feat: Kreditkarten-Auszuege lesen sich von selbst richtig herum

Auf einem Kartenauszug ist +6,00 eine AUSGABE und -10,00 die Zahlung der
Rechnung. Certain kannte diese Leserichtung nicht. Der scheinbare Ausweg
"Ein Betrag (immer Ausgabe)" machte auch die Rechnungszahlung und jede
Gutschrift zur Ausgabe.

Neuer Betragsmodus "signed_inverted". Er dreht Betrag UND Saldospalte:
Ein Auszug, der einen Einkauf als +6 fuehrt, schreibt auch den Saldo so –
die Schuld steigt. Wer nur den Betrag dreht, bekommt bei jeder einzelnen
Zeile eine Abweichung gemeldet, und die einzige Kontrollinstanz des
Imports wird wertlos. Dazu gibt es jetzt einen Test.

Waehlen muss den Modus niemand: /imports/detect erkennt jetzt auch das
KONTO – erkenne_konto konnte das laengst, benutzt hat es nur der
Telefon-Kurzbefehl. Ist das erkannte Konto eine Kreditkarte, wird die
Leserichtung mitgesetzt. Eng gefasst: nur bei einer Betragsspalte, nur
aus "signed" heraus, nur bei sicher erkanntem Konto. Und nie still – in
der Pruefansicht steht, dass umgekehrt gelesen wird, und wo man es
aendert.

Drei Dinge, die dabei auffielen:

- Der Abgleich rechnete mit dem Vorzeichen, gebucht wird aber nach Art
  (abs(Betrag) + Ausgabe/Einnahme). Wer eine Zeile umstellte, pruefte
  eine Buchung, die so nie entsteht.
- Dieselbe Luecke in der Vorschau: Die Betragsspalte faerbte nach dem
  Rohvorzeichen. Ein Umstellen aenderte sichtbar nichts.
- Auf Kartenauszuegen heisst die Empfaengerspalte "Haendler", und viele
  fuehren die eigene Kontonummer in jeder Zeile mit. Die gewann die
  Spaltenwahl ueber die Textlaenge – heraus kam eine Liste, in der bei
  jeder Buchung dasselbe stand.

