`FlaroServerKit` steht neben `JellyfinKit`, nicht darin — genau auf dem Steckplatz, den Plex geräumt hat. Dass `MediaBackend` zwei Server zugleich trägt, war schon einmal bewiesen; die Naht hat gehalten, und keine einzige Ansicht musste dafür neu geschrieben werden. `ServerKind` ist zurück. Es wurde beim Entfernen von Plex gestrichen, weil ein Aufzählungstyp mit einem Fall ein umständliches Bool ist. Jetzt gibt es wieder zwei, und es ist wieder eine Unterscheidung — einer zur Zeit, nicht beide nebeneinander. **Flaro steht oben auf dem Anmeldebildschirm.** Nicht aus Eitelkeit: dort bringt ein Download alle Tonspuren mit und der Fortschritt wird ab der ersten Sekunde gemerkt. Wer Jellyfin benutzt, sucht gezielt danach — wer neu anfängt, soll nicht in der schwächeren Hälfte landen, weil ihr Knopf auffälliger war. Am Fernseher steht bei beiden der sechsstellige Code voran. --- **Der Zugang geht als Cookie, nicht in der Adresse.** Jellyfin hängt sein Token an jede Bildadresse, weil eine Bildansicht keine Kopfzeilen schickt; es steht damit in jedem Zugriffsprotokoll und jedem weitergegebenen Link. Flaro tut das nicht, und deshalb legt der Client sein Token selbst im gemeinsamen Keksspeicher ab — auch beim Wiederaufnehmen aus dem Schlüsselbund, wo gar keine Anmeldung stattfindet und der Server es nie setzen könnte. `URLSession` schickt es von allein mit; **AVFoundation nicht**. Der Systemplayer bekommt die Kekse jetzt ausdrücklich. Serverneutral: wo keine liegen, ist die Liste leer. **`BackendCapability.allTracksDownload`** statt einer Spurwahl, die ins Leere führt. Die Frage „welche Tonspur?" gibt es nur, weil Jellyfins Transcoder eine je Sitzung abbildet. Bei Flaro führen beide Antworten zum selben Ergebnis — also wird nicht gefragt, und das Umpacken mit einer einzigen Spur entfällt gleich mit. **Die Adressraterei wandert nach `MediaKit`.** Sechzig Zeilen sorgfältig begründeter Reihenfolge — IP-Adressen sprechen selten HTTPS, Domänennamen fast immer — unterscheiden sich zwischen beiden Servern nur im Standardport. Zweimal hingeschrieben wäre die eine Fassung beim nächsten Sonderfall nachgezogen worden und die andere nicht. Jellyfins Prüfungen laufen unverändert gegen die verschobene Fassung; das ist der Beweis. **Nebenbei zwei Altlasten:** `player.jellyfinPending` war unerreichbar — der Player zeigt diese Meldung nur, wenn gar kein Server da ist, dann aber nie die mit Jellyfin. Und `signIn.jellyfin.userName` hiess „Benutzername"; der Schlüssel heisst jetzt so neutral wie der Text. --- **Der Fehler, den erst der Simulator zeigte:** „Stelle wird wiederhergestellt", 0:00, für immer. Muss der Server umpacken, antwortet er auf den Download mit 202 und fängt an. AVPlayer bekommt darauf kein Video, sondern eine leere Antwort — und wartet, unbegrenzt, ohne Fehler. Die Weboberfläche fragt in einer Schleife nach; `preparePlayback` tat es nicht. Jetzt wartet es, mit Obergrenze und einer Begründung, wenn sie reisst. Mit Prüfung, die zwei Runden erzwingt. 413 Tests grün. Im Simulator gegen den echten Server nachgewiesen: Adresse eintippen, Server gefunden, angemeldet, Mediathek mit Plakaten, Neustart ohne erneute Anmeldung — und eine MKV abgespielt, die der Server dafür erst umpacken musste. Danach stand auf dem Server: Matrix, 2,0 s von 2,0 s, gesehen, ein Durchlauf. Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Flaro
Ein nativer Jellyfin-Client für iPhone, iPad, Mac und Apple TV — dunkel, mit ausfahrbarer Seitenleiste und Offline-Downloads.
Der Name ist ein Platzhalter. Siehe Flaro/Branding.swift.
Stand
Alle sechs Phasen sind gebaut. Anmeldung, Blättern und Wiedergabe laufen am echten Server; der Rest ist unterschiedlich weit geprüft.
Der Fahrplan steht in
docs/superpowers/specs/2026-09-11-flaro-design.md.
| Phase | Inhalt | Stand |
|---|---|---|
| 0 | Projektgerüst, Design-Tokens, Navigation | ✅ |
| 1 | Anmeldung, Bibliothek, DirectPlay | ✅ am Server geprüft, iPhone und iPad |
| 2 | Transcoding, adaptive Bitrate, Spuren, Sync | ✅ Wiedergabe geprüft; Transcoding selbst noch nicht erzwungen |
| 3 | Download-Engine und Offline-Wiedergabe | ⚠️ Downloads starten, Offline-Wiedergabe noch nicht bestätigt |
| 4 | Download-Intelligenz | ⚠️ komprimierte Downloads ungeprüft |
| 5 | Feinschliff und Personalisierung | ✅ gebaut, teilweise geprüft |
| 6 | Live-TV mit EPG | ⚠️ Empfänger werden gefunden, Sender noch nicht bestätigt |
„Ungeprüft" heißt: die Logik ist von Tests abgedeckt, an einem echten Bestand aber noch nicht gesehen.
