt sie so, dass jedes Feld einmal belegt ist, und schreibt 15 echte
Antworten nach `ios/Tests/Fixtures/antworten.json`. Der Swift-Test
`Serverantworten` entschlüsselt daraus jedes Modell.
**Das ersetzt die Handarbeit, die hier früher beschrieben stand.** Nach jeder
Änderung an einem Schema das Skript neu laufen lassen und die Datei mit
committen:
```
cd backend && .venv/bin/python -m scripts.erzeuge_ios_fixture
```
Wer ein Modell für Stufe 3 ergänzt, nimmt seinen Endpunkt in `PFADE` auf und
schreibt eine Zeile im Test dazu. Das ist die einzige Prüfung, die einen
vertippten Feldnamen fängt — der übersetzt anstandslos.
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## 6. Was als Nächstes dran ist
**Stufe 3 ist dran.** Davor liegt nur noch Backend-Ergänzung **D** (unten),
die zwei Kopier-Lücken im Budget.
**Stufe 3 — Schreiben.** Buchungen anlegen und ändern, Budget bearbeiten
(Monat und Vorlage, beide Betriebsarten `fest`/`berechnet`), Abos verwalten
samt Logo, Konten bearbeiten. Dazu Backend-Ergänzung **D**.
**Stufe 4 — Arbeitsliste.** Eingang mit Buchen, Verwerfen, Kategorie zuordnen,
Übertragsvorschlägen und Dubletten. Fachlich der Teil, der am besten aufs
Telefon gehört: eine Zeile, eine Entscheidung.
**Stufe 5 — Nebenräume.** Kategorien, Tags, Schlagwörter, Einstellungen,
Bankabruf anstossen. Hier gehört auch das **Einrichten** des zweiten Faktors
hin — bisher verweist die App dafür in den Browser.
**Stufe 6 — Erweiterungen.** Teilen-Menü und Kurzbefehle. Brauchen eigene Ziele
im Xcode-Projekt, eine **App-Gruppe** und eine **geteilte
Schlüsselbund-Gruppe**; `Netzwerk/Ablage.swift` hat dafür schon die beiden
Konstanten `gruppe` und `schluesselbundGruppe` (stehen auf `nil`). Für die
Kurzbefehle ist `POST /api/quick/booking` fertig: Header-Marke, idempotent über
`external_id`, fertig formulierte Antwort-Meldung.
**Stufe 7 — Import, voll.** Erkennen, Rohansicht, Spaltenzuordnung,
Formateinstellungen, Zeilenfilter, editierbare Prüfansicht, Saldo-Abgleich,
Vorlagen, Verlauf mit Rücknahme.
### Zum Umfang, ehrlich
Die Weboberfläche hat rund 8900 Zeilen JSX. Nativ wird das nicht weniger.
Stufe 2 hat rund 1800 Zeilen gebraucht; Stufen 3 bis 6 zusammen sind grob
zwei bis drei Wochen, Stufe 7 nochmal zwei bis drei.
Stufe 3 wird die aufwendigste der verbliebenen: Schreiben heisst Formulare,
Fehlerbehandlung je Feld und der 409-Fall („nachfragen", oft mit
`trotzdem=true` wiederholbar). Lesen war dagegen geradeaus.
Stufe 7 steht bewusst am Ende. Alles davor ist für sich nutzbar. Der Ablauf
hat **keinen Server-Zustand** zwischen den Schritten: Die Datei wird bei jedem
Schritt neu hochgeladen, und beim Buchen gehen die Vorschauzeilen unverändert
zurück an den Server. Eine editierbare Prüftabelle mit 300 Zeilen und neun
Spaltenzuordnungen ist auf Telefonbreite ein Entwurfsproblem, kein
Übersetzungsproblem. Das Backend selbst sagt dazu in
`backend/app/routers/quick.py`: *„Ein Auszug hat schnell hunderte Zeilen; die
am Telefon durchzusehen wäre keine Erleichterung."* Der Nutzer kennt diesen
Einwand und will den vollen Import trotzdem.
