Dateinamen erkennen, Verzeichnisse durchlaufen, abgleichen, blättern. Noch ohne TMDB — die Titel kommen vorerst aus den Dateinamen, und genau daran entscheidet sich später, ob die Metadatenquelle etwas findet. **Der Dateiname ist die Stelle, an der Medienserver in der Praxis scheitern.** Was auf der Platte liegt, heisst nicht „Der Fall", sondern `Notruf.Hafenkante.S01E01.German.1080p.WEB-DL.x264-GRP.mkv`. Das Verfahren schneidet ab dem ersten Technik-Merkmal ab, statt einzelne Tags herauszulösen: Letzteres klingt gründlicher, lässt aber bei jedem unbekannten Tag Bruchstücke stehen — und unbekannte Tags gibt es immer. Drei Fälle, an denen sich die Regeln entscheiden, alle geprüft: - **„Blade Runner 2049" behält seine Zahl.** Eine Jahreszahl muss plausibel sein; was weit in der Zukunft liegt, gehört zum Titel. Ohne diese Grenze hiesse der Film „Blade Runner", erschienen 2049, und keine Metadatenquelle fände ihn so. - **„S.W.A.T." behält seine Punkte.** Trennpunkte werden nur dort zu Leerzeichen, wo sonst keine sind — stehen welche im Namen, hat jemand von Hand benannt, und seine Punkte sind gewollt. (Der Schlusspunkt fiel erst einem Test auf.) - **Ohne Folgennummer wird nichts geraten.** Eine erfundene Staffel 1 landete unter einer Serie, zu der die Datei nicht gehört. **`@eaDir` ist der Grund, warum der Walker von Hand absteigt.** Synologys Vorschauablage enthält eine Kopie *jeder* Datei; mit `SearchOption.AllDirectories` — der bequemen Fassung — stünde jeder Film zweimal in der Mediathek, zur Hälfte als unbrauchbare Kopie. Äste beschneiden kann nur, wer selbst absteigt. Ein gesperrter Unterordner bricht den Lauf nicht ab, sondern wird vermerkt. **Die Datei zeigt auf den Titel, nicht umgekehrt.** Sieht herumgedreht aus und ist Absicht: ein Film liegt oft als 4K *und* als 1080p vor. Trüge der Film den Verweis auf seine eine Datei, wäre die zweite Fassung ein Umbau am Datenmodell — so ist sie eine Zeile mehr. Geprüft. **Der Scan läuft im Hintergrund**, nicht in der Anfrage: ein Bestand mit 40 000 Titeln braucht Minuten, und eine so lange offene Anfrage läuft hinter jedem Reverse Proxy ins Zeitlimit. Einer je Bibliothek, sonst löschen sich zwei Läufe gegenseitig die Einträge. Aufgeräumt wird über den Zeitstempel des Laufs — billiger, als sich alle gesehenen Pfade zu merken. Zweimal scannen ergibt dasselbe wie einmal. Das ist der Fehler, den man sonst erst nach Wochen bemerkt, wenn jeder Film fünfmal dasteht. 131 Tests grün (88 Kern, 43 Schnittstelle). Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Halo-Server
Ein Medienserver, der dieselben Dinge kann wie Jellyfin — und zwei, die dort nicht gehen.
Stand: Stufe 1 von 5. Es gibt Benutzer, Anmeldung, Einrichtung und das
Gerüst. Einen Film spielt er noch nicht ab. Der Entwurf samt Begründungen steht
in docs/superpowers/specs/2026-10-03-halo-server-design.md.
Warum
Download mit allen Tonspuren. Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab; was offline landet, ist einspurig, und welche Spur es ist, entscheidet der Server. Einmal war es die Audiodeskription — drei Gigabyte Mobilfunk für eine Datei, die niemand hören wollte.
Fortschritt ohne Schwelle. Jellyfin merkt sich unterhalb eines Mindestanteils gar nichts. Wer zehn Minuten sieht und abbricht, findet beim nächsten Mal keinen Anknüpfungspunkt.
Betreiben
cp docker-compose.example.yml docker-compose.yml
# Pfade anpassen — jeder darin ist ein Beispiel, keiner stimmt bei dir.
docker compose up -d
Dann http://localhost:8080 öffnen; der Einrichtungsassistent legt das erste
Administratorkonto an. Danach verschliesst sich dieser Weg von selbst.
