Es dauerte eine halbe Minute bis zum ersten Bild. Der Grund war nicht die
Leitung, sondern der Server: „Auto\" begann mit acht Megabit, und das heisst
1080p von der ersten Sekunde an. So lange braucht er, um das zu rechnen.
Jetzt wird mit drei Megabit begonnen — also 720p. Das laeuft in wenigen
Sekunden an, sieht einen Augenblick lang weicher aus, und von dort geht es
hinauf, sobald sich zeigt, dass die Leitung mehr traegt.
Dabei steckt eine Falle, die den ganzen Gewinn aufgezehrt haette: der
Server baut seine Leiter aus der Bestellung. Wer mit drei Megabit anfaengt,
bekommt eine Leiter, deren oberste Sprosse drei Megabit ist — und der
billige Hebel bewegt sich nur **innerhalb** dieser Leiter. Aus dem
schnellen Start waere ein Film geworden, der den ganzen Abend in 720p
bleibt.
Hoeher geht es deshalb ueber einen Neuaufbau, und der braucht Regeln: nicht
zu frueh, nicht nach einem Ruckler, nicht ohne Vorrat, nicht oefter als
zweimal. Sie stehen in `UpgradeRule` — reiner Typ, dreizehn Tests, wie beim
Absenken. Und deutlich zurueckhaltender als dort: ein zu spaetes Absenken
bedeutet Ruckeln, ein zu spaetes Hinaufschalten ein etwas weicheres Bild.
Das erste ist ein Fehler, das zweite eine Geschmacksfrage.
Bei Live-TV wird nicht hinaufgegangen: dort kostet jeder Neuaufbau den
Tuner, und ein schaerferes Bild ist diesen Einsatz nicht wert.
`StallLedger` kann jetzt sagen, wann der letzte Ruckler war — das brauchte
die Regel, und „noch nie gestockt\" ist etwas anderes als „vor langer Zeit\".
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Eingedeutschte Fachbegriffe in den Kommentaren — „Wachhund" für
Watchdog, „Motor" für Engine. Das liest sich albern und ist unklarer als
das Original; niemand sagt Wachhund, wenn er einen Watchdog meint.
Acht Stellen berichtigt. Gewöhnliche Sprache bleibt deutsch, der Stil
der Kommentare ändert sich nicht.
Dazu die Plex-Leiter messbar gemacht: `--leiter` baut dieselbe Anfrage
zweimal, mit und ohne `autoAdjustQuality=1`, und zählt die Stufen. Die
Zeile steht seit dem Umbau im Code und war nie geprüft — genau die Art
ungeprüfter Annahme über Serververhalten, die bei Jellyfin vier Runden
gekostet hat.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Bisher gab es über eine laufende Wiedergabe zwei Zahlen — gemessene
Bitrate und verworfene Bilder —, und die standen nur zur Anzeige da. Die
Frage „trägt die Leitung das gerade" war nicht zu beantworten, weder für
den Nutzer noch für die App.
**Die wichtigste neue Zahl ist `variantCount`.** Sie kommt aus
`AVAsset.variants`, also vom Parser des Players, und beantwortet die
Frage, ob es überhaupt etwas zum Umschalten gibt. Steht dort 1, greift
jedes Nachregeln ins Leere — und genau das ist heute der Fall, weil die
App bei beiden Servern eine Playlist mit einer Stufe bestellt.
Dazu der Pufferstand aus `loadedTimeRanges`: der einzige echte
Frühwarner. Schrumpft er schneller, als die Zeit vergeht, kommt weniger
herein als hinausgeht — zehn bis zwanzig Sekunden, bevor das Bild steht.
Alles andere meldet sich erst danach.
**Verworfene Bilder werden jetzt über alle Protokolleinträge summiert.**
Das Zugriffsprotokoll legt bei jedem Stufenwechsel einen neuen an, dessen
Zähler bei null beginnt; wer nur `last` liest, hält eine Wiedergabe für
makellos, die schon zwanzigmal Bilder verworfen hat.
**Der Wachhund war blind für den häufigsten Fall.** Vierzig Sekunden am
Stück ohne Daten brechen ab — aber er setzte sich bei jedem kurzen
Erholen zurück, und zehn Rückler à dreißig Sekunden lösten ihn nie aus.
`StallLedger` zählt daneben mit, wie viel Zeit im gleitenden Fenster
fürs Warten draufging. Es bricht nichts ab, es stellt nur fest — und ist
ein reiner Typ ohne Uhr und ohne AVFoundation, damit sich eine Folge von
Rücklern als Zahlenreihe hinschreiben und das Urteil prüfen lässt.
Sieben Tests, darunter genau der Fall, an dem der alte Wachhund
vorbeisah.
Gezählt wird nur der Weg vom Spielen ins Warten. Das anfängliche Puffern
ist der Start, kein Rückler; würde es mitgezählt, hätte jede Wiedergabe
eine Vorstrafe.
Und zwei Kommentare sind berichtigt. Sie behaupteten, AVPlayer wechsle
die Bitrate von selbst und das sei „die zugesagte automatische
Qualitätsanpassung". Umschalten kann er nur zwischen Varianten, die in
der Liste stehen.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>