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## 7. Fallen und Arbeitsweise
### Klartext-HTTP — der nächste Stolperstein
Das Projekt läuft mit der Voreinstellung von App Transport Security, also
**nur https**. Ein selbstgehosteter Server im Heimnetz unter `http://…` wird
abgewiesen, und `http://localhost` beim Entwickeln ebenso — obwohl
`ServerAnsicht` http ausdrücklich zulässt und ein Test das festhält
(„http bleibt http"). Wer gegen ein lokales Backend prüfen will, braucht
in `project.yml` eine ATS-Ausnahme. Das ist eine Sicherheitsentscheidung des
Nutzers: über Klartext geht die Gerätemarke, ein Vollzugang, mit jeder
Anfrage mit.
### Was beim Übersetzen auffiel
Alles, was hier als verdächtig stand, hat gehalten: `Lader` als generische
`@Observable`-Klasse, der `@MainActor`/Actor-Übergang zwischen `AppZustand`
und `CertainClient`, `Tab` mit `.tabViewStyle(.sidebarAdaptable)`, Swift
Testing statt XCTest. Eine Einschränkung: Das Projekt baut in **Sprachfassung
Swift 5**. Unter Swift 6 greift die strikte Nebenläufigkeitsprüfung, und die
Übergänge sind darauf nicht geschrieben — wer umstellen will, rechnet mit
Arbeit an genau diesen Stellen.
### Schreibende Aufrufe mit Query statt Körper
Leicht zu übersehen, das Backend macht es an mehreren Stellen:
`PUT /budget/template/category/{id}`, `PUT /budget/{label}/category/{id}`,
`PUT /settings/{key}`, `POST /subscriptions/{id}/preis`.
### Konventionen des Projekts
- **Alles auf Deutsch**: Code-Kommentare, Bezeichner, Testnamen, Commit-
Meldungen, Oberflächentexte. Testnamen sind deutsche Aussagesätze,
ASCII-transliteriert (`test_app_marke_darf_lesen_und_schreiben`).
- **Commits**: `typ: Wirkung für den Nutzer`, auf Deutsch, eine Wirkung je
Commit. Fertige Arbeit wird committet und gepusht, ohne Rückfrage.
- **Kommentare erklären das Warum**, nicht das Was — und zwar das, was der Code
nicht zeigen kann. Das ganze Projekt ist so geschrieben; halte es durch.
- **Neue Swift-Datei?** Danach `cd ios && xcodegen generate`. Die Ordner stehen
einzeln in `project.yml`; ein neuer Ordner will dort eine Zeile.
- **Tests**: `cd backend && .venv/bin/python -m pytest tests/ -q` (auf Windows
`./.venv/Scripts/python.exe`). Python 3.12 im venv; das System-Python kann
nicht bauen. Dauert hier rund 45 Sekunden.
- **Erwartung: alles grün**, 438 Tests. Die zwei Ausfälle, die hier früher als
„vorbekannt rot" standen, waren ein Windows-Problem der alten Maschine
(`WinError 10106` im Subprozess) und laufen auf diesem Rechner durch. Wer
einen roten Test sieht, hat ihn verursacht.
- **Fehlt dem venv ein Modul** (`ModuleNotFoundError`), einmal
`.venv/bin/python -m pip install -r requirements.txt` — es war hier nicht
auf dem Stand von `requirements.txt`.
- **Heredocs in Bash scheitern** an den deutschen Anführungszeichen („ ").
Für Dateien mit solchen Zeichen das Write-Werkzeug nehmen, nicht `cat <<EOF`.
### Offene Punkte, die der Nutzer bestimmt
- Name, Bundle-ID und Signierung — er legt das Projekt an.
- Ob die Benutzerverwaltung doch mit hinein soll.
- Ob eine neu vergebene App-Marke am Rechner bestätigt werden muss, bevor sie
gilt. Sicherer, aber umständlich beim Einrichten eines neuen Geräts.