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Flaro/docs/NAS-EINRICHTEN.md
ScarriffleandClaude Opus 5 3df873c8cd Der Arbeitsrechner baut, das NAS lädt nur
Der Runner auf dem NAS scheitert an der Docker-App des UGREEN: sie lehnt
den Einhängepunkt /var/run/docker.sock ab. Nachgewiesen durch Halbieren
der Compose-Datei — ohne diese eine Zeile wird das Projekt angelegt, mit
ihr nicht, und die Meldung nennt keinen Grund.

Übrig blieben Docker-in-Docker mit privileged oder der Weg über SSH an
der Oberfläche vorbei. Beide geben dem Runner faktisch Root auf dem NAS,
und das für eine Aufgabe, die der Arbeitsrechner ohnehin erledigen kann:
er ist für die Apps nötig, weil Xcode nirgendwo sonst läuft.

Der Workflow löst deshalb nicht mehr bei jedem Push aus. Sonst sammelt
Gitea Läufe an, die niemand abarbeitet, und die Actions-Seite füllt sich
mit Leichen. Er bleibt als workflow_dispatch stehen, der Auslöser ist mit
drei Zeilen wieder da.

Die Anleitung stellt das Bauen vom Arbeitsrechner nach vorn und hält zwei
Dinge fest, die beim Einrichten Zeit gekostet haben: die Docker-App zieht
Images nicht selbst, und die Anmeldung an der Registry will ein
Zugriffstoken statt des Kontopassworts.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
2026-10-04 08:47:42 +02:00

