Der geplante Film zeigte weiter „Abspielen" und „Herunterladen", und wer
drückte, bekam „Dieser Titel ist ab dem 6.10. um 18 Uhr verfügbar". Die
Sperre im Server war richtig; die Oberfläche wusste nur nichts davon.
Gemessen: die Liste führte `PublishAt` seit jeher mit, die Einzelabfrage
`GET /api/v1/movies/{id}` nicht — und die Detailseite entscheidet genau
daran. `publishAt` kam also immer als `null` an, die Prüfung lief ins
Leere. Dasselbe fehlte bei `GET /api/v1/series/{id}` und bei den Folgen.
Jetzt steht dort, wo sonst der Knopf stünde: „Bald ist es soweit", mit
dem Termin darunter. Kein Versprechen, das beim Klicken zurückgenommen
wird.
Der Test prüfte bisher nur die Liste — darum fiel es nicht auf. Er fragt
jetzt die Detailseite und schlägt ohne die Korrektur fehl.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Flaro-Server
Ein Medienserver, der dieselben Dinge kann wie Jellyfin — und zwei, die dort nicht gehen.
Stand: Stufe 3 von 5. Benutzer, Anmeldung, Einrichtung, Bestand einlesen,
Metadaten — und Download mit allen Ton- und Textspuren, der Grund für
dieses Projekt. Was noch fehlt: Streamen mit Umrechnen (HLS), Fortschritt und
Gesehen-Status, Live TV. Der Entwurf samt Begründungen steht
in docs/superpowers/specs/2026-10-03-flaro-server-design.md.
Warum
Download mit allen Tonspuren. Jellyfins Transcode-Endpunkt bildet eine Tonspur je Sitzung ab; was offline landet, ist einspurig, und welche Spur es ist, entscheidet der Server. Einmal war es die Audiodeskription — drei Gigabyte Mobilfunk für eine Datei, die niemand hören wollte.
Fortschritt ohne Schwelle. Jellyfin merkt sich unterhalb eines Mindestanteils gar nichts. Wer zehn Minuten sieht und abbricht, findet beim nächsten Mal keinen Anknüpfungspunkt.
Betreiben
cp docker-compose.example.yml docker-compose.yml
# Pfade anpassen — jeder darin ist ein Beispiel, keiner stimmt bei dir.
docker compose up -d
Dann http://localhost:8080 öffnen; der Einrichtungsassistent legt das erste
Administratorkonto an. Danach verschliesst sich dieser Weg von selbst.
Einstellungen
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung im Image |
|---|---|---|
FLARO_DATA |
Datenbank und Einstellungen. Das Einzige, was gesichert werden muss. | /config |
FLARO_CACHE |
Bilder und Zwischenstände. Darf verlorengehen. | /cache |
FLARO_TRANSCODE |
Kratzplatz fürs Umrechnen. Am besten auf eine SSD. | /transcode |
ASPNETCORE_URLS |
Worauf gelauscht wird | http://+:8080 |
TZ |
Zeitzone | UTC |
FLARO_RATELIMIT_SIGNIN |
Anmeldeversuche je Minute und Adresse | 10 |
FLARO_RATELIMIT_POLLING |
Nachfragen je Minute und Adresse | 120 |
Medienpfade stehen hier nicht. Sie werden in der Oberfläche als Bibliotheken angelegt und liegen in der Datenbank — sonst müsste der Container neu starten, um eine Bibliothek hinzuzufügen.
Rechte
Das Image läuft als 1000:1000, nicht als root. Gehören die eingehängten
Verzeichnisse jemand anderem, trage in der Compose-Datei
user: "<uid>:<gid>" ein (id -u und id -g auf dem Wirt sagen, welche)
oder übereigne sie mit chown.
Stimmt etwas nicht, bricht der Server beim Start ab und nennt Variable, Pfad, seine eigene Kennung und den nächsten Schritt. Das ist Absicht: ohne diese Meldung stünde dort nur „unable to open database file".
