Files
Flaro/README.md
T
ScarriffleandClaude Opus 5 2fcf6821c8 Plex ist raus — und nahm zwei stille Fehler mit
Vollständig entfernt: das Paket `PlexKit` samt 108 Tests, der
Web-Authenticator, die Anmeldung über plex.tv, die Serverauswahl und alles,
was daran hing. 43 Dateien gelöscht, 68 Stellen in 28 weiteren bereinigt.

**Zwei Dinge hätten beim blossen Streichen still das Falsche getan.**

`playbackUnavailableMessage` deckte im Else-Zweig zwei Lagen gleichzeitig ab
— „es ist Plex" und „niemand ist angemeldet". Wer die Serverart naiv
herausstreicht, bekommt als nicht angemeldeter Nutzer „Jellyfin-Wiedergabe
steht aus" statt „Server nicht erreichbar". Die Unterscheidung hängt jetzt
daran, ob überhaupt ein Server da ist.

Die Schlüsselbund-Einträge `plex.account` und `plex.server` wurden allein
über den Authenticator aus dem gelöschten Paket entfernt. Danach stünde
`plex.account` in keiner Zeile dieses Projekts mehr: wer sich nie abgemeldet
hat, trüge ein gültiges Token am fremden Konto bis in alle Ewigkeit mit sich,
ohne dass irgendein Weg es noch löschen könnte. `purgePlexLeftovers()` räumt
beide Token und fünf Voreinstellungen einmalig ab — und fasst nichts an, wo
nichts liegt, damit kein Jellyfin-Nutzer dafür seinen Mediathekenspeicher
verliert.

**Was Nutzer sehen.** Die Berechtigungsfrage fürs lokale Netz sagte wörtlich,
die App brauche es, „um deinen Plex-Server zu finden" — das stand so im
Systemdialog. Der Anmeldebildschirm hatte zwei Knöpfe, und der hervorgehobene
war der für Plex; der verbliebene erbt die Hervorhebung, denn ein Knopf, der
aussieht wie die zweite Wahl, lässt nach der ersten suchen. 14 verwaiste
Textbausteine sind weg, vier umformuliert.

Darunter einer, der schlicht nicht mehr stimmte: `signIn.privacy` versprach,
das Passwort erreiche diese App nie. Beim Jellyfin-Rückfall auf das Passwort
tut es das sehr wohl. Die Zusage, die weiterhin gilt, ist die über fremde
Dienste — und nur die steht jetzt da.

**Was ausdrücklich bleibt:** `MediaBackend`. Diese Abstraktion hat zwei
Server gleichzeitig getragen, und der Steckplatz, den Plex räumt, ist genau
der, auf den Halo kommt. `ServerKind` fällt dagegen weg — mit einem Fall ist
es ein Bool, das `backend != nil` schon beantwortet.

Nebenbei zog die README nach. Sie beschrieb noch einen „nativen Plex-Client"
mit zwei Playern und VLCKit, beides seit Längerem nicht mehr wahr.

368 Tests grün (von 476 minus die 108 aus PlexKitTests, kein anderer).
iOS und tvOS bauen.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-03 11:10:20 +02:00

