Der Wortanker nahm jedes geteilte Wort ab vier Zeichen - also auch
"vegan". Damit passte jedes vegane Produkt auf jede vegane Zutat: "vegane
Butter" landete auf "veganes Muehlen Knusper Bleu", "veganer griechischer
Joghurt" auf "Vegane Muehlen Nuggets" und "veganer Lime Curd" auf "Vegane
Muehlen-Schnitzel auf Basis von Soja". Geteilt wurde dort nur die
Eigenschaft, nicht die Sache.
Beschreibende Woerter begruenden deshalb keinen Treffer mehr - vegan,
vegetarisch, bio, frisch, geschmolzen, ungesalzen, geschaelt, geschnitten,
Zimmertemperatur, oder, optional und so weiter, dazu reine Zahlen. Als
Wortanfaenge aufgefuehrt, weil Deutsch beugt ("vegan", "vegane",
"veganer", "veganes"). Sie sperren aber nicht: "vegane Butter" findet
weiterhin eine "Vegane Butter", nur eben ueber das Wort "Butter".
Wichtig war, die Liste auf BEIDEN Seiten anzuwenden. Sonst steckt "vegan"
weiter im Produktnamen und der Teilstring-Vergleich greift von dort aus.
Gegenprobe mit dem echten Katalog: Von zehn Zutaten bleiben die drei
richtigen Treffer (Mehl, Vollmilch, Aepfel), die sieben erfundenen sind
weg.
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Die Zuordnung war unbrauchbar: "Mehl Typ 405" landete auf "Muehlen
Geschnetzeltes", "Eier" auf "Reis", "Zucker" auf "Joystick fuer WII",
"Apfel" auf "Snack Collection Platten 4 (Waffeln)" und "Salz" auf "Shirt
Casual Fit". Drei Fehler steckten darin.
1. Gegenstaende standen ueberhaupt zur Auswahl. Der Kassenzettel-Abgleich
filtert sie seit immer heraus, mein Rezeptabgleich nicht - also konnten
ein Joystick, ein Shirt und eine Waffelplatte als Zutat gelten. Jetzt
zaehlen nur Lebensmittel, und Einzelstuecke bleiben ebenfalls draussen.
2. Entschieden hat eine Buchstaben-Aehnlichkeit. Die haelt "Eier" und
"Reis" fuer verwandt, weil sich Zeichen ueberlappen. Neu muss ein ganzes
Wort geteilt sein: "Mehl" in "Weissmehl Typ 550" ja, "Mehl" in "Muehlen
Geschnetzeltes" nein. Umlaute und Mehrzahl werden dabei zusammengezogen,
damit "Apfel" auch "Aepfel" findet.
3. Gesucht wurde im ganzen Katalog. Jetzt zuerst dort, wo es hingehoert:
Teilt der Zutatenname ein Wort mit einer Kategorie, gilt nur deren
Teilbaum - "Mehl Typ 405" sucht in "Mehl & Zucker", nicht im Fleisch.
Erst wenn darin nichts passt, zaehlt der Rest.
Die Punktzahl ist damit keine Sperre mehr, sondern nur noch die
Reihenfolge. Als Sperre war sie untauglich in beide Richtungen: "Vollmilch
Zimmertemperatur" gegen "H Vollmilch" kommt auf etwa 40 Punkte, weil das
lange Beiwort den Durchschnitt zieht - offensichtlich dasselbe Produkt.
"Mehl" gegen "Muehlen Geschnetzeltes" kam dagegen ueber 60.
Folge, die so gewollt ist: Wo nichts passt, steht jetzt "nicht zugeordnet"
und gar kein Vorschlag mehr. Ein Vorschlag, den niemand nachvollziehen
kann, ist schlimmer als keiner - er verleitet zum Durchklicken. Die
dauerhafte Loesung fuer echte Luecken ist die gemerkte Zuordnung
("Mealie-Lebensmittel X ist bei uns Y"), die noch aussteht.
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Neue Seite "Rezepte" (nur sichtbar, wenn Mealie eingerichtet ist): links
die Rezeptliste mit Suche, rechts das gewaehlte Rezept mit allen Zutaten
und der einen Frage, die zaehlt - kann ich das heute kochen, oder muss ich
vorher einkaufen? Je Zutat steht der Zustand: vorhanden, zu wenig, fehlt,
Menge unklar oder nicht zugeordnet; Fehlendes ist rot.
Die Portionenzahl laesst sich hochdrehen. Vorrania rechnet die Mengen dann
hoch, bevor es sie mit dem Bestand vergleicht - ein Rezept fuer 4, das man
fuer 8 kocht, braucht die doppelte Menge, und genau danach soll der
Abgleich gehen. Nennt das Rezept keine Portionszahl, wird nicht skaliert
und die Seite sagt das auch.
Drei Dinge entscheidet der Abgleich nacheinander (services/rezepte.py,
bewusst ohne HTTP, damit sich alles mit erfundenen Zutaten pruefen laesst):
1. Welcher Artikel ist gemeint? Unscharf ueber den Namen, gegen Artikel
UND Gruppen - "Milch" ist markenuebergreifend gemeint, und genau dafuer
gibt es Gruppen. Die Schwelle liegt hoeher als beim Kassenzettel: Dort
sieht ein Mensch die Vorschlaege durch, hier darf nicht stillschweigend
das Falsche als vorhanden gelten. Unter der Schwelle bleibt es bei
"nicht zugeordnet" samt Kandidatenliste.
2. Wie viel ist das in Gramm? Ueber die Einheiten und die Hausmasse der
Kategorie - "2 EL Zucker" wird zu 24 g. Fehlt das Mass fuer diese
Kategorie, meldet die Zutat genau das zurueck (Massname und
Kategorie-ID), damit daraus ein "Mass jetzt anlegen" werden kann.
3. Reicht der Bestand? Bei Gruppen ueber dieselbe gewichtete Summe wie in
der Einkaufsliste, damit Untergruppen und Zweiteinheiten gleich zaehlen.
Die Fuzzy-Heuristik lag in routers/products.py und ist nach
services/matching.py gezogen: Der Rezeptabgleich stellt dieselbe Frage, und
zwei Kopien waeren mit der Zeit auseinandergelaufen. Der Kassenzettel-Scan
nutzt sie unveraendert weiter, test_receipt_match.py bleibt gruen.
Dazu zwei Dinge aus deiner Rueckmeldung zur Einstellungs-Karte:
- Der verbundene Zustand bleibt jetzt stehen, statt nur als Meldung
aufzublitzen: Adresse, Version und "Dauertoken hinterlegt" samt den
Knoepfen Pruefen / Zugang aendern / Trennen. Das Formular erscheint nur,
solange nichts eingerichtet ist - ein Dauerzustand gehoert nicht in ein
Eingabefeld, sonst sieht man nie, ob es geklappt hat.
- Leere Felder melden sich auf Deutsch ("Bitte das Passwort eingeben.")
statt mit der rohen Schema-Meldung "String should have at least 1
character", die niemandem sagt, welches Feld gemeint ist.
Der Knopf "Fehlende zur Einkaufsliste" fehlt noch: Vorranias Einkaufsliste
wird heute vollstaendig aus Mindestbestaenden gerechnet und hat keinen Ort
fuer einen eigenen Eintrag. Das ist der naechste Schritt; die Seite sagt es
auch so.
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