ScarriffleandClaude Opus 5 c4081ff251 Stufe 4: Fortschritt ab der ersten Sekunde, ohne Schwelle
Der Anlass für diesen Server, jetzt als Code. Fortschritt, Gesehen-Status,
Weiterschauen, Nächste Folge, Favoriten und Bewertungen — alles je Benutzer.

**Die Jellyfin-Werte sind jetzt belegt statt behauptet.** Das Entwurfsdokument
hatte das ausdrücklich offengelassen („aus dem Gedächtnis"); hier stehen sie
aus `MediaBrowser.Model/Configuration/ServerConfiguration.cs` und
`Emby.Server.Implementations/Library/UserDataManager.cs`:

| | Vorgabe | Was passiert |
|---|---|---|
| `MinResumePct` | 5 | darunter `positionTicks = 0` — Kommentar im Quelltext: „ignore progress during the beginning" |
| `MaxResumePct` | 90 | darüber gesehen, Position **auf 0** |
| `MinResumeDurationSeconds` | 300 | alles unter fünf Minuten gilt nach dem ersten Lebenszeichen als gesehen |

Bei einem Zweistünder sind die ersten sechs Minuten damit weg. Eine
vierminütige Folge gilt nach dreissig Sekunden als vollständig gesehen. Und
fehlt die Laufzeit, nimmt Jellyfin an, der Titel sei durch — wörtlich:
„we'll just have to assume it was fully played".

**Flaro legt jede Meldung ab und wirft nie eine Position weg.** Eine Grenze
fürs Häkchen gibt es trotzdem — 90 %, sonst stünde jeder zu Ende geschaute
Film für immer bei 98 % in Weiterschauen. Der Unterschied ist nicht, *dass*
es die Grenze gibt, sondern was sie anrichtet: hier wird ein Häkchen gesetzt,
dort zusätzlich die Stelle vernichtet. Wer einen gesehenen Film noch einmal
anfängt, hat beides — das Häkchen und den Punkt, an dem er steht.

Ohne bekannte Laufzeit wird nichts vermutet. Das ist der Fehler, den man
nicht zurücknehmen kann, ohne ihn zu bemerken.

---

**Eine Spalte statt einer zweiten Regel.** „Gehört in Weiterschauen" vergleicht
die Stelle mit einem Anteil der Laufzeit, und diese Rechnung lässt sich nicht
nach SQL übersetzen. Die Regel daneben noch einmal als Abfrage zu schreiben
wäre die Variante, bei der beide irgendwann auseinanderlaufen — unbemerkt,
weil keine von beiden dabei falsch aussieht. Stattdessen hält `InProgress`
das Ergebnis fest, geschrieben an genau einer Stelle. Eine Prüfung hält Reihe
und Regel über vier Stände gegeneinander.

**„Weiterschauen" und „Nächste Folge" überschneiden sich nicht.** Was
angefangen ist, steht links; was ansteht, rechts. Jellyfin zeigt beides
doppelt, und auf einer Startseite mit zwei Reihen nebeneinander sieht das
nach einem Fehler aus.

Dazu, weil die App sie braucht: Einzelabruf für Film und Serie, die nächste
Folge nach einer gegebenen, und der Zustand hängt an jeder Liste mit dran —
in einer Abfrage je Seite, nicht in einer je Titel.

Ein Titel wird über seine Kennung allein angesprochen, ohne dass der Aufrufer
sagen muss, ob es ein Film oder eine Folge ist. Die App hat diese Auskunft an
der Stelle nicht.

348 Tests grün. Im Container nachgewiesen: fünf Minuten „Der Untergang" von
2:36 bleiben stehen, bei Minute 150 kommt das Häkchen und die Stelle bleibt,
beim zweiten Anlauf steht der Film mit beidem wieder in der Reihe — und nach
Folge 1 von Dark zeigt „Nächste Folge" S01E02.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-03 21:25:55 +02:00

Flaro

Ein nativer Jellyfin-Client für iPhone, iPad, Mac und Apple TV — dunkel, mit ausfahrbarer Seitenleiste und Offline-Downloads.

Der Name ist ein Platzhalter. Siehe Flaro/Branding.swift.

Stand

Alle sechs Phasen sind gebaut. Anmeldung, Blättern und Wiedergabe laufen am echten Server; der Rest ist unterschiedlich weit geprüft.

Der Fahrplan steht in docs/superpowers/specs/2026-09-11-flaro-design.md.

Phase Inhalt Stand
0 Projektgerüst, Design-Tokens, Navigation ✅
1 Anmeldung, Bibliothek, DirectPlay ✅ am Server geprüft, iPhone und iPad
2 Transcoding, adaptive Bitrate, Spuren, Sync ✅ Wiedergabe geprüft; Transcoding selbst noch nicht erzwungen
3 Download-Engine und Offline-Wiedergabe ⚠️ Downloads starten, Offline-Wiedergabe noch nicht bestätigt
4 Download-Intelligenz ⚠️ komprimierte Downloads ungeprüft
5 Feinschliff und Personalisierung ✅ gebaut, teilweise geprüft
6 Live-TV mit EPG ⚠️ Empfänger werden gefunden, Sender noch nicht bestätigt

„Ungeprüft" heißt: die Logik ist von Tests abgedeckt, an einem echten Bestand aber noch nicht gesehen.

