Halo bringt einen TMDB-Zugang mit. Wer den Server startet, bekommt Titel, Beschreibungen und Plakate, ohne irgendwo ein Konto anzulegen. Am echten Dienst nachgewiesen: „Der Untergang" (2004) mit deutscher Beschreibung, „Blade Runner 2049" (2017), Plakate als JPEG aus Halos eigener Ablage. **Warum überhaupt die Frage stand.** Jellyfin liefert ebenfalls einen Schlüssel mit — fest im Quellcode, offen im Repository, Konstante `ApiKey` in `TmdbUtils.cs`. Ein Abkommen mit TMDB dazu liess sich nicht belegen: deren Bedingungen erwähnen das Teilen von Schlüsseln mit keinem Wort, und die einzige Äusserung eines Moderators zu genau dieser Frage im TMDB-Forum ging nicht darauf ein, sondern wies nur darauf hin, dass Missbrauch zur Sperrung führt. Geduldet also, nicht gesegnet. Deshalb **mit Ausweg**: wer einen eigenen Zugang hinterlegt, benutzt den. Würde der mitgelieferte je gesperrt, steht damit nicht jede Installation still. **Ein Lese-Token, kein API-Schlüssel.** TMDBs eigene Dokumentation bestätigt, dass er auch an den v3-Endpunkten gilt. Zwei Gründe, und beide zählen bei einem Zugang, der öffentlich im Repo steht: er kann nur lesen, und er geht als `Authorization`-Kopfzeile hinaus statt als `?api_key=` in der Adresse — und eine Adresse steht in jedem Zugriffsprotokoll und jedem Reverse Proxy. Der ältere Schlüssel wird weiterhin angenommen; er kann nur in die Adresse. **Der Hinweis auf TMDB ist Bedingung.** Logo und ein fester Satz, so verlangt es deren Lizenz. `system/info` liefert beides ohne Anmeldung, damit ein Client es auch auf dem Anmeldebildschirm zeigen kann. Das fehlte bisher. --- **Zwei Funde, beide nur durch einen echten Lauf sichtbar:** *„Dark" wurde zu „Dark Shadows" von 1966.* TMDB sortiert nach Beliebtheit, und ohne Jahresangabe führt das in die Irre. Jetzt sticht ein Treffer mit genau diesem Namen den beliebteren — danach: „Dark" (2017), deutsche Beschreibung, Folgentitel „Geheimnisse" und „Lügen". Nur bei Gleichheit, nicht bei Ähnlichkeit: eine eigene Bewertung wäre TMDBs Rangfolge nachgebaut, mit weniger Daten. *Die Tests griffen plötzlich übers Netz zu.* Sobald ein Schlüssel mitgeliefert wird, fragt jeder Scan wirklich bei TMDB nach — und prompt hiess „Der Untergang" im Test „Downfall", weil die Voreinstellung Englisch ist. Genau das, was ein Testwerk nicht tun darf: am WLAN hängen und an fremden Daten. Der Anbieter ist jetzt für alle Tests abgeschaltet, ausser ein Test schiebt ausdrücklich einen eigenen nach. 238 Tests grün, keiner davon geht ins Netz. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
8.7 KiB
Halo-Server
Ein Medienserver, der dieselben Dinge kann wie Jellyfin — und zwei, die dort nicht gehen.
Stand: Stufe 3 von 5. Benutzer, Anmeldung, Einrichtung, Bestand einlesen,
Metadaten — und Download mit allen Ton- und Textspuren, der Grund für
dieses Projekt. Was noch fehlt: Streamen mit Umrechnen (HLS), Fortschritt und
Gesehen-Status, Live TV. Der Entwurf samt Begründungen steht
in docs/superpowers/specs/2026-10-03-halo-server-design.md.
Warum
Download mit allen Tonspuren. Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab; was offline landet, ist einspurig, und welche Spur es ist, entscheidet der Server. Einmal war es die Audiodeskription — drei Gigabyte Mobilfunk für eine Datei, die niemand hören wollte.
Fortschritt ohne Schwelle. Jellyfin merkt sich unterhalb eines Mindestanteils gar nichts. Wer zehn Minuten sieht und abbricht, findet beim nächsten Mal keinen Anknüpfungspunkt.
Betreiben
cp docker-compose.example.yml docker-compose.yml
# Pfade anpassen — jeder darin ist ein Beispiel, keiner stimmt bei dir.
docker compose up -d
Dann http://localhost:8080 öffnen; der Einrichtungsassistent legt das erste
Administratorkonto an. Danach verschliesst sich dieser Weg von selbst.