Neu ausserdem eine Summenzeile je Richtung und eine Sammelaktion: Ist
eine Datei durchgehend verkehrt herum gelesen, sind alle Zeilen
betroffen, und bei 150 Positionen ist Einzelkorrektur keine Moeglichkeit.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
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2026-09-30 20:44:06 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
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+81 -5
View File
@@ -112,8 +112,11 @@ KOPF_HINWEISE = {
"date": ("buchung", "booked", "datum", "date", "valuta"),
"amount": ("betrag", "amount", "umsatz", "credit", "debit"),
"balance": ("saldo", "balance", "kontostand"),
# „haendler"/„merchant" kommen von Kreditkarten – dort heisst die Spalte
# praktisch nie „Empfaenger". Beide Schreibweisen, weil normalize_text nur
# kleinschreibt und Umlaute stehen laesst.
"payee": ("empfaenger", "empfänger", "partner", "beschreibung", "description",
"text", "name", "auftraggeber"),
"text", "name", "auftraggeber", "haendler", "händler", "merchant"),
"purpose": ("zweck", "reference", "verwendung", "mitteilung", "referenz"),
"counterparty_iban": ("iban",),
}
@@ -245,9 +248,35 @@ def erkenne_format(data: bytes, encoding: str = "utf-8") -> dict:
saldo_i = next((i for i in geldspalten
if i != betrag_i and _kopf_passt(kopf[i], "balance")), None)
# Kontonummern sind kein Empfaenger. Viele Auszuege – Kreditkarten fast
# immer – fuehren die eigene IBAN in jeder Zeile; sie ist laenger als jeder
# Haendlername und gewaenne die Spaltenwahl allein ueber die Textlaenge.
# Herausgekommen waere eine Liste, in der bei jeder Buchung dasselbe steht.
# Zwei Bedingungen, beide noetig:
#
# 1. In fast jeder Zeile steht DASSELBE. Was sich nicht von Buchung zu
# Buchung aendert, sagt ueber die einzelne Buchung nichts aus.
# 2. Es sieht aus wie eine Kontonummer: zusammenhaengend, alphanumerisch,
# mindestens 15 Zeichen, mit Ziffern.
#
# Die erste Bedingung allein waere zu scharf (ein kurzer Auszug kann
# denselben Haendler mehrfach enthalten), die zweite allein auch: Ein
# Verwendungszweck wie „Rechnung 12345 vom 01.02." ergaebe ohne Trennzeichen
# ebenfalls eine lange Zeichenkette.
def _ist_kontonummer(i: int) -> bool:
werte = _spaltenwerte(zeilen, i)
if not werte:
return False
haeufigste = max(Counter(werte).values())
if haeufigste < 0.8 * len(werte):
return False
wert = werte[0].replace(" ", "")
return len(wert) >= 15 and wert.isalnum() and any(c.isdigit() for c in wert)
text_spalten = sorted(
((i, sum(len(w) for w in _spaltenwerte(zeilen, i)) / max(1, len(zeilen)))
for i in range(len(kopf)) if i not in (datum_i, betrag_i, saldo_i)),
for i in range(len(kopf))
if i not in (datum_i, betrag_i, saldo_i) and not _ist_kontonummer(i)),
key=lambda x: -x[1],
)
lange = [i for i, laenge in text_spalten if laenge >= 3]
@@ -582,7 +611,14 @@ def state_is_bookable(state: str | None) -> bool:
def parse_file_to_candidates(data: bytes, template: ImportTemplate) -> list[dict]:
"""Zerlegt die Datei anhand des Templates in rohe Kandidaten-Zeilen."""
"""Zerlegt die Datei anhand des Templates in rohe Kandidaten-Zeilen.
Nur fuer den DATEI-Import. Die Bankanbindung (bank_sync), der Beleg-Import
(documents) und der Telefon-Kurzbefehl (quick) bauen ihre Kandidaten selbst
und brauchen keine Vorzeichen-Umkehr: Sie bekommen die Richtung vom
Gegenueber mitgeliefert. Was hier ueber amount_mode entschieden wird, gilt
deshalb ausdruecklich nicht fuer sie.
"""
cmap = json.loads(template.column_map or "{}")
def col(field: str) -> int | None:
@@ -610,6 +646,28 @@ def parse_file_to_candidates(data: bytes, template: ImportTemplate) -> list[dict
# Getrennte Gebührenspalte (z. B. Revolut) mindert den Betrag.
fee = parse_amount(cell("fee"), template.decimal_sep)
balance = parse_amount(cell("balance"), template.decimal_sep)
# Kreditkarten-Konvention: + ist eine Ausgabe.
#
# Die SALDO-Spalte muss mitgedreht werden, nicht nur der Betrag. Ein
# Auszug, der einen Einkauf als +6 fuehrt, schreibt auch den Saldo so:
# die Schuld steigt. Dreht man nur den Betrag, rechnet reconcile
# „erwartet = Saldo[i] − Saldo[i−1]" gegen die alte Richtung und meldet
# bei JEDER Zeile eine Abweichung – die einzige Kontrollinstanz des
# Imports schluege bei einem korrekten Auszug durchgehend Alarm, und
# der Nutzer lernte, sie zu ueberlesen.
#
# Vor dem Gebuehrenblock, weil der beide Werte weiterverwendet
# (vorheriger_saldo). Sonst mischten sich zwei Vorzeichenwelten.
#
# Die Gebuehr bleibt, wie sie ist: Sie geht ueber abs() ein und mindert
# den Betrag in jedem Fall.
if template.amount_mode == AmountMode.signed_inverted:
if amount is not None:
amount = -amount
if balance is not None:
balance = -balance
if amount is not None and fee:
if amount == 0:
# Reine Gebührenzeile: Ob belastet oder erstattet („Erstattung für
@@ -826,10 +884,28 @@ def reconcile(rows: list[dict]) -> dict:
Duplikate und Gegenbuchungen zählen mit: deren Betrag steckt bereits in
einer früher gebuchten Buchung. Eine Zeile, die auf ein Gegenkonto wartet,
zählt dagegen NICHT – sie ist unterwegs verloren, und genau das soll der
Abgleich melden."""
Abgleich melden.
Die Richtung kommt aus ``type``, nicht aus dem Vorzeichen: Gebucht wird
am Ende ``abs(betrag)`` plus Art (siehe _make_transaction). Wer eine
Zeile von Ausgabe auf Einnahme stellt, aendert damit, was im Konto
ankommt – und der Abgleich muss dasselbe rechnen, sonst prueft er eine
Buchung, die so nie entsteht.
Fuer frisch geparste Zeilen aendert das nichts: Dort stammt ``type``
selbst aus dem Vorzeichen, beide Wege fuehren zum selben Wert.
"""
if not r.get("valid"):
return 0
return r.get("amount_cents") or 0
betrag = r.get("amount_cents") or 0
art = r.get("type")
if art == "expense":
return -abs(betrag)
if art == "income":
return abs(betrag)
# Uebertrag (oder gar kein Typ): Die Richtung steckt im Vorzeichen –
# negativ heisst, das Geld verlaesst dieses Konto.
return betrag
# Manche Banken exportieren neueste Buchung zuerst – für den Abgleich drehen.
dated = [r["date"] for r in seq if r.get("date")]