315 lines
9.3 KiB
Markdown

# Flaro auf dem NAS einrichten
Für ein UGREEN-NAS mit der mitgelieferten Docker-App, und für jedes andere
System, auf dem Docker Compose läuft.
## Die kurze Antwort auf „ein Image oder mehrere?"
**Ein einziges.** Die Weboberfläche wird beim Bauen mit hineingelegt und vom
Server selbst ausgeliefert; es gibt keinen zweiten Container, keine Datenbank
daneben, keinen Proxy davor. Ein Container, drei Volumes, fertig.
```
flaro:<fassung> 231 MB
├── .NET-Laufzeit + Flaro
├── wwwroot/ die Weboberfläche
└── ffmpeg + VAAPI-Treiber
```
---
## Schritt 1: Die Architektur bestimmen
**Das ist der Schritt, den man am leichtesten überspringt und am teuersten
bezahlt.** Ein Image für `arm64` läuft auf einem Intel-NAS nicht, und die
Fehlermeldung (`exec format error`) sagt das nicht deutlich.
Auf dem NAS, über SSH oder die Konsole der Docker-App:
```bash
uname -m
```
| Ausgabe | Architektur | Was du bauen musst |
|---|---|---|
| `x86_64` | amd64 | `--platform linux/amd64` |
| `aarch64` | arm64 | `--platform linux/arm64` |
Die meisten UGREEN-Geräte mit Intel-Prozessor (N100, i5) melden `x86_64`.
Ein Mac baut ohne Angabe **arm64** — also gehört die Angabe dazu.
---
## Schritt 2: Das Image auf das NAS bringen
**Das NAS baut nicht, es lädt nur.** Genau wie bei Jellyfin oder jedem
anderen Container: dort baut jemand anderes und veröffentlicht, du ziehst
das Ergebnis. Bei Flaro ist dieser Jemand dein Arbeitsrechner — er ist für
die Apps ohnehin nötig, weil Xcode nirgendwo sonst läuft.
Drei Wege. Der erste ist der vorgesehene; der zweite braucht keine Registry.
### Weg A — über die Registry deines Gitea (empfohlen)
Dein Gitea unter `git.scarriffle.com` bringt eine Container-Registry mit.
Einmal einrichten, danach ist jedes Update ein `docker compose pull`.
#### A1 · Anmelden, einmalig
Nicht mit dem Kontopasswort, sondern mit einem Zugriffstoken: *Gitea →
Einstellungen → Anwendungen → Zugriffstoken*, Berechtigungen
`write:package` und `read:package`. Ein Token lässt sich einzeln widerrufen,
und bei eingeschalteter Zwei-Faktor-Anmeldung funktioniert das Passwort hier
gar nicht.
```bash
docker login git.scarriffle.com
```
Benutzername ist dein Gitea-Name, als Passwort das Token.
#### A2 · Bauen und hochladen
Ein Befehl; er baut amd64 **und** arm64 und lädt beides als ein Manifest
hoch:
```bash
Tools/image-veroeffentlichen.sh
```
Mit einer Fassungsnummer, wenn du sie festnageln willst:
```bash
Tools/image-veroeffentlichen.sh 0.2.0
```
Nur die Architektur des NAS — deutlich schneller, weil die fremde sonst
unter Emulation gebaut wird:
```bash
FLARO_PLATTFORMEN=linux/amd64 Tools/image-veroeffentlichen.sh
```
#### A3 · Das Paket öffentlich stellen
Sonst muss sich auch das NAS anmelden. In Gitea unter
*dein Profil → Pakete → flaro → Einstellungen* auf öffentlich stellen. Der
Quelltext ist ohnehin offen; das Image enthält nichts, was er nicht auch
enthält.
#### A4 · Die Registry im NAS eintragen
In der Docker-App des UGREEN: **Repository → Zahnrad → Quellname des
Images → Hinzufügen**. Dort stehen schon DockerHub und `ghcr.io`; daneben
kommt:
| Feld | Wert |
|---|---|
| Alias | `gitea` |
| Link | `https://git.scarriffle.com/` |
**Bestätigen** — danach findet die Suche in der Docker-App auch
`scarriffle/flaro`. Ist das Paket privat, trägst du unter
*Registierungseinstellungen* Benutzername und dasselbe Zugriffstoken ein.
#### A5 · Das Image herunterladen, bevor du das Projekt anlegst
**Die Docker-App zieht Images nicht selbst.** Steht in einer Compose-Datei
ein Image, das lokal fehlt, bricht sie das Anlegen mit „Bitte überprüfen Sie
die Konfigurationsinformationen" ab — ohne zu sagen, woran es liegt. Also
vorher **Image → Herunterladen**, Registry `gitea`, Quellname
`scarriffle/flaro:latest`.
In der Compose-Datei steht dann:
```yaml
image: git.scarriffle.com/scarriffle/flaro:latest
```
### Weg B — als Datei hochladen
Ohne Registry, dafür bei jedem Update von Hand.
```bash
docker buildx build --platform linux/amd64 \
-f server/Dockerfile -t flaro:latest --load .
```
```bash
docker save flaro:latest | gzip > flaro.tar.gz
```
Das ergibt rund **230 MB** — gemessen, nicht geschätzt. Das `gzip` bringt
dabei fast nichts: die Ebenen eines Docker-Images sind bereits gepackt.
Die Datei über die Dateiverwaltung auf das NAS legen, dann dort:
```bash
docker load < /volume1/docker/flaro.tar.gz
```
In der Compose-Datei steht dann schlicht `image: flaro:latest`.
### Weg C — Gitea baut selbst
`.gitea/workflows/image.yml` liegt im Projekt und kann denselben Bau auf
einem Act-Runner ausführen. **Gitea verteilt Arbeit nur, es baut nicht