152 lines
6.3 KiB
Markdown

# Flixy
> Ein nativer Jellyfin-Client für iPhone, iPad, Mac und Apple TV — dunkel,
> mit ausfahrbarer Seitenleiste und Offline-Downloads.
Der Name ist ein Platzhalter. Siehe [`Flixy/Branding.swift`](Flixy/Branding.swift).
## Stand
Alle sechs Phasen sind gebaut. Anmeldung, Blättern und Wiedergabe laufen am
echten Server; der Rest ist unterschiedlich weit geprüft.
Der Fahrplan steht in
[`docs/superpowers/specs/2026-09-11-flixy-design.md`](docs/superpowers/specs/2026-09-11-flixy-design.md).
| Phase | Inhalt | Stand |
|---|---|---|
| 0 | Projektgerüst, Design-Tokens, Navigation | ✅ |
| 1 | Anmeldung, Bibliothek, DirectPlay | ✅ am Server geprüft, iPhone und iPad |
| 2 | Transcoding, adaptive Bitrate, Spuren, Sync | ✅ Wiedergabe geprüft; Transcoding selbst noch nicht erzwungen |
| 3 | Download-Engine und Offline-Wiedergabe | ⚠️ Downloads starten, Offline-Wiedergabe noch nicht bestätigt |
| 4 | Download-Intelligenz | ⚠️ komprimierte Downloads ungeprüft |
| 5 | Feinschliff und Personalisierung | ✅ gebaut, teilweise geprüft |
| 6 | Live-TV mit EPG | ⚠️ Empfänger werden gefunden, Sender noch nicht bestätigt |
„Ungeprüft" heißt: die Logik ist von Tests abgedeckt, an einem echten Bestand
aber noch nicht gesehen.
### Was der Praxistest gelehrt hat
Drei Fehler, die kein Test gefunden hätte, weil sie in Annahmen über fremde
Bibliotheken steckten — sie stehen als Warnung im jeweiligen Quelltext:
- **`URLSessionDownloadTask` gilt auch bei 404 als erfolgreich** und legt die
Fehlerseite als Datei ab.
- **Hintergrund-Sitzungen setzen abgerissene Übertragungen still bei null
fort**, ohne es zu melden — gemessen wurden sieben Anläufe hintereinander.
- **Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab.** Ein
Download kommt deshalb einspurig an, und welche Spur es ist, entscheidet
sich am Server. Der Grund, warum beim Herunterladen gefragt wird.
## Aufbau
Die Xcode-Projektdatei wird aus `project.yml` erzeugt und ist **nicht**
eingecheckt — das erspart Konflikte in der `pbxproj`.
```bash
xcodegen generate
open Flixy.xcodeproj
```
> **Wichtig: Xcode vorher beenden.**
>
> `xcodegen generate` schreibt `project.pbxproj` neu. Ein geöffnetes Xcode
> liest das nicht nach — es hält seinen eigenen Stand im Speicher und
> überschreibt die frisch erzeugte Datei beim nächsten Sichern wieder. Neue
> Dateien fehlen dann im Build, ohne dass irgendwo ein Fehler auftaucht.
>
> Das ist der Preis dafür, die Projektdatei aus Git herauszuhalten. Immer wenn
> Dateien dazukommen oder `project.yml` sich ändert: Xcode mit ⌘Q beenden,
> `xcodegen generate`, neu öffnen.
>
> Ob der Build aktuell ist, steht in der App unter **Einstellungen →
> Diagnose** als Build-Datum.
Der Code liegt zum größten Teil in lokalen Packages unter `Packages/FlixyKit`.
Das App-Target enthält nur Oberfläche und Navigation.
| Modul | Aufgabe | Hängt ab von |
|---|---|---|
| `MediaKit` | Die serverneutrale Grundschicht: Typen und Rechnungen, die für jeden Server gelten. | — |
| `JellyfinKit` | Anmeldung, Endpunkte, Modelle. Kein SwiftUI. | `MediaKit` |
| `FlixyDesign` | Farben, Typografie, wiederkehrende Bausteine. | — |
| `FlixyPlayback` | Wiedergabe-Abstraktion und die Entscheidung DirectPlay/Umpacken/Transcode. | `MediaKit` |
| `FlixyDownloads` | Warteschlange, Hintergrundübertragung, Offline-Bestand. | `MediaKit` |
### Warum umgepackt wird
iOS spielt weder Matroska-Dateien noch DTS- oder TrueHD-Ton — und genau das
liegt in typischen Beständen. `PlaybackDecider` prüft deshalb pro Datei, ob
AVPlayer sie nativ öffnen kann, und lässt sie sonst **vom Server umpacken**:
Bild und Ton wandern unverändert in eine MP4, nur die Schachtel wechselt. Das
kostet den Server fast nichts — und die Wiedergabe bleibt im Systemplayer,
also mit Bild-in-Bild, AirPlay und Systembedienung.
Ein zweiter Player stand hier einmal. Er konnte zwar alles öffnen, brachte
aber keines dieser drei Dinge mit.
Ab Phase 2 kommt der dritte Weg dazu: Server-Transcoding. Dafür ist genau eine
Funktion zu erweitern — `PlaybackDecider.decide(media:part:policy:)`. Die
Oberfläche bleibt unberührt.
## Tests
Die Logik-Tests laufen ohne Simulator, deshalb in Sekunden:
```bash
cd Packages/FlixyKit && swift test
```
Die wichtigste Testdatei ist `PlaybackDeciderTests` — sie hält fest, welche
Datei auf welchem Weg landet, und schlägt an, sobald jemand
`DeviceCapabilities` anfasst.
Die Antwort-Vorlagen unter `Tests/JellyfinKitTests/Fixtures` sind echte
Mitschnitte vom Server.
Die Oberfläche wird von Hand im Simulator geprüft.
## Was noch am echten Server zu prüfen ist
1. **Komprimierte Downloads.** Offen: ob der Server bei den umgerechneten
Stufen eine `Content-Length` mitschickt. Ohne sie greift beim Prüfen auf
Vollständigkeit nur die weiche Regel, und ein Fortschrittsbalken ist eine
Schätzung. Ein Fehlschlag erscheint immerhin als solcher — die
Plausibilitätsprüfung in `DownloadCoordinator.implausibility` verwirft
Fehlerseiten und abgerissene Übertragungen, statt sie als fertig zu
verbuchen.
2. **Sprachkennungen nach dem Umpacken.** Jellyfin verliert sie: alle Spuren
kommen als `und` an, obwohl die Quelle sie führt. Am fertigen Download
gemessen, Ursache noch offen.
3. **Große Dateien im Hintergrund.** Das Verhalten mit einem 40-GB-Remux — vor
allem Pausieren und Fortsetzen — ist nur gegen Testdaten geprüft.
## Voraussetzungen
- Xcode 26 oder neuer
- iOS 26.0 auf dem Zielgerät
- XcodeGen (`brew install xcodegen`)
## Fragen stellen, ohne zu bauen
Jede Vermutung über die Schnittstelle eines Servers ging bisher als
TestFlight-Build hinaus und kam einen halben Tag später als Screenshot zurück.
Irgendwann war das Upload-Kontingent des Tages aufgebraucht — für eine Frage,
die keine Oberfläche braucht.
```bash
cd Packages/FlixyKit
swift run FlixyProbe --jellyfin <host> # Welche Leiter baut der Server?
swift run FlixyProbe --spuren <host> <suche> # Welche Tonspuren hat ein Titel?
swift run FlixyProbe --playlist <url> # Was steht in dieser HLS-Leiter?
```
`--jellyfin` und `--spuren` fragen nach Benutzername und Passwort und legen den
Token im Schlüsselbund dieses Rechners ab. `--playlist` braucht gar keine
Anmeldung.
Ausgegeben werden Pfade, Kennungen und die Antworten des Servers. Keine
vollständigen Adressen, also auch kein Token.