Das Sitzungs-Token trug den Benutzernamen als Subjekt, und get_current_user
suchte danach. Eine Umbenennung machte damit jedes Token auf jedem anderen
Geraet stillschweigend ungueltig — der Nutzer flog ohne Hinweis raus.
Tokens tragen jetzt zusaetzlich uid, die unveraenderliche Zeilen-ID, und die
Aufloesung geht darueber. sub bleibt als Anzeigename erhalten. Tokens ohne
uid werden weiter ueber den Namen aufgeloest, damit vor der Aenderung
ausgestellte Sitzungen gueltig bleiben — mit "Angemeldet bleiben" laufen die
180 Tage.
Fuer SSO war die Zuordnung schon vorher richtig: OIDCIdentity haengt an
(provider_key, sub) des Providers, und bei bekanntem sub wird der lokale
Benutzername nicht angefasst. Ein umbenannter Nutzer in Authentik landet also
unveraendert auf demselben Konto. Vier Tests halten beide Richtungen fest:
Umbenennung beim Provider, lokale Umbenennung mit weiterlaufender Sitzung,
lokale Umbenennung mit erhaltener SSO-Verknuepfung, und die Kompatibilitaet
alter Tokens.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Bisher war eine SSO-Anmeldung ohne passendes Konto eine Sackgasse: rote
Fehlermeldung, kein Weg weiter. Die Verknuepfung ging nur ueber
LINK_BY_EMAIL, das der E-Mail-Verwaltung des Providers vertrauen muss.
Jetzt endet der Callback bei einer besitzerlosen Identitaet nicht im Fehler,
sondern parkt sie in einem kurzlebigen signierten HttpOnly-Cookie und leitet
auf /?sso_link=1. Der Login-Screen bittet daraufhin einmalig um das
Calendarr-Passwort; nach erfolgreichem Login loest der Client
POST /api/auth/oidc/link-pending ein und die Identitaet haengt an genau dem
Konto, das sich gerade ausgewiesen hat. Beide Haelften sind damit bewiesen —
das ID-Token haben wir selbst geprueft, das Konto durch das Passwort — und
die Vertrauensannahme ueber die E-Mail entfaellt.
Das greift fuer alle drei Faelle, in denen eine gueltige Identitaet keinen
Besitzer hat: kein Konto vorhanden, Selbstregistrierung aus, oder E-Mail
bereits vergeben.
Ausserdem: unbekannte Fehler-Slugs werden jetzt mit angezeigt statt hinter
"Anmeldung fehlgeschlagen" zu verschwinden — genau die Information, die zur
Diagnose fehlte. Und oidc_token_exchange_failed hat eine eigene Meldung, die
auf Client-Typ und Redirect-URI hinweist, weil das der haeufigste
Konfigurationsfehler ist.
Sechs Tests dazu; Ablauf zusaetzlich im Browser gegen einen echten
OIDC-Stub-Provider durchgespielt: Hinweis statt Fehler, Verknuepfung nach
Passwort-Login, danach Anmeldung allein per SSO.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Authlib wertet "Aufrufer hat eine Nonce uebergeben, das Token traegt keine"
als Mismatch. Das ist fuer den erneuerten Token der mobilen Clients falsch:
ein per Refresh-Token geholtes ID-Token laesst die nonce-Claim regulaer weg,
womit der Hintergrund-Refresh immer an einem 401 gescheitert waere.
Die Nonce wird daher nicht mehr an Authlib durchgereicht, sondern hier
geprueft: vorhandene Nonce muss passen, und der Browser-Flow verlangt sie
zusaetzlich zwingend (require_nonce) — dort erzeugen wir sie selbst, also
muss der Provider sie zurueckspiegeln. Signatur und uebrige Claims bleiben
unveraendert bei Authlib.
Zwei Tests dazu: erneuertes Token ohne Nonce wird angenommen, Browser-Flow
ohne Nonce abgelehnt.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Die Apps duerfen keine Scopes erfinden: ein Scope, den der Provider nicht
kennt, laesst ihn die gesamte Authorization-Anfrage ablehnen. Daher legt
jetzt der Server fest, was die nativen Clients anfragen.