Hardware fürs Umrechnen
/dev/dri durchreichen — VAAPI deckt Intel wie AMD ab. Fehlt es, rechnet Flaro
in Software; das ist langsamer, aber es läuft. Zum blossen Umpacken wird gar
keine Hardware gebraucht, und das ist der Weg, der den meisten Beständen
hilft.
Weboberfläche
Der Server liefert sie selbst aus, unter derselben Adresse wie die Schnittstelle. Kein Proxy davor, kein CORS, kein Mischmasch aus http und https. Gebaut wird sie im Image mit; wer nur an ihr arbeitet, nimmt Vite:
cd ../web/app
npm install
FLARO_SERVER=http://localhost:18080 npm run dev # auf http://localhost:5173
Vite reicht /api an den Server weiter, damit die Herkunft dieselbe bleibt
wie im Betrieb.
Der Zugang liegt in einem Cookie, nicht nur in der Kopfzeile. Ein
<img>, ein <video> und ein Download-Link senden keine eigenen
Kopfzeilen; das Token stattdessen in die Adresse zu schreiben hiesse, es in
jedes Zugriffsprotokoll und jeden weitergegebenen Link zu setzen. Das Cookie
ist HttpOnly und SameSite=Strict, Secure nur über https — sonst liesse
sich die Oberfläche im Heimnetz gar nicht benutzen. Die Apps benutzen
weiterhin die Kopfzeile: ein zweiter Weg zum selben Token, kein zweites
Verfahren.
Entwickeln
dotnet test # 313 Tests
dotnet run --project src/Flaro.Api # auf http://localhost:5000
Ohne gesetzte Variablen legt der Server data/, cache/ und transcode/
neben dem Programm an.
# Image bauen, beide Architekturen.
# **Aus der Wurzel des Projekts**, nicht aus server/: der Bau braucht
# web/app für die Oberfläche.
cd .. && docker buildx build --platform linux/amd64,linux/arm64 \
-f server/Dockerfile -t flaro:dev .
# Ein lokaler Server mit Beispielmedien zum Ausprobieren
Tools/demo-medien.sh && docker compose -f server/docker-compose.local.yml up -d --build
# Eine Migration nach einer Modelländerung
dotnet ef migrations add <Name> --project src/Flaro.Data --startup-project src/Flaro.Api --output-dir Migrations
Migrationen wandern beim Start des Servers, nicht über ein eigenes Kommando.
Aufbau
| Projekt | Aufgabe |
|---|---|
Flaro.Core |
Domäne: Benutzer, Anmeldung, Bibliotheken. Kennt kein HTTP und keine Datenbank |
Flaro.Data |
EF Core, SQLite, Migrationen |
Flaro.Media |
ffprobe und ffmpeg. Als eigene Prozesse, nicht eingebunden |
Flaro.Metadata |
TMDB und die Bildablage. Hinter einer Schnittstelle, damit alles andere ohne Netz prüfbar bleibt |
Flaro.Api |
Endpunkte, Authentifizierung, Auslieferung der Oberfläche |
Was sicherheitsrelevant ist, liegt in Flaro.Core — dort ist es ohne Server
prüfbar, und die Tests dazu sind die, die am meisten wert sind.
Zwei Entscheidungen, die beim Lesen Fragen aufwerfen
Zeitpunkte liegen als Unix-Millisekunden in der Datenbank, nicht als Text.
SQLite hat keinen Zeittyp; ein DateTimeOffset landet sonst als Text mitsamt
Zonenversatz, und dann steht …T12:00+02:00 neben …T11:00Z — derselbe
Augenblick, als Text aber falsch herum sortiert. EF weigert sich deshalb,
ExpiresAt > jetzt überhaupt zu übersetzen.
