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Guido Schmit
aa8e903037 Frequenzanzeige: Datenzugang gelöst, Umrechnung nicht — bewusst abgebrochen
IOReport liefert je Kern die Verweilzeit in jeder Leistungsstufe, genau wie
gebraucht: MCPU00 bis MCPU14, 17 Zustände, saubere Deltas zwischen zwei
Messungen.

Die Frequenz zu einer Stufe steht dort aber nicht. Sie muss aus den
voltage-states-Tabellen im IODeviceTree kommen, und die passen nicht: der Kanal
hat 16 Leistungsstufen, keine Tabelle hat 16 Einträge. Dazu sind die Einheiten
uneinheitlich — voltage-states8 enthält echte Hertz (732–2472 MHz),
voltage-states5 dagegen Paare wie (50103, 635), die in keiner Einheit sinnvolle
Taktraten ergeben.

Ab hier wäre es Reverse Engineering undokumentierter Firmware-Tabellen, deren
Format sich zwischen Chip-Generationen ändert — genau die Sorte Code, die beim
nächsten Mac still falsche Zahlen anzeigt statt zu scheitern. Dafür ist eine
Zusatzangabe im Popover zu wenig, solange Phase 6 bis 9 offen sind.

Die halbfertige Implementierung ist entfernt statt auskommentiert: nicht
verdrahteter Code, der nil liefert, verrottet und täuscht später
Vollständigkeit vor. Der Stand samt Fortsetzungsweg steht in
docs/spikes/F-frequenz.md.
2026-08-10 22:36:39 +02:00
Guido Schmit
d345a4fcab Hardened Runtime verlangt eigene TCC-Entitlements
Die Ursache stand wörtlich im Protokoll von tccd:

  Prompting policy for hardened runtime; service: kTCCServiceCalendar requires
  entitlement com.apple.security.personal-information.calendars but it is missing

Bei aktivierter Hardened Runtime verlangt TCC diese Entitlements auch ohne
App-Sandbox. Die verbreitete Annahme, sie gälten nur für sandboxed Apps, ist
falsch — und ich bin ihr aufgesessen. Ohne sie zeigt macOS den Dialog gar nicht
erst an: die Anfrage kommt nach Millisekunden mit false zurück, der Status
bleibt notDetermined, und die App taucht in den Systemeinstellungen nie auf.
Dort lässt sich auch nichts nachtragen, der Kalenderbereich hat kein
Pluszeichen — eine Sackgasse ohne jede Fehlermeldung.

Gesetzt sind jetzt calendars, location, apple-events und audio-input, also
alles, was Phase 3, 4 und 7 brauchen. Sie fehlen sonst genau dann, wenn das
Feature fertig ist und niemand mehr an TCC denkt.

Gefunden durch Ausschluss, nicht durch Nachdenken: eine minimale Test-App
(normales Fenster, im Vordergrund, gleiches Zertifikat, nichts von Onyx darin)
scheiterte identisch. Damit war belegt, dass es nicht an Onyx lag.

Der Weg dorthin führte über mehrere falsche Fährten, die in
docs/spikes/E-tcc-hardened-runtime.md stehen, damit sie niemand zweimal geht —
darunter eine eigene: `log show` wurde von zsh abgefangen, und weil stderr
umgeleitet war, sah die leere Ausgabe wie ein Befund aus.

In der Praxis geprüft: Dialog erscheint, Zugriff erteilt, Status 3.
2026-08-10 18:36:15 +02:00
Guido Schmit
41ee3cc174 Phase 0: Repo-Gerüst und vier Verifikations-Spikes
Vier Annahmen des Plans vor jedem Implementierungscode geprüft:

A (SMC):  Lüftersteuerung bestätigt — F0md/F1md (klein!) als Auto/Manuell-
          Umschalter, F0Tg als Ziel, Grenzen aus F0Mn/F0Mx. SMC-Integer sind
          little-endian, nicht big-endian wie im verbreiteten Intel-Beispielcode.
          Ladelimit: CHWA/CH0B/CH0C/bfE0/bfF0 existieren auf Mac17,9 nicht.
          Key noch nicht identifiziert, deshalb smc-diff.sh für eine
          Differenzmessung ohne jeden Schreibzugriff.
B (Media): mediaremote-adapter läuft unter 26.6.1, aus dem Quellcode gebaut.
          Liefert vollständige Metadaten inkl. Cover aus Google Chrome — der
          Fall, den AppleScript nicht erreicht.
C (Audio): Process Tap + privates Aggregate-Device liefern echte Samples
          (469 Callbacks/5 s, 0 stille Puffer). Konflikt gefunden: SoundSource
          6.1.1 mit ARK.driver ist bereits installiert.
D (Group): App-Group-Container ist aus einem nicht-sandboxed Prozess erreichbar.
          Damit trägt die Sandbox-Entscheidung, die Bridge-App entfällt.

Spikes sind Wegwerfcode zur Verifikation, kein Produktionscode.
2026-08-10 16:47:54 +02:00