ScarriffleandClaude Opus 5 7cd48f5528 Wer etwas sieht, kann es jetzt auch sagen
Wer einen Server für andere betreibt, erfährt von Fehlern zuletzt: dass
die deutsche Tonspur nach einer halben Stunde aussetzt, merkt der, der den
Film sieht, und nicht der, der ihn eingeräumt hat. Bisher gab es dafür
keinen Weg ausser dem Zuruf im Wohnzimmer.

Gemeldet wird an einem Film, einer Serie, einer einzelnen Staffel und
einer einzelnen Folge: Art (Bild, Ton, Untertitel, Angaben, Sonstiges),
eine freiwillige Stelle wie 0:34:12 und der Kommentar. Pflicht ist nur der
Kommentar — die beiden anderen machen aus einer Liste von Sätzen etwas,
das man sortieren und nachstellen kann.

**Eine Staffel gibt es als Zeile nicht**, und das prägt den Entwurf. Sie
ist Serie plus Nummer, so wie überall sonst in diesem Server; die Meldung
trägt deshalb drei Fremdschlüssel und daneben eine Staffelnummer. Dass die
Nummer auf eine Staffel zeigt, die es gibt, prüft der Endpunkt beim
Schreiben — die Datenbank kann es nicht, es gibt nichts, worauf sie zeigen
könnte.

**Die Rechteprüfung steht nirgends.** Wer einen Titel nicht sehen darf,
findet ihn beim Melden nicht — das erledigt der Freigabefilter, ohne ein
einziges `Where`. Elegant und genau deshalb leicht zu zerstören, darum
steht dafür ein Test da.

**Die eigene Liste überlebt fremde Entscheidungen.** Titel werden
nachgeschlagen, nicht verbunden: zieht ein Administrator einen Titel
zurück, nachdem jemand ihn gemeldet hat, bleibt die Meldung beim Melder
stehen — nur ohne Namen. Ein Join hätte sie verschwinden lassen, und das
wäre jemandes eigene Eingabe, weggenommen wegen einer fremden Entscheidung.
`IgnoreQueryFilters` wäre die bequeme Abkürzung und gäbe den Namen eines
unveröffentlichten Titels über einen Weg heraus, an den beim nächsten Mal
niemand denkt.

**Erledigt heisst abgehakt, nicht gelöscht**, als Zeitpunkt und nicht als
Haken — wie `PublishAt` und `ChangedSince`. Daneben steht „Wieder öffnen";
ein Fehlgriff wäre sonst endgültig. Das Archiv wird erst auf Zuruf geholt:
es wächst nur, und für den seltenen Blick dauernd zu zahlen lohnt nicht.

**Der Abschnitt steht neben der Prüfliste, nicht darin.** Die versteckt
sich, sobald nichts auf Freigabe wartet — das ist der Normalfall, und die
Meldungen verschwänden mit ihr. Umgekehrt bleibt der Meldungsabschnitt
stehen, auch wenn nichts drinsteht: ein Kanal, der sich versteckt, solange
ihn niemand benutzt hat, bringt niemandem bei, dass es ihn gibt.

Die Zahl an der Leiste holt sich nur, wer sie nicht ohnehin hat: steht „Zu
prüfen" offen, meldet der Abschnitt sie selbst und nach jedem Abhaken.

Nebenbei zwei Dinge am Dialog, die hier auffielen. Es gab **kein
mehrzeiliges Feld** — und das Einsammeln der Werte hätte ein `<textarea>`
still verschluckt: es ist kein `HTMLInputElement` und wäre ins Auffangnetz
für Auswahlfelder gelaufen, also als `undefined` hinausgegangen. Der
Server hätte „ohne Beschreibung" geantwortet, auf einem Dialog, in dem
sichtbar etwas steht. Und `dialog()` meldete sich als einziger nicht beim
Seitenwechsel an: ein Dialog von der Detailseite überlebte den
Zurück-Knopf und stand danach über der Mediathek.

Neun Testfälle auf dem Server, zwölf Läufe. Für den Web-Client gibt es in
diesem Projekt keine Tests; dort ist von Hand geprüft.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-06 22:18:14 +02:00

Flaro

Ein nativer Jellyfin-Client für iPhone, iPad, Mac und Apple TV — dunkel, mit ausfahrbarer Seitenleiste und Offline-Downloads.

Der Name ist ein Platzhalter. Siehe Flaro/Branding.swift.

Stand

Alle sechs Phasen sind gebaut. Anmeldung, Blättern und Wiedergabe laufen am echten Server; der Rest ist unterschiedlich weit geprüft.

Der Fahrplan steht in docs/superpowers/specs/2026-09-11-flaro-design.md.

Phase Inhalt Stand
0 Projektgerüst, Design-Tokens, Navigation ✅
1 Anmeldung, Bibliothek, DirectPlay ✅ am Server geprüft, iPhone und iPad
2 Transcoding, adaptive Bitrate, Spuren, Sync ✅ Wiedergabe geprüft; Transcoding selbst noch nicht erzwungen
3 Download-Engine und Offline-Wiedergabe ⚠️ Downloads starten, Offline-Wiedergabe noch nicht bestätigt
4 Download-Intelligenz ⚠️ komprimierte Downloads ungeprüft
5 Feinschliff und Personalisierung ✅ gebaut, teilweise geprüft
6 Live-TV mit EPG ⚠️ Empfänger werden gefunden, Sender noch nicht bestätigt

„Ungeprüft" heißt: die Logik ist von Tests abgedeckt, an einem echten Bestand aber noch nicht gesehen.