Was der Praxistest gelehrt hat
Drei Fehler, die kein Test gefunden hätte, weil sie in Annahmen über fremde Bibliotheken steckten — sie stehen als Warnung im jeweiligen Quelltext:
URLSessionDownloadTaskgilt auch bei 404 als erfolgreich und legt die Fehlerseite als Datei ab.- Hintergrund-Sitzungen setzen abgerissene Übertragungen still bei null fort, ohne es zu melden — gemessen wurden sieben Anläufe hintereinander.
- Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab. Ein Download kommt deshalb einspurig an, und welche Spur es ist, entscheidet sich am Server. Der Grund, warum beim Herunterladen gefragt wird.
Aufbau
Die Xcode-Projektdatei wird aus project.yml erzeugt und ist nicht
eingecheckt — das erspart Konflikte in der pbxproj.
xcodegen generate
open Flaro.xcodeproj
Wichtig: Xcode vorher beenden.
xcodegen generateschreibtproject.pbxprojneu. Ein geöffnetes Xcode liest das nicht nach — es hält seinen eigenen Stand im Speicher und überschreibt die frisch erzeugte Datei beim nächsten Sichern wieder. Neue Dateien fehlen dann im Build, ohne dass irgendwo ein Fehler auftaucht.Das ist der Preis dafür, die Projektdatei aus Git herauszuhalten. Immer wenn Dateien dazukommen oder
project.ymlsich ändert: Xcode mit ⌘Q beenden,xcodegen generate, neu öffnen.Ob der Build aktuell ist, steht in der App unter Einstellungen → Diagnose als Build-Datum.
Der Code liegt zum größten Teil in lokalen Packages unter Packages/FlaroKit.
Das App-Target enthält nur Oberfläche und Navigation.
| Modul | Aufgabe | Hängt ab von |
|---|---|---|
MediaKit |
Die serverneutrale Grundschicht: Typen und Rechnungen, die für jeden Server gelten. | — |
JellyfinKit |
Anmeldung, Endpunkte, Modelle. Kein SwiftUI. | MediaKit |
FlaroDesign |
Farben, Typografie, wiederkehrende Bausteine. | — |
FlaroPlayback |
Wiedergabe-Abstraktion und die Entscheidung DirectPlay/Umpacken/Transcode. | MediaKit |
FlaroDownloads |
Warteschlange, Hintergrundübertragung, Offline-Bestand. | MediaKit |
Warum umgepackt wird
iOS spielt weder Matroska-Dateien noch DTS- oder TrueHD-Ton — und genau das
liegt in typischen Beständen. PlaybackDecider prüft deshalb pro Datei, ob
AVPlayer sie nativ öffnen kann, und lässt sie sonst vom Server umpacken:
Bild und Ton wandern unverändert in eine MP4, nur die Schachtel wechselt. Das
kostet den Server fast nichts — und die Wiedergabe bleibt im Systemplayer,
also mit Bild-in-Bild, AirPlay und Systembedienung.
Ein zweiter Player stand hier einmal. Er konnte zwar alles öffnen, brachte aber keines dieser drei Dinge mit.
Ab Phase 2 kommt der dritte Weg dazu: Server-Transcoding. Dafür ist genau eine
Funktion zu erweitern — PlaybackDecider.decide(media:part:policy:). Die
Oberfläche bleibt unberührt.
Tests
Die Logik-Tests laufen ohne Simulator, deshalb in Sekunden:
cd Packages/FlaroKit && swift test
Die wichtigste Testdatei ist PlaybackDeciderTests — sie hält fest, welche
Datei auf welchem Weg landet, und schlägt an, sobald jemand
DeviceCapabilities anfasst.
Die Antwort-Vorlagen unter Tests/JellyfinKitTests/Fixtures sind echte
Mitschnitte vom Server.
Die Oberfläche wird von Hand im Simulator geprüft.
Was noch am echten Server zu prüfen ist
- Komprimierte Downloads. Offen: ob der Server bei den umgerechneten
Stufen eine
Content-Lengthmitschickt. Ohne sie greift beim Prüfen auf Vollständigkeit nur die weiche Regel, und ein Fortschrittsbalken ist eine Schätzung. Ein Fehlschlag erscheint immerhin als solcher — die Plausibilitätsprüfung inDownloadCoordinator.implausibilityverwirft Fehlerseiten und abgerissene Übertragungen, statt sie als fertig zu verbuchen. - Sprachkennungen nach dem Umpacken. Jellyfin verliert sie: alle Spuren
kommen als
undan, obwohl die Quelle sie führt. Am fertigen Download gemessen, Ursache noch offen. - Große Dateien im Hintergrund. Das Verhalten mit einem 40-GB-Remux — vor allem Pausieren und Fortsetzen — ist nur gegen Testdaten geprüft.
Voraussetzungen
- Xcode 26 oder neuer
- iOS 26.0 auf dem Zielgerät
- XcodeGen (
brew install xcodegen)
Fragen stellen, ohne zu bauen
Jede Vermutung über die Schnittstelle eines Servers ging bisher als TestFlight-Build hinaus und kam einen halben Tag später als Screenshot zurück. Irgendwann war das Upload-Kontingent des Tages aufgebraucht — für eine Frage, die keine Oberfläche braucht.
cd Packages/FlaroKit
swift run FlaroProbe --jellyfin <host> # Welche Leiter baut der Server?
swift run FlaroProbe --spuren <host> <suche> # Welche Tonspuren hat ein Titel?
swift run FlaroProbe --playlist <url> # Was steht in dieser HLS-Leiter?
--jellyfin und --spuren fragen nach Benutzername und Passwort und legen den
Token im Schlüsselbund dieses Rechners ab. --playlist braucht gar keine
Anmeldung.
Ausgegeben werden Pfade, Kennungen und die Antworten des Servers. Keine vollständigen Adressen, also auch kein Token.