Token sind keine JWT. Der Server schlägt sie nach, statt sie zu prüfen. Ein nachgeschlagenes Token lässt sich sofort widerrufen; ein signiertes gilt bis zum Ablauf weiter, und für ein verlorenes Telefon ist das der falsche Satz. In der Datenbank steht nur der Fingerabdruck.
Bestand einlesen
POST /api/v1/libraries/{id}/scan stösst an, antwortet sofort mit 202
GET /api/v1/libraries/{id}/scan Stand: idle | running | enriching | finished | failed
GET /api/v1/movies?search=&skip=&take=
GET /api/v1/series
GET /api/v1/series/{id}/episodes?season=
GET /api/v1/images/{schlüssel}
Der Scan läuft im Hintergrund, nicht in der Anfrage: ein Bestand mit 40 000 Titeln braucht Minuten, und eine so lange offene Anfrage läuft hinter jedem Reverse Proxy ins Zeitlimit. Einer je Bibliothek gleichzeitig.
Zweimal scannen ergibt dasselbe wie einmal. Zugeordnet wird über den Titel aus dem Dateinamen — der angezeigte kommt nach dem ersten Lauf von TMDB und ändert sich dabei.
Metadaten
Flaro bringt einen TMDB-Zugang mit — es läuft ohne Einrichtung. Wer lieber
seinen eigenen benutzt, hinterlegt ihn unter PUT /api/v1/settings/metadata;
der sticht den mitgelieferten. Abgefragt werden kann nur, ob einer da ist und
ob es der mitgelieferte ist — der Zugang selbst kommt nie zurück.
Hinterlegt werden kann beides, was auf TMDBs Kontoseite steht: der API Read
Access Token (empfohlen — er geht als Authorization-Kopfzeile hinaus, nicht
in der Adresse, und kann nur lesen) oder der ältere API Key.
Die Sprache steht auf en-US und wird in denselben Einstellungen umgestellt.
Bilder werden einmal heruntergeladen und liegen unter FLARO_CACHE. Die App
holt sie bei Flaro, nicht bei TMDB: sonst bräuchte sie dafür Internet, und TMDB
erführe, wer wann was ansieht.
Der Hinweis auf TMDB ist Pflicht, keine Höflichkeit. Deren Bedingungen
verlangen Logo und einen festen Satz. Beides liefert
GET /api/v1/system/info unter attributions — ohne Anmeldung abrufbar,
damit ein Client es auch auf dem Anmeldebildschirm zeigen kann. Jeder Client
muss es anzeigen.
Herunterladen — mit allen Spuren
GET /api/v1/files/{id}/delivery was passieren wird, bevor etwas passiert
GET /api/v1/files/{id}/download die Datei — oder 202, solange umgepackt wird
delivery zuerst fragen. Dort steht, ob die Datei unverändert hinausgeht
oder umgepackt wird, welche Tonspuren dabei neu gerechnet werden müssen und
welche Untertitel nicht mitkönnen. Drei Gigabyte zu laden und erst danach zu
merken, dass die Untertitel fehlen, war der Anlass für dieses Projekt.
Alle Tonspuren kommen mit. Der Plan hat kein Feld „welche Tonspur" — es gibt nichts auszuwählen, weil alle mitgehen. Sprachkennungen und Spurnamen überstehen das Umpacken; nachgewiesen an einer Datei mit „Deutsch" und „Audiodeskription", die sich allein am Namen unterscheiden.
Das Bild wird nie angefasst. Es wandert Byte für Byte in die MP4. Nur Tonspuren in Codecs, die das Gerät nicht kennt — DTS, TrueHD —, werden neu gerechnet, und auch dann keine einzige Bildzeile.
Bildbasierte Untertitel fallen weg. PGS und VobSub passen in keine MP4.
Das steht in delivery unter subtitlesDropped, statt stillschweigend zu
geschehen.