OIDC_<KEY>_MOBILE_SCOPES ist frei setzbar; ohne Angabe sind es die
Web-Scopes plus offline_access, damit Authentik ab 2024.2 ueberhaupt ein
Refresh-Token ausstellt. Der Browser-Flow bleibt unveraendert, der braucht
kein offline_access. Ausgeliefert wird der Wert als mobile_scopes in
/api/auth/oidc/providers, aber nur wenn eine MOBILE_CLIENT_ID konfiguriert
ist.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>
Zusaetzlicher Anmeldeweg per OIDC neben dem bestehenden Passwort-Login. Ohne
gesetztes OIDC_PROVIDERS aendert sich nichts: /api/auth/oidc/providers meldet
enabled:false und der Login-Screen bleibt unveraendert.
Backend
- oidc_config.py: Provider-Registry rein aus ENV. Ein zweiter Provider ist
reine Konfiguration (OIDC_PROVIDERS + OIDC_<KEY>_* Block), keine Codeaenderung.
- oidc_client.py: Discovery, JWKS, Token-Tausch, ID-Token-Pruefung ueber
authlib.jose mit fest gepinnter Signatur-Allowlist (nur asymmetrisch, damit
alg:none und Algorithmus-Confusion ausgeschlossen sind).
- oidc_identity.py: Zuordnung ueber (provider_key, sub). Ein E-Mail-Treffer auf
ein bestehendes Konto wird standardmaessig abgelehnt statt verknuepft — sonst
erbt jeder, der im IdP eine beliebige E-Mail setzen kann, das passende Konto.
Verknuepfen ist eine explizite, authentifizierte Aktion. Auto-Provisioning
nur per ENV-Flag, standardmaessig aus, optional mit Domain-Allowlist.
- routers/oidc_router.py: /providers, /start, /callback, /complete, /exchange,
/link, /identities. PKCE S256; Flow-State als kurzlebiges signiertes JWT in
einem HttpOnly-Cookie mit jti==state statt eines prozesslokalen Dicts, damit
der Flow Neustarts und mehrere Worker uebersteht. Das Calendarr-JWT wird ueber
ein Einmal-Cookie uebergeben, nie ueber URL oder Fragment.
- /exchange als Kontrakt fuer die AppAuth-Clients: die App fuehrt den Flow als
Public Client selbst aus und tauscht das ID-Token; kein Secret im Request.
- models.py: neue Tabelle oidc_identities, users.auth_source; Migration in
main.py im dortigen try/except-Stil.
Nebenbefund, mitbehoben: auth.verify_password liess ValueError aus
bcrypt.checkpw durch. Ein nicht wohlgeformter password_hash wurde damit zu
HTTP 500 auf /api/auth/login und bei jedem CalDAV-Basic-Auth. SSO-Nutzer
bekommen einen echten bcrypt-Hash ueber ein zufaelliges, nirgends gespeichertes
Geheimnis; fuer CalDAV nutzen sie App-Passwoerter wie 2FA-Nutzer.
Web
- SSO-Block auf dem Login-Screen, aus /providers befuellt; Buttons sind Links,
weil /start eine Top-Level-Navigation braucht.
- consumeSsoHandoff() laeuft vor den Setup-/Token-Pruefungen in boot() und
raeumt die Query per replaceState ab, bevor es awaited.
- 401-Auto-Logout um die SSO-Pfade erweitert, sonst dreht ein fehlgeschlagener
Handoff eine Reload-Schleife.
- i18n-Keys in de + en (Fallback-Kette deckt die uebrigen acht Sprachen).
- Service Worker laesst /api/auth/oidc/ unangetastet durch.
37 neue Tests (Gesamtsuite 60 gruen): Signaturpruefung mit echten RSA-Tokens,
alg:none, falscher iss/aud/nonce, unbekannte client_id, Provisioning-Policies,
Username-Kollision, Einmaligkeit des Handoff-Cookies, unerreichbarer Provider.
Co-Authored-By: Claude Opus 5 <noreply@anthropic.com>