selbst** — ohne registrierten Runner passiert nichts.
Der Runner müsste auf dem NAS laufen, und daran scheitert es dort: er
braucht Zugriff auf Docker, denn sein Zweck ist das Bauen von Images. Die
Docker-App des UGREEN lehnt den Einhängepunkt `/var/run/docker.sock` ab —
geprüft, indem die Compose-Datei Zeile für Zeile aufgebaut wurde: ohne diese
eine Zeile wird das Projekt angelegt, mit ihr nicht. Übrig bleiben
`privileged: true` mit einem Docker-in-Docker-Image oder der Weg über SSH an
der Oberfläche vorbei. Beide geben dem Runner faktisch Root auf dem NAS.
Deshalb löst der Workflow **nicht** mehr bei jedem Push aus — sonst sammeln
sich Läufe an, die nie jemand abarbeitet. Er steht auf `workflow_dispatch`
und lässt sich in Gitea von Hand starten, sobald einmal ein Runner da ist.
---
## Schritt 3: Die Compose-Datei
```yaml
services:
flaro:
image: git.scarriffle.com/scarriffle/flaro:latest
container_name: flaro
restart: unless-stopped
ports:
- "8096:8080"
environment:
- TZ=Europe/Zurich
# Schreibt Plakate und NFO neben die Mediendateien. Ohne das bleibt
# der Medienordner unangetastet.
- FLARO_WRITE_SIDECARS=true
volumes:
# Datenbank und Konfiguration. **Das ist das Volume, das du sichern
# musst** — darin stehen Benutzer, Zuordnungen und Sehfortschritt.
- /volume1/docker/flaro/config:/config
# Heruntergeladene Plakate. Verlierbar: wird neu geholt.
- /volume1/docker/flaro/cache:/cache
# Umgepackte Dateien. Ebenfalls verlierbar, kann aber gross werden.
- /volume1/docker/flaro/transcode:/transcode
# Die Medien. Links der Pfad auf dem NAS, rechts der im Container —
# und **rechts** ist der, den du in Flaro einträgst.
- /volume1/Medien/Filme:/media/Filme
- /volume1/Medien/Serien:/media/Serien
# Hardware-Beschleunigung. Weglassen, wenn das NAS keine hat.
devices:
- /dev/dri:/dev/dri
```
### Rechte
Der Container läuft als Benutzer `1000:1000` — der erste Benutzer auf fast
jedem Linux und auf den üblichen NAS-Geräten. Gehören deine Ordner jemand
anderem, setz es ausdrücklich:
```yaml
user: "1001:100"
```
Welche Kennung gilt, sagt auf dem NAS:
```bash
id
```
### Der Port
`8096` ist frei gewählt. Läuft dort schon Jellyfin, nimm etwas anderes —
links die Zahl, unter der du Flaro erreichst, rechts bleibt `8080`.
---
## Schritt 4: Starten und einrichten
```bash
docker compose up -d
```
Dann im Browser `http://<nas>:8096` öffnen. Es erscheint der
Einrichtungsassistent:
1. **Administratorkonto** anlegen — Benutzername und Passwort, mindestens
acht Zeichen.
2. Unter **Verwaltung → Mediatheken** eine Mediathek hinzufügen. Beim Ordner
gehört der Pfad **im Container** hinein, also `/media/Filme`, nicht
`/volume1/Medien/Filme`.
3. **Scannen.** Der Scan liest die Dateien, danach holt Flaro die Metadaten.
4. Unter **Verwaltung → Server → Metadaten** die Sprache einstellen, etwa
`de-DE`. Danach einmal **Metadaten auffrischen** — vorhandene Titel
ändern sich sonst nicht.
---
## Sichern
Was unersetzlich ist, liegt in **einem** Verzeichnis:
```
/volume1/docker/flaro/config/
```
Darin: die SQLite-Datenbank mit Benutzern, Zuordnungen, Sehfortschritt und
Einstellungen. Eine Kopie dieser Datei ist die ganze Sicherung — kein
Datenbank-Dump, kein Export.
`cache` und `transcode` dürfen weg; beides baut sich neu auf.
**Die Mediendateien fasst Flaro nicht an.** Es liest sie, und es legt —
sofern `FLARO_WRITE_SIDECARS=true` gesetzt ist — Plakate und NFO-Dateien
daneben. Umbenannt oder gelöscht wird nie etwas; es gibt im ganzen Programm
keine Stelle, die das könnte.
---
## Aktualisieren
**Zwei Schritte, zwei Maschinen.** Erst baut der Arbeitsrechner die neue
Fassung und legt sie in die Registry:
```bash
Tools/image-veroeffentlichen.sh
```
Dann holt das NAS sie. In der Docker-App genügt das Aktualisieren des
Projekts; über die Kommandozeile:
```bash
docker compose pull && docker compose up -d
```
Migrationen der Datenbank laufen beim Start von selbst. Ein Rückschritt auf
eine ältere Fassung ist **nicht** vorgesehen — vor einem Sprung lohnt eine
Kopie von `config/`.
---
## Wenn etwas nicht geht
```bash
docker compose logs -f flaro
```
| Zeichen | Ursache |
|---|---|
| `exec format error` | falsche Architektur — siehe Schritt 1 |
| Mediathek bleibt leer | der Pfad in Flaro ist der des NAS statt der im Container |
| „Zugriff verweigert" im Protokoll | Rechte, siehe `user:` oben |
| Keine Plakate, Titel wie Dateinamen | kein TMDB-Zugang oder kein Netz |
| Hardware-Beschleunigung greift nicht | `/dev/dri` nicht durchgereicht |
Ein Gesundheitsendpunkt ohne Anmeldung:
```bash
curl http://<nas>:8096/health
```