Was der Praxistest gelehrt hat

Drei Fehler, die kein Test gefunden hätte, weil sie in Annahmen über fremde Bibliotheken steckten — sie stehen als Warnung im jeweiligen Quelltext:

  • URLSessionDownloadTask gilt auch bei 404 als erfolgreich und legt die Fehlerseite als Datei ab.
  • Hintergrund-Sitzungen setzen abgerissene Übertragungen still bei null fort, ohne es zu melden — gemessen wurden sieben Anläufe hintereinander.
  • Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab. Ein Download kommt deshalb einspurig an, und welche Spur es ist, entscheidet sich am Server. Der Grund, warum beim Herunterladen gefragt wird.

Aufbau

Die Xcode-Projektdatei wird aus project.yml erzeugt und ist nicht eingecheckt — das erspart Konflikte in der pbxproj.

xcodegen generate
open Flaro.xcodeproj

Wichtig: Xcode vorher beenden.

xcodegen generate schreibt project.pbxproj neu. Ein geöffnetes Xcode liest das nicht nach — es hält seinen eigenen Stand im Speicher und überschreibt die frisch erzeugte Datei beim nächsten Sichern wieder. Neue Dateien fehlen dann im Build, ohne dass irgendwo ein Fehler auftaucht.

Das ist der Preis dafür, die Projektdatei aus Git herauszuhalten. Immer wenn Dateien dazukommen oder project.yml sich ändert: Xcode mit ⌘Q beenden, xcodegen generate, neu öffnen.

Ob der Build aktuell ist, steht in der App unter Einstellungen → Diagnose als Build-Datum.

Der Code liegt zum größten Teil in lokalen Packages unter Packages/FlaroKit. Das App-Target enthält nur Oberfläche und Navigation.

Modul Aufgabe Hängt ab von
MediaKit Die serverneutrale Grundschicht: Typen und Rechnungen, die für jeden Server gelten. —
JellyfinKit Anmeldung, Endpunkte, Modelle. Kein SwiftUI. MediaKit
FlaroDesign Farben, Typografie, wiederkehrende Bausteine. —
FlaroPlayback Wiedergabe-Abstraktion und die Entscheidung DirectPlay/Umpacken/Transcode. MediaKit
FlaroDownloads Warteschlange, Hintergrundübertragung, Offline-Bestand. MediaKit

Warum umgepackt wird

iOS spielt weder Matroska-Dateien noch DTS- oder TrueHD-Ton — und genau das liegt in typischen Beständen. PlaybackDecider prüft deshalb pro Datei, ob AVPlayer sie nativ öffnen kann, und lässt sie sonst vom Server umpacken: Bild und Ton wandern unverändert in eine MP4, nur die Schachtel wechselt. Das kostet den Server fast nichts — und die Wiedergabe bleibt im Systemplayer, also mit Bild-in-Bild, AirPlay und Systembedienung.

Ein zweiter Player stand hier einmal. Er konnte zwar alles öffnen, brachte aber keines dieser drei Dinge mit.

Ab Phase 2 kommt der dritte Weg dazu: Server-Transcoding. Dafür ist genau eine Funktion zu erweitern — PlaybackDecider.decide(media:part:policy:). Die Oberfläche bleibt unberührt.

Tests

Die Logik-Tests laufen ohne Simulator, deshalb in Sekunden:

cd Packages/FlaroKit && swift test

Die wichtigste Testdatei ist PlaybackDeciderTests — sie hält fest, welche Datei auf welchem Weg landet, und schlägt an, sobald jemand DeviceCapabilities anfasst.

Die Antwort-Vorlagen unter Tests/JellyfinKitTests/Fixtures sind echte Mitschnitte vom Server.

Die Oberfläche wird von Hand im Simulator geprüft.

Was noch am echten Server zu prüfen ist

  1. Komprimierte Downloads. Offen: ob der Server bei den umgerechneten Stufen eine Content-Length mitschickt. Ohne sie greift beim Prüfen auf Vollständigkeit nur die weiche Regel, und ein Fortschrittsbalken ist eine Schätzung. Ein Fehlschlag erscheint immerhin als solcher — die Plausibilitätsprüfung in DownloadCoordinator.implausibility verwirft Fehlerseiten und abgerissene Übertragungen, statt sie als fertig zu verbuchen.
  2. Sprachkennungen nach dem Umpacken. Jellyfin verliert sie: alle Spuren kommen als und an, obwohl die Quelle sie führt. Am fertigen Download gemessen, Ursache noch offen.
  3. Große Dateien im Hintergrund. Das Verhalten mit einem 40-GB-Remux — vor allem Pausieren und Fortsetzen — ist nur gegen Testdaten geprüft.

Voraussetzungen

  • Xcode 26 oder neuer
  • iOS 26.0 auf dem Zielgerät
  • XcodeGen (brew install xcodegen)

Fragen stellen, ohne zu bauen

Jede Vermutung über die Schnittstelle eines Servers ging bisher als TestFlight-Build hinaus und kam einen halben Tag später als Screenshot zurück. Irgendwann war das Upload-Kontingent des Tages aufgebraucht — für eine Frage, die keine Oberfläche braucht.

cd Packages/FlaroKit
swift run FlaroProbe --jellyfin <host>          # Welche Leiter baut der Server?
swift run FlaroProbe --spuren <host> <suche>    # Welche Tonspuren hat ein Titel?
swift run FlaroProbe --playlist <url>           # Was steht in dieser HLS-Leiter?

--jellyfin und --spuren fragen nach Benutzername und Passwort und legen den Token im Schlüsselbund dieses Rechners ab. --playlist braucht gar keine Anmeldung.

Ausgegeben werden Pfade, Kennungen und die Antworten des Servers. Keine vollständigen Adressen, also auch kein Token.

S
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