Einstellungen
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung im Image |
|---|---|---|
HALO_DATA |
Datenbank und Einstellungen. Das Einzige, was gesichert werden muss. | /config |
HALO_CACHE |
Bilder und Zwischenstände. Darf verlorengehen. | /cache |
HALO_TRANSCODE |
Kratzplatz fürs Umrechnen. Am besten auf eine SSD. | /transcode |
ASPNETCORE_URLS |
Worauf gelauscht wird | http://+:8080 |
TZ |
Zeitzone | UTC |
HALO_RATELIMIT_SIGNIN |
Anmeldeversuche je Minute und Adresse | 10 |
HALO_RATELIMIT_POLLING |
Nachfragen je Minute und Adresse | 120 |
Medienpfade stehen hier nicht. Sie werden in der Oberfläche als Bibliotheken angelegt und liegen in der Datenbank — sonst müsste der Container neu starten, um eine Bibliothek hinzuzufügen.
Rechte
Das Image läuft als 1000:1000, nicht als root. Gehören die eingehängten
Verzeichnisse jemand anderem, trage in der Compose-Datei
user: "<uid>:<gid>" ein (id -u und id -g auf dem Wirt sagen, welche)
oder übereigne sie mit chown.
Stimmt etwas nicht, bricht der Server beim Start ab und nennt Variable, Pfad, seine eigene Kennung und den nächsten Schritt. Das ist Absicht: ohne diese Meldung stünde dort nur „unable to open database file".
Hardware fürs Umrechnen
/dev/dri durchreichen — VAAPI deckt Intel wie AMD ab. Fehlt es, rechnet Halo
in Software; das ist langsamer, aber es läuft. Zum blossen Umpacken wird gar
keine Hardware gebraucht, und das ist der Weg, der den meisten Beständen
hilft.
Entwickeln
dotnet test # 55 Tests
dotnet run --project src/Halo.Api # auf http://localhost:5000
Ohne gesetzte Variablen legt der Server data/, cache/ und transcode/
neben dem Programm an.
# Image bauen, beide Architekturen
docker buildx build --platform linux/amd64,linux/arm64 -t halo:dev .
# Eine Migration nach einer Modelländerung
dotnet ef migrations add <Name> --project src/Halo.Data --startup-project src/Halo.Api --output-dir Migrations
Migrationen wandern beim Start des Servers, nicht über ein eigenes Kommando.
Aufbau
| Projekt | Aufgabe |
|---|---|
Halo.Core |
Domäne: Benutzer, Anmeldung, Bibliotheken. Kennt kein HTTP und keine Datenbank |
Halo.Data |
EF Core, SQLite, Migrationen |
Halo.Api |
Endpunkte, Authentifizierung, Auslieferung der Oberfläche |
Was sicherheitsrelevant ist, liegt in Halo.Core — dort ist es ohne Server
prüfbar, und die Tests dazu sind die, die am meisten wert sind.
Zwei Entscheidungen, die beim Lesen Fragen aufwerfen
Zeitpunkte liegen als Unix-Millisekunden in der Datenbank, nicht als Text.
SQLite hat keinen Zeittyp; ein DateTimeOffset landet sonst als Text mitsamt
Zonenversatz, und dann steht …T12:00+02:00 neben …T11:00Z — derselbe
Augenblick, als Text aber falsch herum sortiert. EF weigert sich deshalb,
ExpiresAt > jetzt überhaupt zu übersetzen.
Token sind keine JWT. Der Server schlägt sie nach, statt sie zu prüfen. Ein nachgeschlagenes Token lässt sich sofort widerrufen; ein signiertes gilt bis zum Ablauf weiter, und für ein verlorenes Telefon ist das der falsche Satz. In der Datenbank steht nur der Fingerabdruck.
Anmeldung am Fernseher
Ein Passwort auf der Apple-TV-Fernbedienung zu tippen ist eine Zumutung. Stattdessen:
- Der Fernseher fordert an und bekommt einen sechsstelligen Code für den Bildschirm und einen Abholschein, den nur er kennt.
- Am Telefon, angemeldet, wird der Code bestätigt — dort steht, welches Gerät.
- Der Fernseher holt mit seinem Abholschein das Token ab.
Der Code allein holt nie ein Token ab. Ohne den Abholschein wären sechsstellige Codes ein Türschloss mit einer Million Schlüsseln.
Lizenz
GPL-2.0-only. Abhängigkeiten müssen dazu passen: MIT, BSD oder GPL-2.0.
Apache-2.0 ist ausgeschlossen — Einzelheiten und der Grund stehen in
LICENSES.md.