Umgepackt wird auf die Platte, nicht in die Antwort. Der bequeme Weg wäre,
ffmpeg unmittelbar durchzureichen — dann kennt aber niemand die Länge im
Voraus: kein Fortschrittsbalken, kein Fortsetzen, kein Springen. Dafür gibt es
FLARO_TRANSCODE.
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung |
|---|---|---|
FLARO_FFMPEG |
Pfad zu ffmpeg | ffmpeg |
FLARO_FFPROBE |
Pfad zu ffprobe | ffprobe |
Zuordnung korrigieren
GET /api/v1/movies/{id}/matches?query=&year= Vorschläge
PUT /api/v1/movies/{id}/match { "tmdbId": 70523 }
GET /api/v1/series/{id}/matches?query=&year=
PUT /api/v1/series/{id}/match
Weil Raten manchmal danebengeht. Die Suche nach „Dark" lieferte „Dark Shadows" von 1966 — ohne Jahresangabe gewinnt bei TMDB der beliebteste Treffer. Dagegen hilft keine bessere Heuristik, sondern nur die Möglichkeit, es richtigzustellen.
Eine Korrektur wird festgeschrieben: in der Datenbank, in der NFO-Datei
und als lockdata. Danach sucht kein Lauf mehr danach, und ein Neuaufbau der
Datenbank oder ein Umzug findet die Entscheidung wieder. Bei einer Serie
werden die Folgen gleich mit neu geholt — die alten gehörten zur falschen
Serie.
Nur Administratoren, denn es ändert die Mediathek für alle.
Beiwerk im Medienordner
Mit FLARO_WRITE_SIDECARS=true legt Flaro Plakate, Hintergründe und
NFO-Dateien neben den Film:
Der Untergang (2004)/
├── Der Untergang (2004).mkv
├── poster.jpg
├── fanart.jpg
└── movie.nfo
Liegen mehrere Filme in einem Ordner, heisst das Beiwerk
Der Untergang (2004)-poster.jpg — sonst überschrieben sie sich gegenseitig.
Serien bekommen tvshow.nfo eine Ebene über dem Staffelordner, Folgen je eine
NFO und ein Standbild neben der Datei.
Standardmässig aus, und die Medieneinhängung muss dafür ohne :ro
auskommen. Was Flaro schreiben darf, steht als Erlaubnisliste im Code
(SidecarNames): alles andere wird abgelehnt, und Mediendateien werden nie
geändert, umbenannt oder gelöscht. Transcode-Zwischenstände kommen nie in
einen Medienordner — die liegen unter FLARO_TRANSCODE.
Gelesen wird auch ohne Schreiberlaubnis. Eine vorhandene NFO ist eine
Zuordnung, die jemand getroffen hat; Flaro nimmt sie und sucht gar nicht erst.
Dasselbe gilt für Ordnernamen der Form Der Untergang (2004) [tmdbid-613] —
Flaro liest sie, benennt aber nichts um. Umbenennen ist der einzige
Eingriff, der eine Bibliothek wirklich zerlegen kann.
| Variable | Bedeutung | Voreinstellung |
|---|---|---|
FLARO_WRITE_SIDECARS |
Beiwerk in den Medienordner schreiben | false |
Anmeldung am Fernseher
Ein Passwort auf der Apple-TV-Fernbedienung zu tippen ist eine Zumutung. Stattdessen:
- Der Fernseher fordert an und bekommt einen sechsstelligen Code für den Bildschirm und einen Abholschein, den nur er kennt.
- Am Telefon, angemeldet, wird der Code bestätigt — dort steht, welches Gerät.
- Der Fernseher holt mit seinem Abholschein das Token ab.
Der Code allein holt nie ein Token ab. Ohne den Abholschein wären sechsstellige Codes ein Türschloss mit einer Million Schlüsseln.
Lizenz
GPL-2.0-only. Abhängigkeiten müssen dazu passen: MIT, BSD oder GPL-2.0.
Apache-2.0 ist ausgeschlossen — Einzelheiten und der Grund stehen in
LICENSES.md.