Was der Praxistest gelehrt hat

Drei Fehler, die kein Test gefunden hätte, weil sie in Annahmen über fremde Bibliotheken steckten — sie stehen als Warnung im jeweiligen Quelltext:

  • URLSessionDownloadTask gilt auch bei 404 als erfolgreich und legt die Fehlerseite als Datei ab.
  • Hintergrund-Sitzungen setzen abgerissene Übertragungen still bei null fort, ohne es zu melden — gemessen wurden sieben Anläufe hintereinander.
  • Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab. Ein Download kommt deshalb einspurig an, und welche Spur es ist, entscheidet sich am Server. Der Grund, warum beim Herunterladen gefragt wird.

Aufbau

Die Xcode-Projektdatei wird aus project.yml erzeugt und ist nicht eingecheckt — das erspart Konflikte in der pbxproj.

xcodegen generate
open Flaro.xcodeproj

Wichtig: Xcode vorher beenden.

xcodegen generate schreibt project.pbxproj neu. Ein geöffnetes Xcode liest das nicht nach — es hält seinen eigenen Stand im Speicher und überschreibt die frisch erzeugte Datei beim nächsten Sichern wieder. Neue Dateien fehlen dann im Build, ohne dass irgendwo ein Fehler auftaucht.

Das ist der Preis dafür, die Projektdatei aus Git herauszuhalten. Immer wenn Dateien dazukommen oder project.yml sich ändert: Xcode mit ⌘Q beenden, xcodegen generate, neu öffnen.

Ob der Build aktuell ist, steht in der App unter Einstellungen → Diagnose als Build-Datum.

Der Code liegt zum größten Teil in lokalen Packages unter Packages/FlaroKit. Das App-Target enthält nur Oberfläche und Navigation.

Modul Aufgabe Hängt ab von
MediaKit Die serverneutrale Grundschicht: Typen und Rechnungen, die für jeden Server gelten. —
JellyfinKit Anmeldung, Endpunkte, Modelle. Kein SwiftUI. MediaKit
FlaroDesign Farben, Typografie, wiederkehrende Bausteine. —
FlaroPlayback Wiedergabe-Abstraktion und die Entscheidung DirectPlay/Umpacken/Transcode. MediaKit
FlaroDownloads Warteschlange, Hintergrundübertragung, Offline-Bestand. MediaKit

Warum umgepackt wird

iOS spielt weder Matroska-Dateien noch DTS- oder TrueHD-Ton — und genau das liegt in typischen Beständen. PlaybackDecider prüft deshalb pro Datei, ob AVPlayer sie nativ öffnen kann, und lässt sie sonst vom Server umpacken: Bild und Ton wandern unverändert in eine MP4, nur die Schachtel wechselt. Das kostet den Server fast nichts — und die Wiedergabe bleibt im Systemplayer, also mit Bild-in-Bild, AirPlay und Systembedienung.

Ein zweiter Player stand hier einmal. Er konnte zwar alles öffnen, brachte aber keines dieser drei Dinge mit.

Ab Phase 2 kommt der dritte Weg dazu: Server-Transcoding. Dafür ist genau eine Funktion zu erweitern — PlaybackDecider.decide(media:part:policy:). Die Oberfläche bleibt unberührt.

Tests

Die Logik-Tests laufen ohne Simulator, deshalb in Sekunden:

cd Packages/FlaroKit && swift test

Die wichtigste Testdatei ist PlaybackDeciderTests — sie hält fest, welche Datei auf welchem Weg landet, und schlägt an, sobald jemand DeviceCapabilities anfasst.

Die Antwort-Vorlagen unter Tests/JellyfinKitTests/Fixtures sind echte Mitschnitte vom Server.

Die Oberfläche wird von Hand im Simulator geprüft.

Was noch am echten Server zu prüfen ist

  1. Komprimierte Downloads. Offen: ob der Server bei den umgerechneten Stufen eine Content-Length mitschickt. Ohne sie greift beim Prüfen auf Vollständigkeit nur die weiche Regel, und ein Fortschrittsbalken ist eine Schätzung. Ein Fehlschlag erscheint immerhin als solcher — die Plausibilitätsprüfung in DownloadCoordinator.implausibility verwirft Fehlerseiten und abgerissene Übertragungen, statt sie als fertig zu verbuchen.
  2. Sprachkennungen nach dem Umpacken. Jellyfin verliert sie: alle Spuren kommen als und an, obwohl die Quelle sie führt. Am fertigen Download gemessen, Ursache noch offen.
  3. Große Dateien im Hintergrund. Das Verhalten mit einem 40-GB-Remux — vor allem Pausieren und Fortsetzen — ist nur gegen Testdaten geprüft.

Voraussetzungen

  • Xcode 26 oder neuer
  • iOS 26.0 auf dem Zielgerät
  • XcodeGen (brew install xcodegen)

Fragen stellen, ohne zu bauen

Jede Vermutung über die Schnittstelle eines Servers ging bisher als TestFlight-Build hinaus und kam einen halben Tag später als Screenshot zurück. Irgendwann war das Upload-Kontingent des Tages aufgebraucht — für eine Frage, die keine Oberfläche braucht.

cd Packages/FlaroKit
swift run FlaroProbe --jellyfin <host>          # Welche Leiter baut der Server?
swift run FlaroProbe --spuren <host> <suche>    # Welche Tonspuren hat ein Titel?
swift run FlaroProbe --playlist <url>           # Was steht in dieser HLS-Leiter?

--jellyfin und --spuren fragen nach Benutzername und Passwort und legen den Token im Schlüsselbund dieses Rechners ab. --playlist braucht gar keine Anmeldung.

Ausgegeben werden Pfade, Kennungen und die Antworten des Servers. Keine vollständigen Adressen, also auch kein Token.

S
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