Einstellungen
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung im Image |
|---|---|---|
HALO_DATA |
Datenbank und Einstellungen. Das Einzige, was gesichert werden muss. | /config |
HALO_CACHE |
Bilder und Zwischenstände. Darf verlorengehen. | /cache |
HALO_TRANSCODE |
Kratzplatz fürs Umrechnen. Am besten auf eine SSD. | /transcode |
ASPNETCORE_URLS |
Worauf gelauscht wird | http://+:8080 |
TZ |
Zeitzone | UTC |
HALO_RATELIMIT_SIGNIN |
Anmeldeversuche je Minute und Adresse | 10 |
HALO_RATELIMIT_POLLING |
Nachfragen je Minute und Adresse | 120 |
Medienpfade stehen hier nicht. Sie werden in der Oberfläche als Bibliotheken angelegt und liegen in der Datenbank — sonst müsste der Container neu starten, um eine Bibliothek hinzuzufügen.
Rechte
Das Image läuft als 1000:1000, nicht als root. Gehören die eingehängten
Verzeichnisse jemand anderem, trage in der Compose-Datei
user: "<uid>:<gid>" ein (id -u und id -g auf dem Wirt sagen, welche)
oder übereigne sie mit chown.
Stimmt etwas nicht, bricht der Server beim Start ab und nennt Variable, Pfad, seine eigene Kennung und den nächsten Schritt. Das ist Absicht: ohne diese Meldung stünde dort nur „unable to open database file".
Hardware fürs Umrechnen
/dev/dri durchreichen — VAAPI deckt Intel wie AMD ab. Fehlt es, rechnet Halo
in Software; das ist langsamer, aber es läuft. Zum blossen Umpacken wird gar
keine Hardware gebraucht, und das ist der Weg, der den meisten Beständen
hilft.
Entwickeln
dotnet test # 238 Tests
dotnet run --project src/Halo.Api # auf http://localhost:5000
Ohne gesetzte Variablen legt der Server data/, cache/ und transcode/
neben dem Programm an.
# Image bauen, beide Architekturen
docker buildx build --platform linux/amd64,linux/arm64 -t halo:dev .
# Eine Migration nach einer Modelländerung
dotnet ef migrations add <Name> --project src/Halo.Data --startup-project src/Halo.Api --output-dir Migrations
Migrationen wandern beim Start des Servers, nicht über ein eigenes Kommando.
Aufbau
| Projekt | Aufgabe |
|---|---|
Halo.Core |
Domäne: Benutzer, Anmeldung, Bibliotheken. Kennt kein HTTP und keine Datenbank |
Halo.Data |
EF Core, SQLite, Migrationen |
Halo.Media |
ffprobe und ffmpeg. Als eigene Prozesse, nicht eingebunden |
Halo.Metadata |
TMDB und die Bildablage. Hinter einer Schnittstelle, damit alles andere ohne Netz prüfbar bleibt |
Halo.Api |
Endpunkte, Authentifizierung, Auslieferung der Oberfläche |
Was sicherheitsrelevant ist, liegt in Halo.Core — dort ist es ohne Server
prüfbar, und die Tests dazu sind die, die am meisten wert sind.
Zwei Entscheidungen, die beim Lesen Fragen aufwerfen
Zeitpunkte liegen als Unix-Millisekunden in der Datenbank, nicht als Text.
SQLite hat keinen Zeittyp; ein DateTimeOffset landet sonst als Text mitsamt
Zonenversatz, und dann steht …T12:00+02:00 neben …T11:00Z — derselbe
Augenblick, als Text aber falsch herum sortiert. EF weigert sich deshalb,
ExpiresAt > jetzt überhaupt zu übersetzen.
Token sind keine JWT. Der Server schlägt sie nach, statt sie zu prüfen. Ein nachgeschlagenes Token lässt sich sofort widerrufen; ein signiertes gilt bis zum Ablauf weiter, und für ein verlorenes Telefon ist das der falsche Satz. In der Datenbank steht nur der Fingerabdruck.
Bestand einlesen
POST /api/v1/libraries/{id}/scan stösst an, antwortet sofort mit 202
GET /api/v1/libraries/{id}/scan Stand: idle | running | enriching | finished | failed
GET /api/v1/movies?search=&skip=&take=
GET /api/v1/series
GET /api/v1/series/{id}/episodes?season=
GET /api/v1/images/{schlüssel}
Der Scan läuft im Hintergrund, nicht in der Anfrage: ein Bestand mit 40 000 Titeln braucht Minuten, und eine so lange offene Anfrage läuft hinter jedem Reverse Proxy ins Zeitlimit. Einer je Bibliothek gleichzeitig.
Zweimal scannen ergibt dasselbe wie einmal. Zugeordnet wird über den Titel aus dem Dateinamen — der angezeigte kommt nach dem ersten Lauf von TMDB und ändert sich dabei.
Metadaten
Halo bringt einen TMDB-Zugang mit — es läuft ohne Einrichtung. Wer lieber
seinen eigenen benutzt, hinterlegt ihn unter PUT /api/v1/settings/metadata;
der sticht den mitgelieferten. Abgefragt werden kann nur, ob einer da ist und
ob es der mitgelieferte ist — der Zugang selbst kommt nie zurück.
Hinterlegt werden kann beides, was auf TMDBs Kontoseite steht: der API Read
Access Token (empfohlen — er geht als Authorization-Kopfzeile hinaus, nicht
in der Adresse, und kann nur lesen) oder der ältere API Key.
Die Sprache steht auf en-US und wird in denselben Einstellungen umgestellt.
Bilder werden einmal heruntergeladen und liegen unter HALO_CACHE. Die App
holt sie bei Halo, nicht bei TMDB: sonst bräuchte sie dafür Internet, und TMDB
erführe, wer wann was ansieht.
Der Hinweis auf TMDB ist Pflicht, keine Höflichkeit. Deren Bedingungen
verlangen Logo und einen festen Satz. Beides liefert
GET /api/v1/system/info unter attributions — ohne Anmeldung abrufbar,
damit ein Client es auch auf dem Anmeldebildschirm zeigen kann. Jeder Client
muss es anzeigen.
Herunterladen — mit allen Spuren
GET /api/v1/files/{id}/delivery was passieren wird, bevor etwas passiert
GET /api/v1/files/{id}/download die Datei — oder 202, solange umgepackt wird
delivery zuerst fragen. Dort steht, ob die Datei unverändert hinausgeht
oder umgepackt wird, welche Tonspuren dabei neu gerechnet werden müssen und
welche Untertitel nicht mitkönnen. Drei Gigabyte zu laden und erst danach zu
merken, dass die Untertitel fehlen, war der Anlass für dieses Projekt.
Alle Tonspuren kommen mit. Der Plan hat kein Feld „welche Tonspur" — es gibt nichts auszuwählen, weil alle mitgehen. Sprachkennungen und Spurnamen überstehen das Umpacken; nachgewiesen an einer Datei mit „Deutsch" und „Audiodeskription", die sich allein am Namen unterscheiden.
Das Bild wird nie angefasst. Es wandert Byte für Byte in die MP4. Nur Tonspuren in Codecs, die das Gerät nicht kennt — DTS, TrueHD —, werden neu gerechnet, und auch dann keine einzige Bildzeile.
Bildbasierte Untertitel fallen weg. PGS und VobSub passen in keine MP4.
Das steht in delivery unter subtitlesDropped, statt stillschweigend zu
geschehen.
Umgepackt wird auf die Platte, nicht in die Antwort. Der bequeme Weg wäre,
ffmpeg unmittelbar durchzureichen — dann kennt aber niemand die Länge im
Voraus: kein Fortschrittsbalken, kein Fortsetzen, kein Springen. Dafür gibt es
HALO_TRANSCODE.
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung |
|---|---|---|
HALO_FFMPEG |
Pfad zu ffmpeg | ffmpeg |
HALO_FFPROBE |
Pfad zu ffprobe | ffprobe |
Anmeldung am Fernseher
Ein Passwort auf der Apple-TV-Fernbedienung zu tippen ist eine Zumutung. Stattdessen:
- Der Fernseher fordert an und bekommt einen sechsstelligen Code für den Bildschirm und einen Abholschein, den nur er kennt.
- Am Telefon, angemeldet, wird der Code bestätigt — dort steht, welches Gerät.
- Der Fernseher holt mit seinem Abholschein das Token ab.
Der Code allein holt nie ein Token ab. Ohne den Abholschein wären sechsstellige Codes ein Türschloss mit einer Million Schlüsseln.
Lizenz
GPL-2.0-only. Abhängigkeiten müssen dazu passen: MIT, BSD oder GPL-2.0.
Apache-2.0 ist ausgeschlossen — Einzelheiten und der Grund stehen in
LICENSES.md.